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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

meine Tochter (4) hat Angst beim Stuhlgang, und wird Sie es

Kundenfrage

meine Tochter (4) hat Angst beim Stuhlgang, und wird Sie es nicht rauslassen. Diese Zustand haben wir schon seit Sie 1 Jährig ist. Wir sind fast verzweifelt, ob das irgendwann normalisiert. Wir wären sehr froh wenn das Problem normalisiert, da wir nicht Sicher sind, ob das um ein psychologisches Problem handelt.


Die Kinderärztin hat Transipeg verschrieben. Seit zwei Jahren ununterbrochen geben wir ihr Transipeg. Seit über einem Jahr ist sie trocken, aber für Kaki haben wir ihr immer Windel angezogen, da der Stuhl immer flüssig war. Nun haben wir im April mit dem Transipeg aufgehört. Jetzt formt sich ja ein Würstchen und wir sind wieder dort, wo wir vor 2-3 Jahren waren: sie lässt es nicht raus! Sie ist permanent verstopft. Es schmiert und wir müssen wieder Windel anziehen.


Letzte Woche musste ich ihr einen Einlauf machen, weil sie nicht stuhlen konnte, nach einer Woche ohne Stuhgang. Sie sagt immer, es tut weh und ich nehme an, es tut weh, weil es zu lange im Darm bleibt. Mit Transipeg nehmen wir die Schmerzen weg und die Drama mit Geschrei und Hyperventilieren, aber wie soll sie denn lernen richtig Stuhl loszulassen, wenn es immer zu weich ist? und wenn etwas wirklich nicht in Ordnung ist mit dem Darm? Die Aerztin hat gemeint, es gäbe eine Darmspiegelung, aber das will ich meinem Kind ersparen, wenn es nicht sein muss. heute ist wieder der dritte Tag ohne Stuhl und ich verliere Nerven. Noch zu ihrer Ernährung: sie isst überhaupt keine Früchte, ich kann ihr ja sie nicht mit Gewalt verabreichen, aber sie trinkt gerne Fruchsäfte. Gemüse isst sie gerne und jeden Tag, roh und gekocht. Sie ist sehr wählerisch was das Essen angeht und sie probiert nicht mal die neuen Sachen. Also keine getrocknete Früchte, kein Yogurt oder Quark usw. Sie hat einen 2,5 jährigen Bruder, der alles isst. 

Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Es kann sich durchaus um ein psychologisches Problem handeln. Das Kind möchte den Stuhl "nicht hergeben", sondern behalten. Dieses Problem gehört aber zur Entwicklung dazu und wird von den Kindern im Laufe der Zeit abgelegt.
Wenn ich Sie richtig verstehe, hatten Sie das Problem mit Transipeg eigentlich im Griff, oder? Nur war der Stuhl zu dieser Zeit flüssig?
Transipeg ist nicht schädlich und kann daher über längere Zeit eingenommen werden. Vermutlich haben Sie es ohnehin nicht von einem Tag auf den anderen, sondern langsam abgesetzt, oder? Das jedenfalls wäre mein Vorschlag. Noch mal zurückzukehren zu Transipeg und es dann langsam auszuschleichen. Über Wochen, mit viel Geduld und wenn zwischendurch mal ein paar Tage kein Stuhlgang kommt, durchaus eine größere Portion als Einmalgabe.
Worauf Sie noch achten sollten: Ihr Kind sollte viel Wasser trinken und sich ausreichend bewegen. Wenn Sie davor keine Angst haben, gönnen Sie ihm ein Trampolin oder üben Sie mit ihm Seilspringen.
Und abends, wenn Sie gemütlich zusammen sitzen, gönnen Sie ihm eine Bauchmassage - 5 Minuten im Uhrzeigersinn.
Was die Ernährung betrifft, wären Ballaststoffe erstrebenswert. Die Kleinen mögen meist noch kein echtes Müsli, aber durchaus Kellogs und die kann man dann mit richtigen Körnern mischen.
Banane stopft im Übrigen, genau wie Schokolade und Karotte. Spinat und Birne (auch als Saft oder im Gläschen) sind gut für die Verdauung.

Die Abklärung mit Darmspiegelung oder Ähnlichem läuft ihnen nicht weg. Es ist nicht wahrscheinlich, dass ein mechanisches Problem vorliegt.

Mit freundlichen Grüßen - Dr. Schaaf
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Abend, Dr. Schaaf

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich mache mir Gedanke, XXXXX XXXXX Tochter eigentlich nur einmal pro Woche stuhlt . Das ist bei uns ein Normalzustand. Auch mit Transipeg. Ist es so zu akzeptieren? Ich kann es mir fast nicht vorstellen. Es ist wahr, sie sollte mehr Balaststoffe zu sich nehmen, damit die Volumen grösser werden. Ich gebe mir sehr Mühe, dass sie genügend trinkt. Sie isst nicht viel, aber sicher nicht zu wenig, ist aktiv und beklagt sich nie über Bauchweh.

 

Mit Transipeg war es immer Schmiererei. Ihre Haut im Schritt war entzündet und sie konnte fast nie eine Unterhose tragen. Wir gehen im August in den Kindergarten und ich habe fast Angst, dass es ihr dort passieren könnte, dass sie in die Hose macht, und Kinder sie dort auslachen. Wir besuchen momentan eine Kita und dort sind natürlich alle informiert, und sie trägt ihre Kaki immer nach Hause mit, also macht es nur zu Hause.

 

Mit Dosieren von Transipeg bin ich auch nicht sicher, wenn sie eine Woche nicht stuhlt. Es gab auch Zeiten, wo sie es bis zu 10 Tagen nicht gemacht hat. Wie viel darf man dann geben und wann soll man reagieren? ab dem 3. Tag, z.B?

 

Danke!

Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nur einmal in der Woche Stuhlgang ist schon sehr an der Grenze des Hinzunehmenden, es sollte mindestens zwei mal sein.
Was ich gestern noch vergessen habe: Sie sollten unbedingt feste Toilettenzeiten einführen. Am besten morgens nach dem Frühstück, bevor alle aus dem Haus gehen. Erst auf die Toilette, dann Händewaschen und Zähne putzen. Es ist sehr wichtig und äußerst hilfreich, dem Körper einen Rhythmus anzutrainieren. Wenn Sie damit anfangen, wird das natürlich nicht klappen. Macht aber nichts. Dann macht sie halt nur Pippi und bleibt noch ein bisschen sitzen und schaut, ob was kommt. Mit ein bisschen Glücke klappt es innerhalb von 4-6 Wochen einmal und dann immer wieder.
Wie dosieren Sie das Transipeg denn jetzt? Und wie sieht der Stuhlgang aus, wenn er kommt? Ist es dann eine "Riesenportion" und zwischendurch kommt Schmiere oder wie muss ich mir das vorstellen?

Mit freundlichen Grüßen - Dr. Schaaf
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Wir geben eine Packung Transipeg pro Tag vor dem Frühstück.

Erste 2-3 Tage nach dem Stuhlgang ist meistens alles sauber, dann kommt es immer wieder manchmal flüssig aus und verkrustet und bleibt in Krümmel überall. Genau dann weiss ich nicht, konnte sie es denn nicht halten? Hat sie es drinnen flüssig? Hat sie es zurück gehalten? Wenn es dann endlich rauskommt(nach noch ein paar Tagen Schmiererei), ist es nicht immer viel und stinkt, ist auch nicht spezielle Farbe. Alles Überreden nutzt nichts, sie bleibt auch lange auf der Toilette sitzen, aber verlangt dann auch nach der Windel und ist nach der Prozedere total ausser sich, wie auch die Eltern. Ich kann bei dieser Sache keine Regelmässigkeit erreichen, es bringt immer ein Konflikt und verdorbene Abende für alle. Ich weiss nicht mehr, wie wir daraus ausbrechen können, glaube aber nicht, dass Transipeg da hilft, weil es immer der gleiche Muster bleibt: Stuhgang, Warten,Schmiererei, noch mehr Transipeg, kommt flüssig raus und beginnt wieder von vorne. Ohne Transipeg stuhlt sie auch nicht öfters, aber mit viel Angst wegen dem Schmerzen. Heute ist der vierte Tag ohne Stuhl, es schmiert, wir tragen seit gestern wieder Windel in der Hoffnung und um uns Unterhose zu sparen, sie isst normal, sogar hat heute eher mehr als gewöhnlich gegessen. Sollte ich verlangen, dass sie jetzt Kaki rauslässt? Also gestern hat es gar nichts genutzt und heute habe ich es nicht mehr thematisiert, weil ich auch wegen Skandal von gestern traumatisiert bin und komme mir vor wie ein Monster.

Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Schmiererei ist flüssiger Stuhlgang, der sich an der Stuhlwalze vorbeischiebt, die nur einmal pro Woche rauskommt. Diesen Zustand muss man ändern, er ist auf Dauer schädlich.
Ich verstehe Ihre Verzweiflung und auch die muss jetzt unbedingt ein Ende haben.
Ich darf Ihnen online keine Therapieemfehlungen geben, möchte ich Ihnen aber dennoch ein Schema vorschlagen, dass Sie dann BITTE!!! mit Ihrem Kinderarzt absprechen.
Sie setzen sich mit Ihrer Tochter zusammen und sagen ihr:
Das mit dem Toilette gehen läuft schlecht für uns beide. Du ärgerst Dich, ich ärgere mich, wir streiten uns, das muss ein Ende haben. Ich würde gern Folgendes mit Dir ausprobieren und zwar ohne dass wir dabei streiten, sondern weil Du es selber willst.
Jeden morgen nach dem Frühstück setzt Du Dich 3 Minuten auf die Toilette und sagst Deinem Bauch, dass jetzt die richtige Zeit ist, um ?Kacki? zu machen. Wir sagen es dem Bauch einfach jeden Morgen, egal ob was kommt oder nicht und das machst Du ganz allein, ich bin in der Nähe, aber ich schau Dir nicht zu.

Geben Sie ihr vorläufig jeden Morgen 2 Beutel oder abwechselnd 1 und 2 Beutel, jedenfalls so viel, dass sie zweimal pro Woche Stuhlgang hat und das Schmieren aufhört.
Wenn das Schmieren doch wieder auftritt, warten Sie nur einen Tag, dann führen Sie sie mit 3 Beutel (nach Gebrauchsanweisung) ab.
Der Darm Ihrer Tochter ist mittlerweile sehr träge und muss aktiviert werden, mit Macrogol (Transipeg) ist das möglich, ohne dass schädliche Nebenwirkungen zu befürchten sind. Erstes Ziel ist es, dass Ihre Tochter zweimal wöchentlich Stuhlgang hat, der dann auch nicht mehr so weh tut, so dass sie langsam die Angst vor dem Stuhlgang verlieren kann. Gleichzeitig muss das Schmieren aufhören und es muss endlich der Stress aus der Angelegenheit verschwinden.
Im Gespräch mit Ihrer Tochter dürfen Sie ihr auch versprechen, dass die Schmerzen aufhören, wenn Sie mitmacht.
Sollten die eben genannten Ziele erreicht sein, kann man ganz langsam die Macrogolgabe reduzieren.
Wenn Ihre Tochter noch zu klein ist, um mit Ihnen seilspringen zu maXXXXX, XXXXX XXXXXfen Sie ihr bitte ein Trampolin. Entweder ein kleines für die Wohnung oder - besser - ein größeres für den Garten. Sie wird es lieben und eine bessere Gymnastik für den Darm gibt es nicht.

Was Ihre Nerven betrifft: Lesen Sie in Ruhe meine Empfehlungen, lassen Sie sich Zeit für die Entscheidung, ob sie so vergehen wollen oder nicht, Wenn ja, holen Sie sich das ok vom Kinderarzt und dann!!! setzen Sie Scheuklappen auf. Sie halten sich dann an das Schema und zwar in aller Ruhe und Gelassenheit. Vermitteln Sie Ihrer Tochter, dass es besser wird, dass es keinen Grund mehr für Streit oder Panik gibt.

Sie brauchen Geduld und dürfen sich nicht davon irritieren lassen, dass die Umstellung nicht von heut auf morgen klappt.


Mit freundlichen Grüßen - Dr. Schaaf
Dr. Schaaf und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank, XXXXX XXXXX sich Zeit für uns genommen haben! Wir besprechen die Strategie mit unserer Aerztin.

Mit freundlichen Grüssen, I. Naumova

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