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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Guten Tag ich bin momentan in einer sehr ratlosen Situation. Meine

Kundenfrage

Guten Tag

ich bin momentan in einer sehr ratlosen Situation.

Meine Mutter (74 Jahre) leidet immer wieder an Depressionen.
Wird sind bei einem Neurologen in Behandlung (der ihr bis jetzt immer super geholfen hat), der sie auf Wellbutrin, Flux Hexal Tabs und am Abend ein Lexotanil eingestellt hat. Sie nimmt die Tabletten , wobei nur das Flux Hexal neu ist, bereits ca. 4 Wochen, man konnte nach 2 Wochen eine Besserung feststellen, sie war motivierter, doch nun ist sie seit einer Woche wieder sehr abgeschlagen, macht sich nichts zu essen, sagt sie kann nichts essen , unserer Haus�rztin ist auch ratlos.
K�nnen sie mir einen Tip geben was ich tun soll.

Sie hatte im Dezember vorigen Jahres einen langen KH aufenthalt mit Lungenentz�ndung und danach einer Lungenembolie.

Vielen Dank
Gerlinde Pell
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Ich gehe mal davon aus, dass die Hausärztin und die zahlreichen anderen Ärzte so ziemlich alle erdenklichen medizinischen Ursachen ausgeschlossen haben.

Was fällt mir noch ein ?

1. Lexotanil : Dieses Schlaf- und Beruhigungsmittel ist ein zweischneidiges Schwert. Es hilft hervorragend akut, aber es verursacht auch schnell eine sog. Toleranzentwicklung. Das bedeutet, dass die Wirkung nachlässt und man entweder mehr oder häufiger von diesem Benzodiazepin nehmen muss. Es könnte sein, dass die Wirkung bei ihr nachlässt und sie in einen relativen Entzug kommt.

2. Antidepressiva : Antidepressiva wirken manchmal "enttäuschend". Das heisst nicht, dass sie nicht wirken. Aber nach einer anfänglichen Zeit der Besserung durch das Benzodiazepin Lexotanil wirken Antidepressiva häufig so, dass sie erstmal mehr Traurigkeit bzw. alle negativen Gefühle spüren lassen. Aus dem Gefühl der Gefühllosigkeit kommt man raus, aber dafür spürt man Trauer, Angst, Einsamkeit etc. Das ist eine vorrübergehende Phase, die eigentlich für eine Besserung der Depression spricht. Aber natürlich schwer auszuhalten ist.

Sie schreiben nicht, welche Dosis sie vom Fluoxetin (Flu Hexal) erhält. Hier wären 20 bis 40 mg schon sinnvoll, brauchen aber ca 2-4 Wochen, um eine Wirkung zu zeigen.

3. Schlaf
Gerade ältere Menschen schlafen zu viel. Hier wäre ggf. als Behandlung der Depression ein Schlafentzugsversuch sinnvoll. Schlafentzug wirkt antidepressiv. 1-2 Nächte mit gezieltem Schlafmangel bzw. Nicht-Schlafen kann die Depression bessern.

4. Aktivitäten und Kontakte
Wie sieht es denn mit Aufgaben bzw. sozialen Kontakten aus?

5. Psychotherapie `?
Hat Sie eine ambulante Psychotherapie ? Käme ggf. eine Tagesklinik in Frage ?
webpsychiater und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Also vom Flu hexal nimmt sie 20 mg in der Früh.
Sie hat starke Durchschlafprobleme.
Aktivitäten hat sie wenige, die sie aber auch nicht möchte.
Die einzige Ansprechperson bin ich.

Sie hat keine Psychotherapie.
Die Hausärztin meinte eine Einweisung in eine Psychotherapeutische Klinik , was aber nur über einen Facharzt möglich ist.

Was der Neurologe auch festgestellt hat, das sie eine Demenz vom Alzheimer Typ haben soll und sie hat begonnen mit Aricept zuerst 5 mg , dann 10 mg.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Zunächst ist es falsch, dass nur ein Facharzt in eine Psychotherapeutische Klinik einweisen kann. Die Überlegung des Neurologen hatte ich auch (wollte sie aber so bei dem vagen Verdacht online nicht stellen).

Ich hätte vermutlich statt Fluctin und Wellbutrin eher einen Therapieversucht mit Valdoxan gemacht. Dieses Antidepressivum ist gut bei Schlafstörungen, da es den Tag-Nacht-Rhythmus verbessert. Fluctin und Wellbutrin sind dagegen eher aktivierend.

Nun sollte man aber erstmal die Wirkung des Antidepressivum abwarten.
Gerade in Hinblick auf die ja doch nicht unerhebliche Frage der Alzheimer-Problematik würde ich eine Vorstellung in einer Gerontopsychiatrischen Ambulanz bzw. Memory-Klinik vorschlagen.
webpsychiater und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich danke XXXXX XXXXX mal für den Rat.
Ich werde morgen unseren Neurologen anrufen, da unsere Hausärztin diese Sachen immer gerne "abschiebt".
Es gibt bei uns in NÖ nur in Eggenburg eine Klinik und in Tulln,

aber was würden sie jetzt machen, eine Einweisung in eine Klinik oder die Wirkung des Medikaments noch abwarten und eine Medikamentenumstellung machen.

Sie bekam auch Haldol 1 mg dazu , das nahm sie 3x täglich, (wegen dem Apptetit) darauf wurde sie aber sehr müde , hatte starren Blick.... und es wurde wieder abgesetzt.
Ich bin selbst Krankenschwester aber momentan weiß ich nicht weiter.

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich würde Abwarten, wie es sich weiter entwickelt. Haldol kann (gerade wenn man an eine hirnorganische Ursache und Ängste denkt) auch hilfreich sein gegen die Unruhe und Schlafstörungen.

Eine Einweisung IN eine Klinik finde ich persönlich immer problematisch, wenn der Verdacht auf Alzheimer besteht. Ich habe länger in einer Gerontopsychiatrie gearbeitet. Das Problem ist, dass sich alte Menschen schwer orientieren und umstellen können und sich in einer solchen Klinik meist unwohl fühlen. Daher sind Tageskliniken oder Ambulanzen zu beovrzugen.

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