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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 20212
Erfahrung:  Allgemeinmedizin, Gynäkologie u. Geburtshilfe, über 20-jährige Praxiserfahrung
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Dr.Scheufele ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Ich (40 Jahre alt) bin in der

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich (40 Jahre alt) bin in der 40. Woche schwanger (1. Schwangerschaft) mit meinen Geburtstermin morgen am Sonntag, den 18.9. Die Schwangerschaft hat einen sehr guten Verlauf. Bisher war alles normal und gut. Das Kind liegt richtig mit dem Kopf nach unten und alle Laborwerte sind gut bis auf.............

Meine Frauenärztin hat eine Streptokokken B-Infektion beim vaginalen Abstrich vor 2 Wochen fest gestellt. Sie meinte, dass ich deshalb dringend Antibiotika-Therapie über eine Infusion ca. 4 Std. vor der Geburt benötige, zum Schutz vor Ansteckung fürs Kind.
Da ich selbst Therapeutin für chin. Medizin bin, habe ich Abneigungen gegen diese Antibiotka-Therapie, wenn es nicht lebensbedrochlich ist und nur evtl. Vorbeugend gemacht werden soll. Ich nehme jetzt kolloidales Silber( oral, in die Nase und als vaginale Spülungen u. mit Tampon getränkt) für meine Immunstärkung. Zusätzlich lasse ich mich mit Hömiopathie, Bioresonanz und Akupunkturmassage nach Penzel und Radloff dafür behandeln. Ausserdem reagierte ich sonst auf orale Antibiotka-Therapie immer mit vaginalen Pilz und starker Magen-Darm-Verstimmung, wie Reizdarm....... Mir geht es sonst sehr gut, so am Ende der Schwangerschaft.

Nach telefonischer Rücksprache mit dem Spital Wil, wo ich gebären möchte, muss ich eine Verzichtserklärung ausfüllen, wenn ich keine Antibiotika-Th. möchte.

Ich denke, dass ich ein gesundes Kind zu Welt bringe.Falls unser Kind wirklich Antibiotika bräuchte, kann es doch noch nach der Geburt bekommen. Wenn es überhaupt Symptome zeigen sollte. Wie erhöhte Tempereratur, Fieber, Schüttelfrost, Atemprobleme usw.
Was meinen Sie? Ich bin etwas verunsichert, da es jetzt nicht mehr nur im mich selbst geht. Meinen Sie, dass die Antibiotika-Therapie in meinem Fall vernünftig ist?

Ich möchte so gerne Stillen können. Mit A-Th. ist unser Kind und auch meine Muttermilch mit dem Antibiotika angereichert. Das finde ich nicht so positiv. Wie denken Sie darüber?

Im voraus vielen herzlichen Dank für Ihre Antworten.

Schöne Grüsse von

Katja Senn
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo und guten Tag,

 

nach sorgfältigem Lesen Ihrer Ausführungen kommt nun die Sicht aus der kinderärztlichen Richtung.

 

Eine durch Streptokokken B verursachte Neugeborenen-Sepsis verläuft meist so fulminant, daß selbst bei i.v. Therapie zum frühest möglichen Zeitpunkt die Sterblichkeit immer noch bis zu 50% beträgt.

 

Insofern kann ich die Vorgehensweise Ihrer behandelnden Ärzte nachvollziehen.

 

Die Wahrscheinlichjkeit, daß Ihr Baby eine derartige Infektion entwickelt, ist individuell nicht berechenbar, d.h. wenn ich Ihnen sage, daß es statistisch unter 50% liegt, kann niemand Ihnen versichern, ob es denn Ihr Kind betrifft oder nicht.

 

Ich bin ein großer Freund der Homöopathie und kann Ihre Bedenken bezüglich Antibiotika durchaus nachvollziehen, aus kinderärztlicher Sicht jedoch hätte auch ich meine große Bedenken, wenn Sie selbst die antibiotische Therapie ablehnten.

 

Ein Neugeborenes an einer Streptokokken B Sepsis zu verlieren, wäre - meiner Meinung nach - eine weitaus größere Katastrophe als eine jetzige Therapie mit möglichen Nebenwirkungen für Sie.

 

Bitte besprechen Sie mit Ihren behandelnden Ärzten, ob Sie nicht trotzdem stillen können bzw ab wann Sie stillen können.

 

Ihnen und Ihrem Baby alles Gute und freundlichen Gruß.

Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

ich kann mich auch aus gynäklogischer Sicht den Ausführungen der Kollegin nur anschliessen. Die Gabe des Antibiotikums unter, bzw. kurz vor der Geburt entspricht in einem solchen Fall absolut der allgeneinen, medizinischen Lehrmeinung, sie verhindert zuverlässig eine Ansteckung Ihres Kindes und der Nutzen überwiegt dabei ganz klar gegenüber dem Risiko. Da es sich nur um eine einmalige und kurzfristige Behandlung handelt, ist das spätere Stillen dadurch kein Problem. Bitte stimmen Sie zum Wohle Ihres Kindes dieser Therapie zu.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele

Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 20212
Erfahrung: Allgemeinmedizin, Gynäkologie u. Geburtshilfe, über 20-jährige Praxiserfahrung
Dr.Scheufele und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.

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