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Bergmann
Bergmann, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1081
Erfahrung:  20j. Berufserfahrung in Kinder-, Jugendmedizin, Dermatologie, innere Medizin
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Bergmann ist jetzt online.

borreliose behandlung nach wanderr te ich hab gerade 4 wochen

Kundenfrage

borreliose behandlung nach wanderröte:
ich hab gerade 4 wochen doxycyclin (200mg/tag) hinter mir und trotzdem starke
schmerzen wie muskelkater in Arm/Schulterbereich (war auch während Behandlung so)
und Muskelzucken überall. Die Zecke habe ich nie gesehen, aber die Wanderröte
war um Achsel ziemlich groß. Ist die Antibiotikatherapie fehlgeschlagen?
Nächste Blutuntersuchung in 6 Wochen.
Danke
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo und guten Tag,

 

Ihren Schilderungen nach wurde bei Ihnen eine Borreliose Stadium I diagnostiziert.

 

Die übliche Therapie wäre Doxycyclin 2 x 100mg pro Tag über 14 Tage gewesen.

 

Eine vierwöchige Therapie war mehr als ausreichend.

 

Bisher sind keine Resistenzen des Erregers bekannt, also würde man keine weitere antibiotische Therapie anschließen. Da die Antikörper sehr lange nachweisbar sind, besteht durch deren Bestimmung keine Möglichkeit zur Kontrolle des Therapie-Erfolges.

 

Ihre Beschwerden - sind in dieser Art nicht unüblich, trotz Therapie - würde man zunächst antiphlogistisch behandeln, bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Hausarzt.

 

Eine Blutkontrolle in 6 Wochen ist ausreichend, da nur "Tendenzen" zeigend.

 

Ansonsten gibt es Therapie-Leitlinien zur Behandlung der Borreliose, die sehr erprobt sind.

 

Bisher ist bei Ihnen nichts versäumt worden.

 

Die derzeitigen Beschwerden sollten in den nächsten Wochen unter der Gabe von z.B. Ibuprofen wieder völlig verschwinden.

 

Ich halte den Verlauf bei Ihnen nicht für ungewöhnlich, bitte halten Sie engen Kontakt zu Ihrem Hausarzt , um den Krankheitsverlauf engmaschig zu überwachen.

 

Bitte denken Sie daran, daß durch Zeckenbisse nicht nur Borrelien, sondern auch andere Krankheitskeime - wenn auch deutlich seltener !- übertragen werden können.

 

Alles Gute und freundlichen Gruß.

Bergmann und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank, für Ihre Antwort, die mir wieder Mut macht.

Bin sehr verunsichert, was den Erfolg der Doxycyclin-

Behandlung angeht. Meine Befürchtung ist, dass

entweder das Doxycyclin nicht angehschlagen hat oder aber

ich mich schon im zweiten Stadium der Infektion befinde,

da ich spät zum Arzt (Notaufnahme Krankenhaus) wegen dem

Fieber/Schmerzen bin und die Wanderröte da schon groß (ca. 30cm Durchmesser unter Arm/über Schulter) war. Sagen muß ich auch noch, dass mein Hausarzt sich diese nicht angeschaut hat, sondern nur die Laboruntersuchung nach 10 Tagen veranlaßte und das Doxycyclin verlängerte. Jetzt habe ich denTermin zur Blutuntersuchung bei der Infektionsambulanz des hiesigen Krankenhauses am 21.09.2011.

Sollten die Schmerzen im Bereich der Achsel/Schulter (Druck wie geschwollen) und

Muskelschmerzen (ähnlich Muskelkater) von Hals bis in die Hand runter, Kälte bzw. Hitzeempfinden nach der 4-Wochen-AB-Therapie nicht verschwunden sein? Diese Symptome tauchten auch während der Behandlung in steter Regelmäßigkeit auf und ließen mich da schon an dem Erfolg zwiefeln.Was verursacht diese Symtome, wenn es nicht die Borrelien sind? Vielen Dank

Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo und guten Tag,

 

bei der beschriebenen Symptomatik halte ich jetzt eine konsiliarische Untersuchung bei einem Neurologen für sinnvoll.

 

Die antibiotische Therapie sollte eigentlich ausreichend gewesen sein. Andererseits kann man bei einer Borreliose auch Stadien überspringen, so daß bei dieser Erkrankung immer alles bedacht werden muss und 100%ige Diagnosen praktisch unmöglich sind.

 

Es wäre also immer noch denkbar, daß die Beschwerden im Rahmen der Borreliose Stadium I aufgetreten sind und in den nächsten Wochen wieder völlig weggehen.

 

Da man aber auf derartige Eventualitäten nicht bauen sollte, jetzt bitte der Weg zum Neurologen. Auszuschließen ist eine - ebenfalls durch Zecken übertragbare - Erkrankung wie FSME. Der Immunstatus der Borreliose sollte orientierend in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden, wichtiger noch wären allgemeine Blutwerte wie Differentialblutbild, Senkung, CRP, Immunglobuline, um akute Entzündungen zu objektivieren. Eine CK-Bestimmung wegen evtl Muskelbeteiligung wäre auch wichtig.

 

Ich halte eine zur Borreliose ( wir gehen hier immer von der korrekten Erstdiagnose aus, ich denke, die Serologie war ja wohl auch eindeutig ?!) parallel ablaufende Virusinfektion für wahrscheinlich, kann Ihnen aber ja auch nur "vom Schreibtisch aus" Infos geben.

 

Bitte sammeln Sie alle Befunde in Kopien und stellen Sie sich bei einem Neurologen vor, um die unklaren Beschwerden abzuklären. An Hand der Blutwerte sieht der Kollege dann, ob eine akute Infektion, bakterieller Art oder viraler Art derzeit aktiv ist und wie sich Ihr Immunsystem dazu verhält. Gleichzeitig könnte man auch eine Rheuma-Serologie mitmachen lassen.

 

Alles Gute, freundlichen gruß.