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Dr. Hamann
Dr. Hamann, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 6667
Erfahrung:  Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
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Dr. Hamann ist jetzt online.

Mein Freund hat Lungenkrebs, l sst sich aber nicht behandeln.

Kundenfrage

Mein Freund hat Lungenkrebs, lässt sich aber nicht behandeln. Er verweigert jegliche Art von Untersuchung oder Therapie, weil der Arzt im Krankenhaus vor 1,5 Jahren ihm nur noch 6 Monate Lebenszeit und keine Heilungschancen prognostiziert hat. Er lebt aber immer noch, geht sogar immer noch arbeiten - am Bau! Er blutet öfter aus Ohren und Nase, sogar aus dem After kommt Blut. Das Blut ist hell. Letzte Woche waren seine Lymphknoten (Lage: in der Achsel, oder?) angeschwollen und haben stark geschmerzt. Die Schmerzen gingen durch den ganzen Arm bis in die Finger. Die hat er zum Teil gar nicht richtig gespürtFür mich ist das sehr beängstigend, nicht genau zu wissen, was los ist. Ich stelle mir dann schreckliche Sachen vor, dass er innerlich schon vom Krebs zerfressen ist und es nicht mehr lange macht.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,
es ist sehr wahrscheinlich, dass sich durch die bisher nicht erfolgte Behandlung der Lungenkrebs auf die Lymphknoten und das blutbildende System gelegt hat.
Das würde die häufigen Blutungen und die Lymphknotenschwellungen erklären.

Als Arzt kann und sollte man möglichst Aussagen zur erwarteten Lebensdauer vermeiden, selbst dann, wenn der Patient darauf drängt, denn sehr oft liegt man daneben, auch wenn die Aussage statistisch korrekt ist.

In ihrem Fall hat ihr Freund dadurch möglicherweise das Vertrauen in die behandelnden Ärzte verloren. Es wäre aber wichtig, dass er sich vertrauensvoll an einen Arzt vor Ort wendet, der ihn weiterhin begleitet und ratgebend zur Seite steht.

Selbst wenn ihr Freund weitere Untersuchungen oder Therapien ablehnt, hätte er so immer jemanden an seiner Seite. Das kann sehr beruhigen. Besonders wenn noch Schmerzen hinzu kommen oder eine Krankschreibung notwendig ist.

Als Arzt respektiere ich seine Entscheidung, keine weiteren Untersuchungen oder Therapien zu machen, aber ich finde es sehr wichtig, dass er sich jemanden sucht, zu dem er Vertrauen hat, und den er um Rat fragen kann.

Geben sie ihrem Freund so viel Hilfe, wie sie geben können. Drängen sie ihn aber nicht. Sie können ihm die Folgen vorsichtig aufzeigen, aber zwingen sie ihn nicht zu einem Arzt zu gehen, wenn er das nicht will.

Hilfreich können sogenannte Psychoonkologen sein, die speziell in ihrem Fall beratend zur Seite stehen und Kraft geben können.

Alles Gute und mit freundlichen Grüßen

Dr. K. Hamann

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Ihre Gesundexperten von JustAnswer
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo, sie haben meine Antwort gelesen. Wie soll es jetzt weitergehen? Haben sie noch Fragen, ich antworte ihnen sehr gern ausführlicher.

Ansonsten bitte ich sie, meine Antwort durch "Akzeptieren" zu honorieren.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. K. Hamann

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