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Dr. Hamann
Dr. Hamann, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 6667
Erfahrung:  Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
60343779
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Dr. Hamann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, nachfolgende Diagnose haben

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachfolgende Diagnose haben wir im Februar erhalten. Aufklärung gibt es in den Krankenhausern in meinen Augen zu wenig, bzw. hat man so viele Fragen.

Multifokale, pleurale, ossäre pulmonale Metastasierung
Schlecht differenziertes Adenokarcinom, primäres Adenokarcinom der Lunge möglich,
jedoch auch anderweitige Primärtumorlokalisation nicht auszuschließen,
ossäre Metastasierung in den Ossa iliae beidseits, dorsale Beckenschaufel links mit über den Knochen hinausgehenden Weichteilanteil
Somit wird von einem CUP Syndrom ausgegangen

Therapie
Polychemotherapie mit Carboplatin AUC 6
Pemextred 500 mg
6 Zyklen

Chemo ist jetzt durch und uns wurde gesagt sie hat gut angeschlagen. Tumor in Lunge bis 50% verkleinert. Was heist das? Steigt damit die Lebenserwartung?
Ihrer Antwort mit großem Interesse entgegensehend verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,
Aus ihrer Schilderung entnehme ich, dass sie ein CUP Syndrom haben, was nichts anderes bedeutet als: Cancer unknown Primarius, also ein Krebs mit unklarer Herkunft. Am ehesten vermutet man den Ursprung in der Lunge, was durchaus die Zellart (adenocarcinom) erklären kann.
Dieser hat bereits Tochtergeschwulste in der Lunge und den nochen verteilt. Dadurch ist eine Therapie sehr schwierig. Eine Operation aller Metastasen ist nicht möglich. Dennoch hat die Chemotherapie "Gut" angeschlagen, da sich die einzelnen Herde deutlich verkleinert haben. Das Wachstum und die Ausbreitung sind somit deutlich zurück gegangen. Von einer Heilung würde ich noch nicht sprechen, aber es besteht dennoch Grund zur Freude, da mit dieser Therapie das Tumorzellwachstum gehemmt werden kann.
Ob die Lebenserwartung damit steigt, muss leider offen bleiben und ich kann bzw. darf ihnen dazu nichts sagen, es wäre zu vage und ich möchte mich damit nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Dennoch, es bleibt die Hoffnung, dass eine deutlich bessere Prognose besteht, wenn die Chemotherapie angeschlagen hat.
Es ist sogar zu überlegen, ob durch eine weitere Chemo oder Bestrahlung der Tumor noch weiter reduziert werden kann.
Lassen sie bitte regelmäßig radiologische Kontrollen machen, ebenfalls eine Lungenfunktion.
Bei Schmerzen in den Knochen, rate ich ihnen umgehend zum Arzt zu gehen.

Wenn sie noch mehr Fragen haben, beantworte ich ihnen diese sehr gern.

Alles Gute

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. K. Hamann