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Mustermann
Mustermann, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 114
Erfahrung:  Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin und Intensivmedizin.
48484863
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Mustermann ist jetzt online.

Ich habe zwei verschiedene Biopsiebefunde, wei nicht, was

Kundenfrage

Ich habe zwei verschiedene Biopsiebefunde, weiß nicht, was der Unterschied ist, oder ob einer besser oder schlechter als der andere ist: 1. Frühere Befunde H06049-03 Mikroskopischer Befund: An der Oberfläche der Schleimhaut sieht man ein regelhaft differenziertes Urothel mit gehöriger Schichtung und Schirmzellen an der Oberfläche. In der Tunica propria spräliche lympho-plasmazelluläre Entzündungsinfiltrate. Die Muskularis ist unauffällig. 2. Frühere Befunde H0424409 H06049-03 An der Oberfläche erkennt man reaktiv proliferiertes Urothel ohne Atypien. Angrenzend teils ödematöses fibromuskuläres Gewebe der Harnblasendwandung mit kleinherdigen Einblutingen, Gefäßhyperämie und minimaler Rundzellininfiltration. Atypische Zell- und Kernformen fehlen. Ich weiß nicht, ob der eine oder andere Befund besser oder schlechter ist, ob es ein und dasselbe ist, oder ob es sonst irgendein Unterschied gibt. Für Ihre Nachricht wäre ich Ihnen dankbar.

Sehr geehrte Damen und Herren,
mir ist noch ein Detail eingefallen, was bei der Beantwortung meiner Frage wichtig sein könnte.
Bei der 1. Biopsie wurde eine Probe von 0,2 cm entnommen, wo man in der Tunica propria die lympho-plasma-
zellulären Entzündungsinfiltrate gefunden hat.
Bei der der 2. Biopsie wurde ein 0,2 x 0,1 cm großes Gewebestück entnommen. Vielleicht könnte das bedeuten
daß in der Tunica (welche Wand auch immer das in der Blase sein mag, vielleicht hat die Blase mehrer Wände)
nichts mehr zu sehen war, aber etwas tiefer in irgendeiner anderen Wand dann das andere entdeckt hat.
Für Ihre baldige Nachricht wäre ich Ihnen sehr verbunden und verbleibe,
mit freundlichen Grüßen Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag. Gerne beantworte ich Ihre Frage. Selbstredend kann ich hier keine Diagnose stellen oder Therapien einleiten, sondern nur allgemein beraten.

 

Normalerweise folgt nach dem beschreibendem Befund des mikroskopischen Bildes, die Sie hier abgeschrieben haben, eine Beurteilung des Pathologen. Beide Befunde passen zu einer Harnblasenentzündung, wobei der histologische Befund nicht mit dem klinischen Bild übereinstimmen muss. D. h. von dem mikroskopischen Befund kann man nicht auf die Schwere oder Prognose der Erkrankung schließen. Das Entscheidende bei beiden Befunden ist, das kein Zeichen eines Harnblasenkrebses gefunden wurde.

Die Blase hat nicht mehrere Wände, sondern eine Wand. die aus mehreren Schichten aufgebaut ist.

Von innen nach außen sind dies:

Schleimhaut ("Urothel")

Muskelwand ("Tunica muscularis"), die wiederum aus drei Schichten besteht

Bindegewebe

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Nach Ihrer Antwort hat die Blase insgesamt 4 Schichten

1. Urothel die Schleimhaut, die "Tunica muscularis" besteht wiederum aus

3 Schichten.

Bei mir war im 1. Befund davon die Rede, daß in der "Tunica propria"

eine lympho-plasmazelluläre Entzündungsinfiltrate gefunden wurde.

Es wurde eine Probe von 0,2 cm entnommen. Beim 2. Befund wie ich glaube

ein etwas großeres Gewebestück von 0,2 x 0,1 cm. Meine Frage lautet ob man

daraus entnehmen kann, daß in der sog. "Tunica propria" die Entzündungsinfiltrate

verschwunden ist, aber etwas tiefer (größeres Gewebestück) in der Hinterwand die

zuvor genannte Diagnose festgestellt wurde, die man beim 1. Befund nicht gesehen

hat, da das entnommene Gewebestück kleiner war.

Für Ihre Antwort danke XXXXX XXXXX im voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Erni Jähde

Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.

So mechanisch dürfen Sie das nicht sehen. Das Gewebe der Blase ist gefältelt, kann stark gedehnt werden, hat unterschiedlich dicke Stellen. D. h. eine Biopsie mit der gleichen Zange kann bei der gleichen Untersuchung an 2 verschiedenen Stellen unterschiedlich tiefe Schichten erfassen. Auch die vom Pathologen angegebenen Messwerte sind meist nur geschätzt und hängen davon ab, wie die gewebeprobe auf dem Objektträger platziert wurde. Manche Pathologen schreiben auch nur Vergleichsmaße aus dem Alltag, wie zB "stecknadelkopfgroß". D.h. zusammengefaßt: Von den Maßangaben im Befund können Sie nicht auf die erfaßten Gewebeschichten rückschließen. Und da die Biopsien ja sehr klein sind, ist dies nur eine Art Stichprobe. 2 mm weiter weg könnte der Befund schon wieder anders von der Beschreibung her aussehen. Deshalb kann man schlecht von schlimmer oder besser sprechen. Man sieht eben Bilder, die zu einer Entzündung passen. Aber man sieht keine Tumorzellen.

 

Erschwerend kommt hinzu, dass die Bezeichnungen nicht immer eindeutig sind. Tunica propria oder Lamina propria ist eine dünne Bindegewebsschicht unter den Schleimhautzellen.

 

Ich weiß, dass Ihr Interesse, ob Ihre Erkrankung besser geworden ist nicht befriedigt wird, aber die Befunde geben nicht mehr her.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielleicht ist es noch möglich mir den Unterschied zwischen

lympho-plasmazelluläre Entzündungsinfiltrate und

ödematöses, fibromuskuläres Gewebe

zu erklären.

Für Ihre Nachricht danke XXXXX XXXXX im voraus und verbleibe,

mit freundlichen Grüßen

Erni Jähde

Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Plasmazellen sin de eine Unterart der Lymphozyten, diese gehören zu den weissen Blutzellen ("Leukozyten"). Diese gehören zum Immunsystem und wandern bei Entzündung in das betroffene Gewebe ein, um dort ihre Arbeit zu verrichten, nämlich die erreger zu beseitigen. Dabei kommt es zu einer Wasseransammlung im Gewebe, zum Ödem. Fibromuskulär bedeutet Mischung aus Muskel und Bindegewebe. Dies kann eine krankhafte Umbildung von Muskel in Bindegewebe bedeuten, oder der Pathologe hat ein Ödem des Bindegewebes und der Muskulatur gesehen und dies sprachlich zusammengefaßt. Deshalb ist die abschließende Beurteilung auf dem Befund der Schlüssel, um das alles werten zu können, also das, was der Pathologe aus seinen Beobachtungen herausliest. Die Beschreibung allein führt nicht zum Ziel.
Mustermann und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Dr. Seidl,


mir fällt noch eine weitere Frage zu Ihrer obigen Antwort ein. Sie


schreiben, daß Leukozyten bei Entzündung ins betroffene Gewebe


einwandern um Erreger zu beiseitigen. Können diese auch


wirkunsvoll eine ausgebrochene erregerlose Entzündung bekämpfen?


Bei dieser Gelegenheit stelle ich gleich noch eine 2. Frage. Ich


schaffte es gerade noch zur Toilette. Habe in einen Messbecher


Wasser gelassen, der zeigte 500 ml an. Ist es besorgniserregend,


wenn man bei bereits 500 ml das Wasser kaum noch halten kann.


Für Ihre Nachricht danke ich Ihnen im voraus und verbleibe,


mit freundlichen Grüßen


Erni Jähde