So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Hautaerztin.
Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
59970358
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Hautaerztin ist jetzt online.

Guten Abend, ich habe bei einen H raktustiker einen H rtest

Kundenfrage

Guten Abend, ich habe bei einen Höraktustiker einen Hörtest durchführen lassen und sie meinte, dass mein Hörverlust (rechts ohr zwischen 10-20, ab 4k abfallend bis 50db, linkes Ohr 10-20 db, ab 4k abfallend auf 35db) noch im Grenzbereich wäre. Ein Sprachaudiogramm wurde auch erstellt, was ich aber leider nicht so interpretieren kann. Ich bin Unternehmensberater und frage mich, ob es sinnvoll
 wäre, ein Hörgerät zu testen. Ich würde gerne ihre Meinung wissen. Vielen Dank

 im voraus


Ergänzung: Ich habe nun das Sprachaudiogramm besser verstanden und bei 35db habe ich eine Verständigkeit von 60%, bei 45 vom 90 % und bei 50 von 100%.


Ich will meine Frage noch konkretisieren. Würden Sie mir empfehlen, ein Hörgerät zu tragen oder ist es nicht sinnvoll? Im Internet liest man häufig ab 30-35 db Hörverlust sollte ein Hörgerät getragen werden.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

sowohl Hör- als auch Sehverlust tritt meist schleichend ein. Deshalb nimmt man die Veränderung nicht so deutlich war und bemerkt gar nicht, wieviel Anstrengung es kostet, genau zu hören oder scharf zu sehen. Dies stellt sich dann oft erst heraus, wenn man eine Brille oder ein Hörgerät tatsächlich hat und die dadurch eintretende Erleichterung feststellt.

Deshalb rate ich Ihnen auf jeden Fall dazu, ein Hörgerät auszuprobieren. So haben Sie die Möglichkeit, im täglichen Leben festzustellen, inwieweit Sie davon profitieren. Insbesondere weil Ihr Hörverlust im Grenzbereich liegt, müssen Sie selber mit allen Sinnen wahrnehmen, wie es Ihnen mit einem Hörgerät geht. Das kann so oder so ausfallen.

 

Beim Sprachaudiogramm wird nach einem bestimmten Schema getestet, inwieweit eine Person einzelne Wörter verstehen kann. Die Wissenschaft möchte immer gerne alles in Zahlen, Prozenten und Wahrscheinlichkeiten ausdrücken. Aber wir Menschen sind Individuen und reagieren nun mal unterschiedlich. Auch ist das Leben meist anders als eine Testsituation. Deshalb sind die Zahlen oft relativ. Die Empfehlungen, ab wann ein Hörgerät getragen werden sollte, sind deshalb der Durchschnitt aller von Menschen gemachten Erfahrungen.

 

Sie hatten ja sicher das Gefühl, schlechter zu hören, oder haben einen Hinweis in der Richtung von jemand anders bekommen, sonst hätten Sie wahrscheinlich keinen Hörtest durchführen lassen. ???

 

Gerade in Ihrem Beruf ist es wichtig, daß Sie im Umgang mit Kunden/Klienten adäquat und souverän reagieren und flüssige Gesprächsführung betreiben können.

Deshalb bin ich der Ansicht, daß der Aufwand gerechtfertigt ist, damit Sie in dieser Hinsicht keine Nachteile haben, die sich auf Ihre Firma auswirken.

 

Sie sollten sich zum Testen genügend Zeit nehmen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Wichtige Hinweise hierzu finden Sie auf www.hearcom.eu , Kapitel "Gewöhnen Sie sich an Ihre Hörgeräte".

 

Machen Sie sich bitte vor allem keine Sorgen über die Optik. Diese wird ständig weiter verbessert. Es gibt heute so kleine Hörgeräte, daß Sie sie fast unbemerkt tragen können. Ich bin mit diesem Thema immer wieder konfrontiert gewesen, weil Ekzempatienten mit großen Hörgeräten durch die Reibung und Feuchtigkeit im Gehörgang öfter Ekzemherde entwickelt haben. Das Thema hat sich in den letzten Jahren merklich reduziert.

 

Alles Gute für Sie und freundliche Grüße Dr. A. Hoffmann

 

_______________________________________________________________________

 

Bitte honorieren Sie die Antwort durch Anklicken von "AKZEPTIEREN", wenn Sie Ihnen geholfen hat, danke.

 

 

Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Hofmann,

schön, dass Sie noch online sind. Die Entscheidung einen Hörtest zu machen, habe ich getroffen, als es ich öfters andere fragen musste, was sie gerade gesagt haben, weil ich nur einen Teil verstanden habe. Das kommt aber nur in bestimmten Situationen vor, wenn ich zum beispiel nicht so konzentriert bin oder jemand eine bestimmte Konsonanten verwendet. Sie haben vollkommen recht, es ist schleichend gekommen, aber ich kann es leider nicht mehr leugnen und mir geht da auch ein Stück Lebensqualität verloren.Auch weil ich das Gefühl habe, dass es mich in bestimmten situationen (z.B. in lauten Umgebungen oder wenn jemand sehr leise spricht) mich sehr stark konzentrieren muss, damit ich alles wahrnehme. Ihc spüre dass, dass ich da leichter nicht mehr so fit bin. Die Hörakustikerin sagte zu mir, dass manche, die etwa den gleichen Hörverlust haben, sich für ein Hörgerät entschieden hätten und es ausprobiert hätten und es nicht mehr missen wollen.

Ich habe die letzten Tage im Internet ein wenig mich umgesehen und es ist wirklich so, dass die Technologie einen sehr großen Sprung getan hat und ehrlich gesagt, empfinde ich esnicht als makel ein Hörgerät zu tragen, weil es mir wieder Lebensqualität hoffentlich zurückbringt, aber dies kann ich nur feststellen, in dem ich ausprbiere. Somit werde ich zu der Hörakustikerin noch mals gehen und sie um ein Probegerät bitten. Würden sie mir aus medizinischer sicht eher ein In Ohr oder außenohrgerät empfehlen?
Vielen Dank.
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

danke für die Informationen. Ja, da ist eigentlich ganz klar, daß Sie einen Versuch starten sollten. Daß Sie nur in bestimmten Situationen schlecht hören, entsteht dadurch, daß das Gehör eben nicht mehr voll funktionsfähig ist und Sie in einer Art Grenzbereich "Gerade noch" hören. Wenn dann zusätzliche Streßfaktoren wie die von Ihnen beschriebenen dazukommen, summiert sich das auf das reduzierte Gehör und macht sich dann bemerkbar durch wahrnehmbar schlechteres Hörvermögen. Mit Hörgerät haben Sie große Chancen, daß sich Ihre Situation entspannt.

 

Für welche Art von Gerät Sie sich entscheiden, sollten Sie auch in erster Linie danach richten, womit Sie sich am wohlsten fühlen und den besten Effekt erzielen bei möglichst geringer Beeinträchtigung. Sie haben ja sicher schon nachgelesen über die verschiedenen Hörgeräte-Typen, ihre Vor- und Nachteile. Ich finde aus medizinischer Sicht folgende Aspekte wichtig:

 

Beim Außengerät (hinter dem Ohr zu tragen) kann der Gehörgang freigehalten werden, wenn die Hörminderung gering ist. Dadurch vermeiden Sie verstärkte und unangenehme Wahrnehmungen der eigenen Stimme, Kaugeräusche etc. und haben ein angenehmeres Hörgefühl. Technisch haben die Außengeräte mehr Möglichkeiten und sich leistungsfähiger.

 

Bei Geräten, die man im Gehörgang trägt, wird Bildung von Ohrschmalz und Schweiß begünstigt. Die Wahrnehmung der eigenen Stimme und Kaugeräusche kann verstärkt und unangenehm sein.

 

Da Ihre Schwerhörigkeit nur gering ist, sind Sie allerdings nicht auf ein Außengerät angewiesen, die Im-Ohr-Geräte sind ja nur für leichte und mittlere Hörschäden geeignet.

In dem Punkt haben Sie freie Wahl.

 

Sprechen Sie das bitte unbedingt auch mit Ihrer Hörakustikerin durch. Sie hat berufsbedingt enorme Erfahrung mit den Feinheiten, sie bekommt ja ständig das Feedback von Betroffenen. Oft können solche Personen dann aufgrund ihrer Erfahrung schon intuitiv ganz gut einschätzen, was zu einem Kunden paßt.

 

Auch hier kann gelten - wer die Wahl hat, hat die Qual. Ich denke aber, daß Sie nach Probetragen wissen, was das Beste für Sie ist.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann