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Dr. Höllering
Dr. Höllering, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 9871
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Höllering ist jetzt online.

Starker Schwindel bei Kopfbewegung, Angstst rung.... starke

Kundenfrage

Ich habe seit einigen Jahren einen Schwindel. es war bis jetzt immer ein leichter Schwankschwindel. bis zum 02.01.2011 diese Jahr, da habe ich in der Früh einen so starken Schwindel anfall bekommen, aber nur bei Kopfbewegung. Ich konnte zu diesen Zeitpunkt fast 1 Woche nicht mehr richtig laufen. Seit diesen Tag, hatte ich ca 6 dieser Anfälle, die aber immer schwächer geworden sind. Leider habe ich seit ca. 3 Wochen diesen Schwindel immer nur im Liegen. Ich liege auf dem Rücken und starre an die Wand, dann ist alles ok, sobald ich meinen kopf auch nur 1 mm nach rechts oder linke bewege, kommt dieser komische schwindel. Dann  halte ich wieder inne, und er ist weg. Ich habe MRT, EEG , Bluduntersuchung, HNO und Neurologe hinter mir. auch bin ich seit 6 Monaten in einer Pychsotherapie. Meine Frage ist... Kann denn wirklich so ein komischer Schwindel, der nur im liegen auftritt bei bestimmten Kopfbewegungen, Pychsisch sein? Ich habe Herzrasen, Herzstolpern... schweißausbrüche und ,Schwankschwindel. DAs alles schiebe ich auf meine Angststörung seit 5 Jahren. Aber dieser eine Schwindel... den kann ich mir nicht erklären...!!! Sogar beim MRT ist nichts dabei rausgekommen, und das hatte ich gemacht während ich diesen Anfall hatte vom Schwindel. Ich bitte um Hilfe. Vielen Dank
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

dieser Schwindel im Liegen: handelt es sich dabei denn auch um einen Schwankschwindel, oder ist dies ein Drehschwindel?
Ist Ihnen währenddessen auch übel?
Besteht eine Hörminderung?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Leinung,

ich kann das sehr schwer beschreiben. Es ist wie eine Fallneigung würd ich sagen. Das heißt, wenn ich jetzt im liegen auf dem rücXXXXX XXXXXege, und an die Decke starre, dann it ja quasi nichts. wenn ich dann leicht oder ganz nach rechts oder link kucke, dann habe ich für einen bruckteil einer Sekunde, eine extreme Fallneigung zu dieser Seite und meine ich fall jetzt aus dem Bett. Bleibe ich dann an dieser Stell mit dem Kopf so, dann ist der Schwindel weg und alles normal. Drehe ich Ihn dann zurück in die Mitte oder in die andere Richtung, kommt wieder eine Starke Fallneigung zur anderen Seite. Das gleiche ist auch im Kino. ich gehe ganz normal in den Film rein, und nach 2 stunden sitzen, will ich aufstehen und ich kann mich nur mit festhalten aus dem Kino begeben. Nach ca. 10 Minunten normaliert sich die Sache und ich kann wieder normal gehen. Selbes ist beim Schnorcheln oder nach langen autofahren. Es schwankt noch einige Zeit nach, wie auf einem Boot. Und ständig mit einer Fallneigung zu irgendeiner Richtung.
Hörverlust habe ich bei solchen schwerden Schwindelanfällen auch, dumpfer Druck imOhr und die stimmen hören sich ein wenig wie Mickimaus an. Bei den starken Anfällen habe ich mich oft übergeben. Bei dem Schwindel im liegen, ist mir noch nicht schlecht geworden, da es ja nur bruchteile von Sekunden sind. Es fühlt sich an wie eine Wahrnehmungsstörung.

Lagerungsschwindel wurde vom Neurologen und HNO ausgeschlossen.

Bei den starken Anfällen habe ich im Krankenhaus eine VOMEX Infusion bekommen und 1x eine Tavor, danach war der Spuck vorbei und ich konnte nach 2 stunden normal gehen.

Ich weiß nicht mehr weiter, da ich mich kaum noch aufs schlafen gehen freuen kann. Immer mit der Angst der nächste anfall kommt, und dieser lästige Schwindel im liegen.

Auch wenn ich im Bett liege und den Kopf übertrieben in den Nacken lege, das ich quasi einen halfen Kopfstand mache, dann ist der Schwindel unausstehlich.


Vielen dank für ihre Hilfe.
Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

eine psychische Begleitkomponente ist sicher nicht auszuschließen. Ich würde Ihre Beschwerden aber nicht auf die Psyche allein schieben, denn für eine psychische Ursache allein paßt hier einiges nicht zusammen, nämlich zum einen die starke Übelkeit mit Erbrechen und der dumpfe Druck im Ohr.
Daher glaube ich ebenso wie Sie an eine organische Ursache.
Sie sagen, ein MRT sowie neurologische und HNO-ärztliche Untersuchungen sind bereits gelaufen und ein Lagerungsschwindel ausgeschlossen.
Dazu hätte ich noch ein paar Fragen:
Ist mit Ihnen ein sog. Epleymanöver durchgeführt worden (spezielle Lagerungstechnik bei Verdacht auf einen sog. benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel)?
Hat der Neurologe mit Ihnen Tret- und Koordinationsversuche gemacht (also blind auf der Stelle laufen, Sie aufgefordert, virtuelle "Glühbirnen" in die Decke zu drehen)?
Hat der HNO mit Ihnen einen sog. Glycerolbelastungstest gemacht?
Traten bei Ihnen Augenzitterbewegungen während des Anfalls auf?
Sind Sie orthopädisch gesehen worden (Probleme mit der Halswirbelsäule, mit dem Kiefergelenk, Wirbelblockaden)?

Danke XXXXX XXXXX Beantwortung dieser Nachfragen! Sie helfen mir, Ihre Symptomatik besser zu verstehen und einordnen zu können.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für ihre weitere Antwort.

es wurde bei mir folgendes gemacht:

Epleymanöver .... Lagerungsschwindel ausgeschlossen
Tret versuche wurden beim HNO gemacht, laut HNO alles in Ordnung
Mit so einer Brille wurde mir in die Augen geschaut, während man mich auf die Seite gelegt hat und schnell wieder woanders hin. Es wurde eine leichtes Augenzittern festgestellt.

Glycerolbelastungstest wurde nicht gemacht.

Ich bin auch die ganze Zeit auf der organischen Ebene... aber es passen nunmal viele Puzzelteile nicht ins Bild, auch mein Pychsologe schließt Organisches komplett aus, obwohl ich so krasse Symthome habe.

1. Bei Alkohlgenuss ist der Schwindel besser, bzw erträglich, manchmal komplett weg
2. 1 Tag ist es extrem schlimm, so das ich kaum laufen kann, Fallneigung zu jeder Seite..... Angst vor dem Verrücktwerden, Angst immer sowas zu haben, ein Lebenlang.

am nächsten Tag ist alles weg und ich bin beim Bergwander oder im Kletterwald unterwegs, wo höchste Koordination gefragt ist.?!! Eben genau diese sachen lassen mich so zweifeln.

folgende Symthome begleiten mich seit Jahren, die aber meist immer alle auftauchen wenn ich total am Boden zerstört bin, wegen der ganzen "schwindelei"

1. Schwankschwindel mit Fallneigung
2. Herzrythmusstörungen die aber bereits beim Internisten überprüft worden sind, ca. 2000 Extrasytholen am Tag
3. Ohrendruck wenn ich in Stresssituationen bin
4. Panik Angst, in Lebenlagen wo ich nicht ohne weites raus komme, oder einfach machen kann was ich will
5. Arme oder finger schlafen ein
6. Druck im Kopf.... Druck am Nacken... Eingeschlafene Gehirnhälfte bei so einen Anfall


hier in dem Beitrag habe ich alles gut beschrieben:
http://www.med1.de/Forum/Psychologie/570908/

Vielen DAnk für Ihre hilfe,
nach Abgabe der nächsten Antwort, akzeptiere ich natürlich dann die 50 Euro.

Vielen Dank nochmal



Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

vielen Dank XXXXX XXXXX weiteren ausführlichen Informationen!

Für mich erhärtet sich der Verdacht, dass Ihre Beschwerden ihre Ursache im Innenohr haben könnten. Ich denke hierbei an den Morbus Menière. Bei dieser Erkrankung muß man bei der Diagnostik sehr sorgfältig sein und darauf achten, dass der klassische Verlauf mit Drehschwindel, Hörverlust und Ohrensausen häufig nicht auftritt, sondern die Symptome verändert in Erscheinung treten können. Ich selbst habe schon viele Patienten mit sog. monosymptomatischem Menière gesehen, die nur eines der Symptome hatten.
Weswegen ich bei Ihnen daran denke:
das wiederholte Auftreten dieser starken Schwindelattacken, die jeweils nur einen begrenzten Zeitraum und unabhängig von Aktivitäten wie Klettern etc auftreten, sowie die Übelkeit, der Ohrendruck und das Augenzittern (Nystagmus) sprechen sehr dafür. Ebenso ist es beim Menière ein Phänomen, dass es durch moderaten Alkoholgenuß besser wird. Die Erklärung dafür dürfte sein, dass sich unter dem Alkoholeinfluß die Flußstörung der Innenohrflüssigkeit (sog. Endolymphe) zu verbessern scheint.

Ich würde Ihnen daher Folgendes empfehlen:
lassen Sie - vielleicht am besten in einer Uniklinik (z.B. Hannover und Frankfurt am Main sind sehr zu empfehlen, aber auch Bonn, Erlangen und Freiburg sind sehr gut)- die gesamte Diagnostik machen. Das heißt im Detail: den erwähnten Glycerolbelastungstest, eine BERA und ggf. eine OAE (Messung der sog. otoakustischen Emissionen).
Bei diesen diagnostischen Verfahren findet man zuverlässig heraus, ob die Verdachtsdiagnose stimmt.
Sollten die Untersuchungen kein befriedigendes Ergebnis bringen, sollte noch einmal der Neurologe vor Ort (in derselben Uniklinik am besten) sich sowohl die Befunde (bringen Sie am besten alle Befunde inklusive Bilder mit)anschauen als auch Sie noch einmal gründlich untersuchen (auch speziell auf eine Störung im Kleinhirnbereich und Veränderungen im Kleinhirnbrückenwinkel hin).

Die Beschwerden sollten so schnell wie möglich abgeklärt werden. Nicht nur, weil Sie erheblichen Leidensdruck haben, sondern auch, weil die Erfolgsaussichten der Therapie am besten sind, je früher behandelt wird.

Ich hoffe sehr, dass Ihnen diese Hinweise weiterhelfen und Sie dadurch Ihre Beschwerden loswerden. Bitte geben Sie nicht auf!
Ich würde mich freuen, wenn Sie mich auf dem Laufenden halten würden (im selben Dialogfenster auch nach dem Akzeptieren jederzeit möglich).

Ich wünsche Ihnen viel Kraft für die kommende Zeit und gute Besserung!
Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

sofern Sie keine weiteren Fragen mehr haben, würde ich mich freuen, wenn Sie meine Antwort akzeptieren würden.

Danke!
Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

sofern Sie keine weiteren Fragen mehr haben, würde ich mich freuen, wenn Sie meine Antwort akzeptieren würden.

Danke!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank nochmal für die Antwort.

Ich habe gerade akzeptiert.

Danke nochmal für die Erklärung das es eventuell Morbus Menière sein kann.
Ich hatte darüber nochmal mit meinem Therapolten geredet, der meint es kann nicht sein das es das ist. Weil einige Sachen nicht zusammen passen. Ich habe auch MRT und alles gemacht, wo man sowas normal sehen sollte oder?
Mein Neurologe hat mir die Bilder mit nachhause gegeben und gesagt, hängen Sie es über Ihr bett damit Sie wissen das Sie organisch Gesund sind und eine Somatisierungsstörung haben.

Naja, schwer zu akzeptieren, wenn man so schlimme einschnitte ins Leben bekommt.

Vielen Dank nochmal
Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

vielen Dank fürs Akzeptieren!

Zu Ihrem Therapeuten und dem Neurologen kann ich leider nur sagen: schade, dass der Therapeut keine Ahnung hat und schade, dass Ihr Neurologe sich so wenig Mühe gibt.
Ich habe gestern noch mit einem sehr versierten Kollegen Ihren Fall diskutiert, da es mich nicht losgelassen hat. Er kam zu dem gleichen Ergebnis wie ich und war ganz meiner Meinung. Er rät Ihnen daher ebenfalls zu den oben beschriebenen Untersuchungen.
Im MRT sieht man den Menière leider NICHT. Ebenso sind dort auch kleinere Läsionen z.B. im Bereich des Kleinhirns nicht zu sehen. Hierfür wäre bsispielsweise ein Diffusions-MRT vonnöten.
Ihre Symptome sprechen eindeutig für eine organische Ursache.

Lassen Sie es daher bitte abklären und halten mich gern auf dem Laufenden.

Gute Besserung und herzliche Grüße,

Dr. Leinung

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