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Dr. Hamann
Dr. Hamann, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 6667
Erfahrung:  Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
60343779
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Dr. Hamann ist jetzt online.

Guten Abend, bei meiner Mutter wurde vor 3 Monaten ein Port

Kundenfrage

Guten Abend,

bei meiner Mutter wurde vor 3 Monaten ein Port gelegt,oberhalb der Brust. Sie hat noch eine Chemobehandlung vor sich. Nun ist der Arm geschwollen und die Ärzte haben eine Thrombose in der Nähe des Portes entdeckt. Die Ärzte habe 2 Varianten vorgeschlagen, zum einen, über den Arm einen Katheter legen um die Thrombose durch ein ätzendes Mittel aufzulösen, was dann zu Blutungen führen kann oder 2 maltäglich Thrombosespritzen.
Was ist effektiver?
Nach ihrer letzten Chemotherapie lag sie anschließend wegen den Nebenwirkungen 7 Tage im Krankenhaus, es wurde ihr trotz Nachfrage unserer seits keine Thrombosespritze verabreicht, kann dies zur Thrombose geführt haben? Vorgeschichte ist der station bekannt.....
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir meine Fragen beantworten könnten.
Vielen dank XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo, es ist durchaus sinnvoll jemandem im Krankenhaus, der eine Chemotherapie bekommt auch mit Heparispritzen vor Thrombosen zu schützen, dennoch gibt es dafür keine Handlungsleitlinie oder eine Verpflichtung. Die Thrombose in der Portvene ist jedoch keine Folge einer unterlassenen Heparintherapie. Eher kann die Anlage des Portes verantwortlich dafür sein, weil das Blut darum herum eben nicht mehr so fliessen kann und sich eher Wirbel bilden, die eine Blutgerinnung auslösen. Daher ist es sinnvoll den Port zu spülen, mit einer hochdosierten Heparindosis, und gleichzeitig sollte eine Versorgung mit Heparinspritzen erfolgen, auch hier zweimal täglich. Das von den behandelnden Ärzten vorgeschlagene Prozedere halte ich für korrekt.

Ich hoffe, ich konnte ihnen mit dieser Information etwas weiterhelfen. Ich verstehe ihre Bedenken und ihre Ängste. Bitte sprechen sie mit den behandelnden Ärzten, bei der nächsten Chemotherapie den Einsatz der Heparinspritzen zu bedenken, da ja eine Thromboseneigung besteht.

Alles Gute

Mit freundlichen Grüssen

Dr. K. Hamann
Dr. Hamann und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Morgen Fr. Dr. Hamann,

zunächst vielen dank, für die rasche u. hilfreiche AntwortSmile
Der Krankheitsverlauf, 3 Op`s + Portanlage, die immer wiederkehrenden stat. Behandlungen nach der Chemo sind der behandelnden Station bekannt. U.a.kann man sich hier als Laie schon denken, das die Thrombosegefahr steigt, jedoch ist es sehr schwierig, das wenn man fast tag täglich mit diesem hiesigen Pflegepersonal konfrontiert ist und diesen immer wieder auf´s neueste auf wichtige Medikamentengabe erinnern muss und sich dann auch noch jedes mal anhören muss, das keine Absprachen statt finden...irgendwann ist die Geduldsgrenze erreicht.
Kurzes Beispiel, aufgrund das nach der Chemo die Neulasta nicht vertragen wird, hat sich die haupt. beh. Ärztin zu Vergabe von Granocyten 6 Tage am Stück entschieden (unabhängig von Blutwerten,also prophylakitsch.Normalerweise hätte sie diese ambulant i. d. Onkologie bekommen, da sie wegen ihren Beschwerden ja leider jedes mal stationär untergebracht wird, haben diese Schwestern es nicht geschafft, die Granocyten, wie verordnet, auch im Nachsorgekalender angegeben zu verabreichen....die eine meint, es hängt von den Blutwerten ab... bis man dann die zuständigen Ärzte erreicht hat, wurde unregelmäßig verabreicht.........

Weitere Frage wäre, ist es hilfreich, wenn der Port entfernt wird, kann sich dadurch der Blutverlauf wieder stabilisieren? Sie hat noch eine Chemo vor sich. Ist nun bei einer Thrombose bewegung gut oder nicht, der Arzt meinte, sie solle ihren Arm nicht zu sehr beanspruchen? Ihr wurden vor der Thrombose Krankengymnastik u. Massagen verschrieben, kann sie dies weiter machen oder spricht bei einer Thrombose was dagegen?

Vielen lieben dank für ihre AntwortSmile
Einige Fragen könnten sicherlich von den zahlreichen behandelnden Ärzten beantwortet werden, die jedoch meiner Meinung nach, vieles als selbstverständlich sehen, weil sie vom Fach sind, als Laie hat man dann doch etwas mehr Klärungsbedarf. Jedoch hat man schon "nur" als Angehöriger einer Chemopat. einen veränderten Alltag , man wird jeden Tag vor die Geduldsprobe gestellt u. es ist alles mit viel Zeitaufwand verbunden.
Und ich finde es sehr schön, das es dieses Forum gibt, wo man offene Fragen kurz u. präzise beantwortet bekommt.

Mit freundlichen Grüßen

E. Öztürk

Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

Gern beantworte ich ihre Fragen, zumal ich weiss, wie stressig d Alltag in der Klinik für alle Beteiligten ist. Dann vergisst man die ein oder andere Frage, oder traut sich nicht, den Arzt noch mit weiteren Anfragen zu belästigen.

Außerdem ist es immer eine extreme Belastung, nicht nur seelisch, wenn man einen Angehörigen bei seiner schweren Erkrankung begleitet.

Zu ihren Fragen:
-Ja, den Port würde ich, so lange er sich nicht entzündet belassen, da es eine komfortable Lösung ist, die Chemotherapie zu verabreichen, ohne zusätzlich ständig eine Infusionsnadel zu legen.

-Gymnastik und Massage halte ich durchaus für sinnvoll, einerseits ist Bewegung gut, anders als noch vor 10-20 Jahren ist man heute der Meinung, nach einer Thrombose so rasch wie möglich zu mobilisieren, also zu bewegen. Massagen fördern die Durchblutung des Bindegewebes und der Muskulatur, Berührungen der Haut verbessern die Psyche, daher ist eine Massage ratsam. Sofern eine Blutverdünnung besteht ( ich kann mir vorstellen, dass ihre Mutter Markumar bekommen wird), dann ist durch die Massage keine Embolie an einer anderen Stelle zu erwarten. Wichtig ist eine vorsichtige und sanfte Massage.

Alles Gute und ganz liebe Grüße

Dr. K. Hamsnn