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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 11585
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Warum f llt es Allgemeinmedizinern und Kardiologen so schwer,

Beantwortete Frage:

Warum fällt es Allgemeinmedizinern und Kardiologen so schwer, eine Herzmuskelentzündung, viral, zu diagnostizieren, nur weil im Echolot keine Vergrößerungen zu erkennen sind, wenn der Verlauf und die Beschwerden für mich nach über einem Jahr mit starker Infektschwäche und Herzschwäche bis zu Atemnot und Atemschwankungen sowie Brusraumschmerzen etc. eindeutig sind. Ich schone zu wenig, weil außer meinem Mann keiner sehen will, was los ist, und breche bei den geringsten Belastungen ein, wie ein Einreißen etc.?auch verglichen mit dem Text auf dieser Internetseite - gleichzeitig chronisch verlaufende Borrellose und krasse Verschlimmerung der Herzsymptomatik bei erneutem Schub.?
Ist eine Herzkatheteruntersuchung sinnvoll? Was kann man außer Schonen noch tun? Brauche ich Bettruhe wegen der starken Symptomatik? Kann nicht einmal mehr eine Trepe ohne Beschwerden laufen oder Gemüse putzen etc., 3mal bücken. Ich lehne ein Belastungs-EKG ab, weil die Überbeanspruchung zu wochenlangen Verschlimmerungen führen, wie an der Sterbensgrenze, bis sich das Herz etwas erholt. Nach Belastung wird es oft stundenlang noch schlimmer.
Die Heilpraktikerin hat mehrfach kinesiologisch oder mit Bioresonanz Viren, Pilze, Parasiten festgestellt: Cocksackien, Herpes - und schulmedizinisch natürlich Borrellien jetzt wieder. Weil ich kein Jammerer bin und midenke, stellen mich die Ärzte als Simulantin hin bzw. sind einfach passiv.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

eine Herzmuskelentzündung ist leider per se sehr schwierig zu diagnostizieren, insbesondere eine viral bedingte. Der Grund ist, dass man weder im EKG noch in der Echokardiographie oft nichts Spezifisches sieht und es noch immer keine einheitlichen und verbindlichen Diagnosekriterien gibt. Die Diagnose wird - entsprechend der Erfahrung der Kollegen vor Ort - meist rein klinisch gestellt.

Früher hat man versucht, durch eine Gewebeentnahme aus dem Herzmuskel den Beweis für die Diagnose zu erbringen. Heute ist man hier glücklicherweise weiter. Mittels des Herz-MRTs - idealerweise in Kombination mit einem speziellen Kontrastmittel, das die Herzmuskelstrukturen noch besser abbildet, kann eine Myokarditis inzwischen sehr zuverlässig feststellen.
Einen Herzkatheter sollte man nur dann durchführen, wenn der begründete Verdacht besteht, dass die Herzkranzgefäße ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen sind und die Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung des Herzens droht. Eine Belastungsuntersuchung ist hingegen NICHT indiziert.

Hinsichtlich der Therapie ist es vordringlich, dass in erster Linie die Herzschwäche behandelt wird. Betablocker und Nitro sind hier bereits ein ganz guter Ansatz, aber sicher allein nicht ausreichend.
Bei der viralen Myokarditis gibt es derzeit Therapieansätze mit Interferon. Dies ist aber Studienzentren vorbehalten und hat bislang noch keinen allgemeinen Praxiseingang gefunden.
Sollte bei Ihnen eine Herzerweiterung vorliegen, wäre eine blutverdünnende Therapie zu überlegen.

Ggf. wäre es sinnvoll, sich an ein spezialisiertes Herzzentrum zu wenden, damit dort weitere Untersuchungen bzw. Therapien eingeleitet werden können. So sind Ihre Beschwerden auf Dauer ja kein Zustand!
Die Unikliniken Leipzig, München, Erlangen oder z.B. Hannover sind hier recht gute Anlaufstellen.

Ich hoffe, diese Hinweise helfen Ihnen weiter!

Gute Besserung!