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Dr. Hamann
Dr. Hamann, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 6667
Erfahrung:  Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
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Dr. Hamann ist jetzt online.

Glomerulonephritis

Kundenfrage

Ich leide an einer Glomerulonephritis. Meine GFR beträgt rund 25 bis 30 %. Ich bin 48 und leide seit dem 20. Lebensjahr an einer chron. Glom.nephr. Seit 7 Jahren bin ich permanent und pausenlos nephrotisch, meine Eiweissausscheidung über die Nieren beträgt mind. 9, max bis zu 15 Gramm. Ich leide unter renaler Anämie mit häufiger Atemnot und entwässere täglich mit Lasix, 160 mg. Extrem belastend sind auch die häufigen, schweren Krämpfe (trotz Einnahme von Magn.) Ich bin wenig köperlich leistungsfähig, ermüde sehr schnell, bin sehr im Leben eingeschränkt und tendiere langsam aber sicher Richtung Dialyse. Mein Arzt ist aber nicht begeistert und möchte es weiter hinausziehen. Was ist Ihre Meinung ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

Sie möchten unsere Meinung wissen, ob die Dialyse noch Zeit hat oder gemacht werden soll, ist das richtig?

Eine Dialyse ist sehr belastend und bedeutet jeden zweiten Tag für fünf bis sechs Stunden in der Dialysepraxis zu verbringen. Das ist teilweise sehr anstrengend und belastend
Eine Alternative dazu ist die Peritonealdialyse, die sie selbst zu Hause durchführen können, nicht vom Dialysezentrums abhängig sind, nicht hin und her fahren müssen. Allerdings bedeutet das viel Arbeit tagsüber und auch eine erhöhte Infektionsgefahr.

Die Einstellung ihres Arztes zur Dialyse bei oben verstehe ich und zeigt, dass er alles versuchen will, sie vor der lebensbelastenden Dialyse zu bewahren.

Ganz ehrlich vertrete ich jedoch den Standpunkt, dass die Dialyse ihre Niere unterstützt und die Giftstoffe besser aus dem Blut wäscht, als es die Niere derzeit erledigt. Daher ist eine Dialyse für den Körper besser, als die derzeitig schlecht arbeitenden Nieren.

Wenn sie mich fragen, welche Dialyseform ich empfehlen würde, dann ganz klar die Dialyse im Zentrum, da hier sie jedesmal überwacht und ihre Nierenwerte überprüft werden. Hier arbeiten Spezialisten für die Dialyse, Nierenexperten, die sehen, ob sich unter der Dialyse ihre Nieren erholen, und die Dialyse nur noch seltener oder gar nicht mehr durchgeführt werden muss.

Besprechen sie dies bitte mit ihrem Arzt.

Alles Gute
Dr. Hamann und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Herzlichen Dank für Ihre ehrliche Antwort. Ich weiss, wie belastend die Dialyse ist (mein Vater, mein Onkel, meine Tante und 3 Cousins meines Vaters sind alle recht früh an derselben Krankheit verstorben, alle nach der Dialyse transplantiert). Was mich sehr beschäftigt ist die Tatsache, dass das derzeitige "Siechtum" zu ncihts führt. Einnmal an der Dialyse habe ich die Talsohle erreicht, es kann also (eigentlich) nur noch aufwärts gehen ... Und ich habe einen klaren Status Quo. Jetzt weiss ich nie, halten die Nieren noch, oder nicht, oder wie lange ... darf ich noch in Urlaub fahren, wie weit, oder besser doch nicht ... Das belastet mich alles mehr als der Gedanke XXXXX XXXXX Dialyse.
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
das verstehe ich, und ganz ehrlich ich würde an ihrer Stelle ebenso zu einer Dialyse tendieren.

ganz viel Kraft und alles Gute

Ihre Dr. K. Hamann