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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
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Hautaerztin ist jetzt online.

War ein halbes Jahr wegen schweren depressinen AU, KK-AOk stellte

Kundenfrage

War ein halbes Jahr wegen schweren depressinen AU, KK-AOk stellte mich unter Druck!!!Reha oder Arbeit.Reha abgelehnt- meinerseits- arbeite wieder, habe aber seither körperl. (alkh.<probleme),nicht mehr wie vorhin. AOK stellte mich vll unter Druck.was kann ich tun...am liebsten möchte ich diese anklagen. PS, bin im pflleger.Beruf, VZK , dies seit über 2o JHRE; Hbe Familie mit zwei jetzt 16/18 jä. kinder, was soll ich tu
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. A. Teubner hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo und guten Tag,

diese Ausführungen verstehe ich nicht: habe aber seither körperl. (alkh.<probleme),nicht mehr wie vorhin.
Nehmen Sie noch irgendwelche Medikamente?
Warum haben Sie eine Reha abgelehnt und weshalb sollten Sie die bekommen??
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich möchte Ihnen noch den Vorschlag machen, Ihre Einstellung zu einer Reha zu überdenken. Ich bin u.a. in einer Rehaklinik für Psychosomatik und Haut tätig, wo es viele Patienten mit Ihrer Thematik gibt. Durch eine Art "Rundumeinschätzung" Ihrer gesamten Lebenssituation möchte die Krankenkasse wahrscheinlich erfahren, wie Ihre Perspektive bezüglich weiterer beruflicher Tätigkeit ist, welche weiteren unterstützenden Maßnahmen Sie benötigen, um in Ihrem Beruf weiter tätig sein zu können, ob Sie weiter Vollzeit tätig sein können bzw. wieviele Arbeitsstunden Sie pro Tag gut bewältigen können, ob Ihr Beruf noch geeignet ist für Sie, ob Sie Rente oder Teilrente benötigen etc. Das dient eigentlich dazu, den Dingen die für Sie machbare Richtung zu geben. Es bringt ja nichts, wenn Sie sich dauernd überfordern und dann immer wieder auf der Nase liegen und sich Ventile suchen, die zerstörend wirken. Die Ärzte und Psychologen in einer Rehaklinik können sich normalerweise mehr Zeit für Sie nehmen als das ein Arzt in einer vollen Praxis kann. Auch erlauben die Abläufe während der Reha, wo man ja mit vielen anderen Menschen in Berührung kommt, Rückschlüsse darauf, wie Sie mit sich selbst und anderen Menschen im Alltag umgehen. Wenn das besprochen wird, können Sie selbst viel lernen. Meist sind es ja viele Faktoren aus verschiedenen Lebensbereichen, die einen Menschen in eine Situation wie die Ihre bringen. Das ist ganz gut, sich mal klar zu machen, was alles dazu beiträgt und warum. Auch zu schauen, was man ändern kann.

Neben der Einschätzung haben Sie daher während einer Reha auch die Möglichkeit, sich intensiver mit sich selbst und den Ursachen Ihrer Erkrankung zu beschäftigen und mit einem Therapeuten daran zu arbeiten. Dies ist oft ein Anfang (in konzentrierter Form) für weitere therapeutische Arbeit zu Hause.

Sie bekommen durch die räumliche Veränderung Abstand vom Alltag. Allein dadurch wird einem manches schon klarer. Ihre Kinder sind doch eigentlich groß genug, um 6 Wochen allein zurechtzukommen. (?)

Eine Rehaklinik kann auch weitere Maßnahmen zu Hause einleiten, die in Absprache mit Ihnen als geeignet angesehen werden. Das ist eine Erleichterung, wenn Sie nicht alles selbst machen müssen.

Ich möchte Ihnen Mut machen, eine Reha als Chance zu sehen. Ich sehe hier jede Menge Menschen, die mit großem Gewinn, neuen Perspektiven und Ideen wieder nach Hause fahren und viele gute Erfahrungen während der Reha machen.

Vielleicht haben Sie bei der Krankenkasse einen Sachbearbeiter, der das befehlsartig rüberbringt. Der Druck könnte Sie dann veranlassen, zuzumachen. Aber eigentlich geht es darum, den Teufelskreis aus krankmachender Überforderung und Krankheitszeiten im Wechsel zu unterbrechen. Bedenken Sie, daß in Zeiten der großen Einsparungen auch eine Krankenkasse niemanden einfach so zur Reha schickt, sondern nur wenn es wirklich nötig ist.