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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Habe morgen einen Termin bei einem Gutachter (Arzt f r Neurologie

Kundenfrage

Habe morgen einen Termin bei einem Gutachter (Arzt für Neurologie und Psychiatrie) wegen Antrag auf Erwerbsminderungsrente. Später muß ich zum orthop. Gutachter.
Ich bin Angestellter 56 Jahre 60% Behinderung.
Habe Depressionen, Schwindel, Tinitus, Burnoutsyndrom, Tumor im Kleinhirn usw. und orthop. Probleme, wie Arthrosen Kniegelenk (künstliches Knie) demnächst, Spianlkanalstinose usw.
Wie soll ich mich beim psych. Gutachter verhalten?
z.B. viel, wenig Reden, übertreiben oder ganz normal.

Danke
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag !

Vorweg habe ich ein paar Fragen :
1. Sind sie noch "in Arbeit" bzw. wie lange sind sie ggf. krankgeschrieben ?
2. Welche Tätigkeit haben Sie ?
3. Wurde der Kleinhirn-Tumor entfernt ?

Grundsätzlich geht es ihnen ja wohl darum, dass sie als erwerbsunfähig eingestuft werden. Erfahrungsgemäss hilft dabei Übertreibung gar nichts. Der Gutachter wird entscheiden müssen, ob sie für eine Tätigkeit über 3 h am Tag (3-6 h) in der Lage wären zu arbeiten. Je nachdem, ob nun ob noch eine Beschäftigung vorliegt bezieht sich dies auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit. Bei Arbeitslosen aber auf eine wie auch immer geartete "leichte" Tätigkeit. Völlig unabhängig davon, ob es einen solchen Job gibt.

Sie haben nun eine ganze Latte von Beschwerden, die sie nachhaltig beeinträchtigen. Der Gutachter wird zunächst einige allgemeine Fragen stellen, die sich auch auf Orientierung und andere Grundfunktionen beziehen. Sie sollten versuchen, die Auswirkungen im Alltag möglichst realitätsnah zu beschreiben. Also : Wo sind sie im Alltag in ihren sozialen Funktionen "behindert". Wie sie sicher wissen, ist der GdB (Grad der Behinderung) nicht gleichbedeutend mit Erwerbsunfähigkeit. Es ist eher ungewöhnlich, dass man wegen Depressionen oder Tinnitus / Schwindel oder Burnout als vollständig erwerbsgemindert eingestuft wird. Eher wird einem empfohlen werden, im Rahmen einer stationäre Rehabiliationsmaßnahme eine erneute Begutachtung zu bekommen.

Sie sollen sich "normal" verhalten. Alles andere wird ihnen so oder so als "Rentenbegehren" ausgelegt. Da schneiden sie sich nur ins eigene Fleisch. Aber : Neurologen und Psychiater sind in aller Regel nette Menschen, die ihnen nicht schaden wollen (aber eben "leider" an die gesetzlichen Beurteilungskriterien gebunden sind). Viel Erfolg !
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie haben die antwort gelesen und gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung. Sollten sich keine Nachfragen ergeben , bitte die Antwort mit Akzeptieren abschliessen. Sonst bitte mir mitteilen, was gegen das Akzeptieren der Antworten spricht. Vielen Dank !
webpsychiater und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
1. Bin seit 17. Jan. krankgeschrieben, 24.3. OP re. Schulter Impingementsyndrom, auch linke Schulter betroffen seither krank komme bald 3 Wo. auf REHA.
Im Herbst soll mein Knie operiert werden.
2. Bin in einem Großraumbüro, wir digitalisieren Landkarten großformatig bis A0,
scannen, drucken von Archivkarten mit Stapenln von schweren Karten, auch am Schneidegerät A0 Drucke beschneiden, auch Mengen usw.
3. Der Tumor ist nicht zu entfernen, komische Lage, muß alle 2-3 Jahre zur Kontrolle ins Max-Plank-Inst. München z. Kontrolle, dieser verursacht Schwindel.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wenn eine Reha (zu Lasten der Rentenversicherung ?) erfolgt, wird dort auf jeden Fall auch eine sozialmedizinische Leistungsbeurteilung erfolgen. dann wären ja derzeit in Hinblick auf ihren Arbeitsplatz doch eher die orthopädischen Veränderungen relevant.
Vermutlich würde man sie nur für leicht bis mittelschwere Tätigkeiten arbeitsfähig einschätzen.

Da sie aber ja noch einen Arbeitsplatz haben, wird man sie nach der zuletzt ausgeübten Tätigkeit beurteilen können bzw. müssen.

Wenn sie beispielsweise Auto fahren, sollten sie etwas vorsichtig sein, ihre Schwindelsymptomatik in den Vordergrund zu stellen. Sonst hakt der Gutachter dann in Hinblick auf die Fahreignung nach. Wer nicht wegen Schwindel und Burnout arbeiten kann, wäre auch nicht für das Autofahren fahrtüchtig. Da lauern ein wenig "Stolpersteine", die man vermeiden könnte.

Eine weitere kleine Anmerkung habe ich noch : Ich arbeite selber in einer Rehaklinik (für Psychosomatik). Bei der sozialmedizinischen Beurteilung von so jungen Patienten wie bei Ihnen muss man ja bedenken, dass eine Erwerbsunfähigkeit fast immer ein Rentenniveau auf Hartz-IV-Satz bedeutet. Es sei denn, es liegt eine Berufsunfähigkeitsversicherung vor. In ihrem eigenen Interesse wäre daher eher eine weitere Förderung bzw. berufsfördernde Maßnahmen zu überlegen.
Haben sie sich bei der Rentenversicherung mal erkundigt, wie ihre finanzielle Situation im Falle einer Berentung wäre ?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die REHA bekomme ich wegen der Schulter-OP und orthopädisch.
Mein Arbeitsweg ist 60 km einfach, habe in meinenm Betrieb auch Probleme, wie Mobbing und in 2 J. ist mein Arbeitsplatz in Berlin. Wegen 60% Schwerbeh. kann ich mit 60 + 9 Mon. mit Abzügen in Rente gehen, die Höhe wäre ca. das Gleich als wenn ich jetzt Erwerbsminderungsrente bekäme, das sind genau 1180.- €, Steuern u. Krankenvers. schon abgezogen, also netto.
Auf das Autofahren könnte ich ohne Probl. verzichten.

Ehrlich, ich kann und will nicht mehr arbeiten.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Warten Sie die Begutachtungen ab. Ich sehe aber doch ganz erhebliche Bedenken, wie die Gutachter eine Erwerbsunfähigkeit begründen könnten. Ganz sicher haben sie erhebliche Beschwerden. Aber die Frage ist, ob dann an einem anderen Arbeitsplatz bzw. bei Behandlung nicht doch eine Tätigkeit möglich wäre. Die Kriterien sind in den vergangenen Jahren sehr sehr streng geworden. Leider gibt es fast immer das Problem, dass das individuelle und subjektive Leistungsgefühl ganz stark mit diesen Kriterien im Widerspruch ist.

Ich drücke aber die Daumen, dass die Gutachter ein Herz für Sie haben und sie in Rente schicken !

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