So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Arzt-Psychother...
Arzt-Psychotherapeut
Arzt-Psychotherapeut, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 219
Erfahrung:  allg. Medizin, Psychotherapie, Mehrjährige Erfahrung in stationärer und ambulanter Psychiatrie
59152463
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Arzt-Psychotherapeut ist jetzt online.

Liebe Experten, Mein Name ist Cornelia, ich bin 32 Jahre alt

Kundenfrage

Liebe Experten,
Mein Name ist Cornelia, ich bin 32 Jahre alt und eigentlich soweit "gesund".
Vor ca. 10 Jahren wurde mir,nach einer Blutuntersuchung, von meinem Hausarzt mitgeteilt,
dass mein Eisenwert sehr hoch ist ( laut seiner Aussage,aber nicht im bedenklichem Bereich).
Nun ist es aber schon die ganzen Jahre nicht anders. Immer wieder ähnliche Werte.
Vor 4 Wochen bin ich im Krankenhaus gelandet. Mir wurde eine Zyste an der Eileiter entfernt. Das Besondere an dieser Situation, ich hatte seit ca. 30 Tage mittlere bis starke Blutungen. Mein " Bluthaushalt" stimmte von vorn bis hinten nicht. Die Ärztin im Krankenhaus kam auf mich zu und fragte, ob ich Eisenpräparate nehmen würde. Nach ihrer Blutuntersuchung wären meine Werte viel zu hoch. Ich nehme keine.
Mein Problem ist, ich erhalte keine Sinnvolle Unterstützung.
Nach dem ich mich im Internet belesen habe, entdeckte ich die Erkrankung HÄMOCHROMATOSE.
Meine Frage an Sie als Experte ist. Zu welchem Arzt muß ich gehen, um endlich eine genaue Diagnose, über mein Problem zu bekommen? Ich glaube, dass sich die meisten Ärzte mit diesem Thema noch nicht befast haben und oft mals dies auch nicht wollen.
Ich habe keine Lust in 20 Jahren vor einem Arzt zu stehen und zu hören " Tja, sie haben Leberzirrhose, etc. .....)!
Ich möchte HEUTE schon etwas tun können, um Krankheiten von MORGEN zu verhindern.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Zeit, die Sie sich nehmen.
Hochachtungsvoll
Ihre Cornelia
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Arzt-Psychotherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrt/e Fragensteller/In, liebe Cornelia,

 

wie Sie berichten ist schon seit einiger Zeit ihr Eisenstoffwechsel auffällig und sowohl von 10 Jahren als auch dieses Jahr waren ihre Eisenwerte im Blut zu hoch.

In den Blutwerten gibt es freies Eisen, Transferrin (Transporteisen) und Ferritin (Speichereisen).

Der Verdacht auf eine Hämochromatose sollte bei erhöhten Werten für Ferritin oder erniedrigten Werten von freiem Transferrin (hohe Transferrinsättigung) im Blut gestellt werden. In diesem Falle sollte ein Gentest auf das Vorliegen einer genetischen Hämochromatose erfolgen. Ist dieser negativ, sollte eine Leberbiopsie (Gewebeentnahme aus der Leber) in Erwägung gezogen werden.

 

Therapeutisch kann bei bei definitiv festgestellter Diagnose einer Hämochromatose folgendes getan werden:

 

Die Therapie der Wahl ist der Aderlass und besteht aus zwei Phasen, die sich üblicherweise wie folgt gestalten:

Phase 1 (Initialtherapie): wöchentliche Aderlässe von 500 ml, bis der Ferritinspiegel unter 50 μg/l gefallen ist

Phase 2 (Langzeittherapie): lebenslange Aderlässe von 500 ml, um den Ferritinspiegel im weiteren Verlauf zwischen 50 und 100 μg/l zu halten (etwa 4-12 pro Jahr)

 

Eine andere Therapieform ist die Erythroapherese, wobei mehr Erythrozyten (rote Blutkörperchen) pro Behandlung entnommen werden können, wodurch die Häufigkeit der Behandlung reduziert werden kann und der Ferritinwert schneller absinkt als bei der einfachen Aderlasstherapie.
Medikamente:

Protonenpumpenhemmer haben einen hemmenden Effekt auf die Resorption von nicht-haem-gebundenem Eisen und können die notwendige Menge und Frequenz der Aderlässe vermindern.

Auch die Gabe von Deferoxamin dient der Eisenreduktion, diese Therapie ist aber nicht so wirksam, auch eine eisenarme Diat kann die Therapie unterstützen.

 

In Ihrem Falle empfehe ich Ihnen eine ausfühliche Blutuntersuchung aller Eisenbestandteile und eine Beratung durch einen guten Internisten, der sich mit Hämatologie und Gastroenterologie gut auskennt.

In grösseren Städten und an Universitätskliniken gibt es auch Fachärzte für Hämatologie ("Blutkunde") und Gastroenterologie bzw. Hepatologe ("Verdauungs- bzw. Leberkunde") die dafür die richtigen Ansprechpartner wären.

 

Ich hoffe Ihnen mit diesen Auskünften etwas weitergeholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüssen
Arzt-Psychotherapeut
M.M.
Bitte nicht vergessen, bei Zufriedenheit mit "AKZEPTIEREN" die Antwort zu honorieren, vielen Dank!
Bitte beachten Sie auch, dass eine Online-Beratung keine medizinische Betreuung, Diagnostik oder Therapie vor Ort ersetzen kann.

 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Medizin