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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Hallo, in den letzten Wochen f hle ich mich nur m de und schwach.

Kundenfrage

Hallo, in den letzten Wochen fühle ich mich nur müde und schwach. Gleich nach dem Aufstehen würde ich am liebsten den ganzen tag im Bett bleiben, aber sogar das Herumliegen (was ich momentan tue, da ich nicht arbeiten gehe) ist anstrengend, da ich nicht schlafen kann. Dass ich chronisch erschöpft bin, kenne ich schon aus den letzten Jahren, da habe ich es immer mit einer Depression in Verbindung gebracht (habe auch Antidepressiva), so schlimm wie momentan war es allerdings noch nie. Habe eine Borderline-Störung und eine posttraumatische Belastungsstörung, aber das Symptom, das mich momentan am meisten fertig macht, ist die Antriebslosigkeit. Was kann ich tun? Habe auch ziemlich starkes Übergewicht, kann mich aber auch zur Bewegung nicht aufraffen. Meine Blutwerte sind normal, laut Arzt.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Hier sollten sie unbedingt mit dem behandelnden Psychiater bzw. Hausarzt sprechen, wie man sie unterstützen kann. Häufig ist es so, dass eine fehlende Tagesstruktur durch den Wegfall von Arbeit eben auch zu einem Zusammenbrechen der eigenen Schlaf-Wachstruktur führt. Man fühlt sich dann tagsüber wie in einem Loch aus dem man nicht herauskommt. Möglicherweise verstärkt durch die Effekte des Antidepressivums, das ja auch eher müde machen kann bzw. dem Neuroleptikum.

Sicherlich benötigen sie eine entsprechende Medikation, aber ohne äußere Strukturierung droht eben da eben eine entsprechende Problematik.

Hier würde man als Psychiater entweder eine Tagesklinik bzw. auch Tagesstätte empfehlen, um ihnen wieder Kontakte und Aufgaben bzw. eine Möglichkeit zur Strukturierung des Tages und des Lebens zu geben. Wenn das nicht ausreichend ist, wäre auch eine stationäre Behandlung genau mit diesem Ziel zu empfehlen. So allein ist es schwierig, wenn sie nicht gerade durch einen Hund oder aber andere "Pflichten" zur Bewegung und Aufgabe der Passivität "gezwungen" werden. Allein medikamentös wird man es nicht lösen können, aber es ist sicher wichtig, dass sie da entsprechende Hilfe erhalten.

Daher : Seien sie offen zum Arzt und besprechen Sie das Problem offen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Meine Klinik (Wagner Jauregg Linz) sagt mir, ich müsse mit meinem Problem leben, das sei eben so, nehmen mich auch nicht auf, weil ich nicht "dringlich genug " bin. So quasi "zusammenreißen und nicht so faul sein", das vermittelt mir auch meine Umwelt und ich selbst tue es auch. Könnte ich was Homöopathisches ausprobieren, ich spreche da in der Regel sehr gut drarauf an, ich habe gelesen "Arsenicum album " Wäre etwas.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich bin selber kein Homöopath. Man kann es durchaus versuchen. Aber eigentlich brauchen sie Struktur und keine Medikamente.

Könnten sie sich ggf. an eine Tagesgruppe / Teestube oder in irgendeiner Weise ehrenamtlich z.B. im Tierschutzverein engagieren ?
Ggf. wäre auch vorrübergehend ein ambulanter Betreuer eine Option, um sie aus der Lethargie zu holen.

So 200 %ig stimme ich der Klinik nicht zu. Natürlich müssen sie in gewisser Weise mit der Minderung der Energie leben. Aber ihre Lebensbedingungen müssen so angepasst werden, dass sie eben auch Alltag "erleben" und nicht nur den Tag verschlafen bzw. vor der Glotze verbringen. Genau das sind sozialpsychiatrische Aufgaben, die man eben nicht mit Medikamenten oder der Aufforderung "reissen sie sich zusammen" lösen kann.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich schreibe mir täglich einen Plan für den nächsten Tag bzw. die nächste Woche - das Problem ist, ich halte ihn nicht ein! Dann hasse ich mich wieder dafür...
Aber das ganze freudlose Dasein ist ja auch keine Lösung, da hilft dann wirklich nur mehr das Umbringen oder Selbstverletzen...
In die Tagesklinik will ich nicht wirklich, weil ich die ganzen Therapien durch habe und außerdem noch in Analyse bin, wo ich schon das Gefühl habe, dass etwas weiter geht. Manchmal bin ich allerdings verliebt in meinen Therapeuten - was soll ich damit tun? Er sagt, das vergeht wieder. Ich bin nur manchmal nicht sicher, ob ich nicht nur deswegen bei ihm bleibe, weil ich eigentlich hoffe, dass er irgendwann mal was mit mir anfängt...
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Klar, das sind ja häufige Begleitprobleme bei einer Borderline-Störung. Aber gerade wenn eben neben der chronischen Suizidalität akuter Druck besteht, wäre die Klinik der richtige Ort. Kein Psychiater würde sie da abweisen.

Verliebtheit in den Therapeuten ist ebenso häufig - aber leider auch vergeblich. Da stimme ich der Aussage ihres Therapeuten zu, es ist häufig ein vorrübergehendes Phänomen bzw. manchmal eben auch eine Phase in der Therapie. Wichtig, es offen anzusprechen.
webpsychiater und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Mein Psychiater in der klinik wird mich abweisen, da herrschen nicht so koopertive zustände wie hier. In der Klinik heisst es, dass ich ja nicht suizidal bin, also nicht so dringend. Ich habe sogar einen Brief, indem ein Arzt schreibt, dass ich sofort ein Bett bekommen werde, bevor ich mir etwas antue - aber das wird ignoriert. Habe das letzte Mal so aufgeddreht, dass ich auf die Unterbringung gekommen bin...Meine Depressionen alleine reichen alleine wohl nicht, dass ich einen Platz in der Psychiatrie bekomme, soll ich mich also doch wieder schneiden?
Hätte Guster...