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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Guten abend, ich ich bin 51 Jahre alt und wurde gestern

Kundenfrage

Guten abend, ich

ich bin 51 Jahre alt und wurde gestern morgen mit dem Notarzt wegen Herzinfarktverdacht in ein Krankenhaus in München eingeliefert. Die Notarztversorgung war optimal - schnell zur Stelle und prompt und richtig reagiert. Ich wurde nach dem Mona-Schema behandelt. Ich bin seit längerer zeit beruflich sehr eingespannt und hatte über mehrere Wochen hinweg wenig Schlaf und langanhaltenden Stress. Umstrukturierungen und berufliche Veränderungen prägen seit langem meinen Berufsalltag. Vorgestern kam ich erst gegen Mitternacht nach Hause. Auf dem Nachhauseweg wurde ich noch Zeugin einer Schlägerei und kam "atemlos" zu Hause an. Der nächste Arbeitstag begann gegen 7.00 mit Sitzungsvorbereitungen und um 8.00 sollte die erste Sitzung starten. Es kam zu Verzögerungen und mittendrin holte ich noch ergänzende Unterlagen. Beim rausgehen hatte ich sehr starke Herzschmerzen. Es war als würde mir jemand ein Messer in das Herz stecken. Ich bekam Atemnot und Schweißausbrüche und der Schmerz verringerte sich nicht. Es war als würde jemand mein Herz durchbohren und das Messer kommt bei den Schultern hinten wieder raus. Mir war sehr heiß und ich bat um einen Arzt. Der Notarzt wurde gerufen und war sehr schnell zur Stelle. meine Sekretärin und eine Kollegin standen mir bei und es lief alles glimpflich ab. Die Notfallversorgung war wie gesagt optimal und im Krankenhaus wurde ich nahtlos übernommen und ebenfalls bestens versorgt. Gegen 13.00 konnte ich auf den Sauerstoff wieder verzichten und schlief mich gut aus. Am gestrigen abend hatte ich sichtlich Hunger und nach dem Essen schlief ich ebenso gut weiter . Am nächsten Morgen war wieder alles bestens und ich verließ gegen Mittag auf eigenen Wunsch das Krankenhaus.

Ich fühle mich ausgeschlafen und sehr gut. Morgen gehe ich zu meinem Hausarzt und bleibe ansonsten den Tag zu Hause.

Nun meine Frage soll ich nächsten Montag wieder in die Arbeit gehen? Ich liebe meinen Job und vermisse ihn sehr wenn ich ihn nicht habe. Auch bin ich sehr unruhig, weil gerade schwierige Geschäftsprozesse laufen. Ich käme mir nicht gut vor wenn ich jetzt längere Zeit zu Hause bleiben würde und meine Chefs in diesen schwierigen Zeiten alleine lassen würde. Auch habe ich bedenken, man könnte mein Fehlen an anderer Stelle negativ auslegen.
Ich möchte dazu sagen, ich mag meine Kollegen und Kolleginnen sehr gerne. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeuten mir sehr viel und Anstrengung oder viel Arbeit macht mir normalerweise nichts aus, sondern spornt mich zu Höchstleistungen an. Familiär lebe ich sehr glücklich mit einer ganz lieben Familie, die mich auch Unterstützt. Mein Mann ist nun der Meinung ich solle eine Auszeit nehmen, er akzeptiert aber auch wenn ich wieder arbeiten gehe, wir leben schließlich zum Großteil auch von meinem guten Gehalt.

Was meinen Sie ? Arbeit ist für mich eigentlich Therapie.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Habe ich es richtig verstanden, dass noch nicht mal richtig gesichert wurde, ob ein Herzinfarkt bzw. eine sog. instabile Angina pectoris bestand ?

Sie sind mit allen Warnzeichen eines Herzinfarktes eingeliefert worden und verlassen dann gegen ärztlichen Rat das Krankenhaus ?

Das ist doch purer Wahnsinn !

Ich kann nicht beurteilen, ob sie einen Herzinfarkt hatten. Dafür muss man das Labor, EKG und auch in ihrem Fall wohl Herzkatheter machen lassen. Ich kann weder beurteilen, ob sie in der Folge der Durchblutungsstörungen am Herzen lebensbedrohlich gefährdet sind oder aber andere Frühkomplikationen auftreten.

Man kann so noch nicht mal beurteilen, ob nun auch oder überwiegend eine psychische Beeinflussung besteht.

Aber : Mein dringender Rat wäre : Gehen sie zurück in die Akutklinik. Sonst wird sich die Frage der Arbeit schneller erledigen als ihnen lieb ist und ihre Stelle zur Neuausschreibung in der Zeitung stehen. Zumindest ihr Mann sollte so vernünftig sein, dass er sie nicht zur Arbeit sondern in die Klinik zur weiteren Diagnostik und Behandlung schickt !
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Webpsychiater,

 

mir liegt die Diagnose vor, dass es kein Herzinfarkt war, das hat die Auswertung des EKG und der Blutwerte ergeben. Das Herz schlägt lediglich etwas schnell und ich bin wohl mit einem "blauen Auge" davon gekommen. Die letzten Wochen waren sehr Intensiv und ich werde ab jetzt gut aufpassen ausreichend Schlaf zu bekommen. Zum Glück kann ich gut schlafen. Mein Hausarzt hat mir heute ein weiteres EKG abgenommen und es war "nur" der beschleunigte Herzschlag zu vernehmen, alle Blutwerte und sonstigen Untersuchungen waren soweit in Ordnung.

 

Ich fühle mich nur etwas Müde und schlafe mich am Wochenende richtig aus. Ich denke wenn ich am Montag nur 8 Stunden arbeite, dann kommt mir das ohnehin wie ein Halbtagsjob vor. Ich finde die Abeit nicht als Belastung, ich lebe ein Stück weit auch in der Arbeit meine Ideen und mein Potential aus. Mein Problem ist eher die Begrenztheit und die Sorge, dass etwas "schief" läuft und das möchte ich nicht, da ich viel Verantwortung trage.

 

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Meine ergänzende Frage dazu. Kann es sein, dass Übermüdung und Stress einen Herzinfarkt auslösen.? Wie lange dauert eine Erholungsphase nach einem Vorfall wie dem meinigen?

 

Kann Arbeit nicht auch gut tun?

 

Liebe Grüße

 

 

 

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Zunächst ist es beruhigend, dass man zumindest keinen Infarkt gesehen hat. Aber es könnte immer noch eine instabile Angina pectoris sein. Das kann man eigentlich nur durch einen Herzkatheter beurteilen. Andererseits ist es denkbar, dass eben auch Stress derartige Symptome auslöst. Eine Panikattacke kann zu fast genau den gleichen Symptomen führen. Gerade Schlafmangel kann da eine Rolle spielen, dass das Gehirn quasi den "Notschalter" auf Alarm stellt und so versucht, eine Änderung des Lebensstils zu erzwingen.

Stress (und damit auch Übermüdung) sind beteiligt an der Entstehung eines Infarktes. Es ist kein ganz direkter Ursachen-Wirkungsschluss . Aber man kann keinen Zweifel haben, dass Stress daran stark beteiligt ist.

Psychotherapeutisch würde man bei ihnen auch an Burnout denken. Gerade das Gefühl ohne Arbeit nicht zurecht zu kommen bzw. uentbehrlich zu sein, ist gefährlich. Sie sind auf jeden Fall über ihrer Belastungsgrenze und sie sollten eigentlich ein bis zwei Wochen, besser aber für einen Urlaub aussteigen.

Natürlich kann Arbeit auch gut sein. Aber bei ihnen wäre es eine Flucht.
webpsychiater und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Lieber Webpsychiater,

 

vielen Dank für Ihre Antwort, ich werde sie bei meinen Entscheidungen berücksichtigen. Ihre Antwort hat mir sehr geholfen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

 

Bitte meinen Namen bei der möglichen Veröffentlichung löschen.

 

Danke

 

 

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich habe es an den Kundendienst weitergebeben ([email protected]), ich selber kann in ihrem Posting keine Korrekturen machen.

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