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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Hallo, ich habe seit einigen Tagen (Wochen wei es nicht

Kundenfrage

Hallo,

ich habe seit einigen Tagen (Wochen? weiß es nicht so genau) ein immer mal wieder auftretendes Taubheitsgefühl im linken Arm. Heute war es besonders präsent den ganzen Tag über und seit ca. 1 Stunde glaube ich, dass es auch im rechten Arm losgeht.

Wenn man dazu googelt, bekommt man es ja mit der Angst zu tun...Schlaganfall, Gehirntumor, Multiple Sklerose...

Nun hab ich echt Angst und weiß nicht so recht, was ich machen soll - sofort einen Arzt aufsuchen?

Gibt es denn eine Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es eine von den oben genannten Horrorkrankheiten ist, zu ermitteln?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !
Wie alt sind Sie denn ?

Sind bei ihnen irgendwelche Vorerkrankungen oder Risiken bekannt ?

Zunächst einmal ist Häufiges häufig. Häufig wäre, dass sich derartige Taubheitsgefühle einstellen, wenn man muskuläre Anspannung im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule hat. Beispielsweise bei Stress / Angststörungen.

Die gute Nachricht zuerst : Bei beidseitigen Beschwerden im rechten und linken Arm kann man einen Hirntumor oder einen Schlaganfall schonmal ausschliessen. Und MS eigentlich auch !

Sie könnten bei einem Hausarzt eine orientierende Untersuchung erhalten. Bei Verdacht auf "mehr" würde dann eine orthopädische und ganz eventuell auch neurologische diagnostische Weiteruntersuchung erfolgen.

Gute Besserung !
webpsychiater und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich bin 38 Jahre alt, weiblich, Mutter von 3 kleinen Kindern.
Muss ich jetzt noch mal 43 EUR bezahlen, wenn ich jetzt hier antworte?
Es sind keine Vorerkrankungen bekannt, meine Urgroßmutter hatte mal einen Schlaganfall, von dem sie aber keine Schäden davontrug und sie war damals auch schon sehr alt!

Ich leide auch nicht unter Bluthochdruck o.ä.
Psychische Krankheiten hatte ich bisher auch nicht, eigentlich halte ich mich da auch für sehr stabil. Allerdings hab ich in letzter Zeit immer wieder mal Angstmomente, wenn ich von irgendwelchen Krebs-, Tumor-, Hirnblutungs- und ähnlichen Todesfällen höre. vor allem wegen der Verantwortung für meine Kinder...

Ach ja - und eigentlich bemerke ich keinerlei muskuläre Verspannungen oder Rückenschmerzen momentan. Würde man die denn auf jeden Fall bemerken?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Zunächst : Nein, natürlich müssen sie nicht nochmal zahlen. Wäre ja noch schöner. Bitte also nicht nochmal auf akzeptieren drücken...

Man muss die Verspannungen nicht spüren. Gerade bei Angst und Anspannung, die man als Mama von Kids ja zwangsläufig hat, kann sich der Atemtyp von der normalen tiefen Bauchatmung hin zu einer flachen Brustatmung verändern. Dann werden aber Muskelgruppen angespannt, die man als Atemhilfsmuskulatur bezeichnet. Sie waren urgeschichtlich dafür gedacht, 30 Min Kampf oder Flucht zu schaffen. Nicht aber eine Dauerbelastung. Diese Muskeln setzen in der Brust, an der Schulter, Hinterkopf etc an. Wenn diese Muskeln längere Zeit verspannt sind, hat man leichter diese Beschwerden.

Dennoch würde ich sicherheitshalber eine neurologische Vorstellung und Untersuchung empfehlen. Einmal, um ausschiessen zu lassen, dass sie ein Bandscheibenproblem (sog. Wurzelreizsyndrom) haben. Dann aber auch, um ganz auf Nummer sicher in Richtung entzündlicher Hirnerkrankungen zu gehen. Ich sehe dafür zwar weit und breit keinen Anhalt, dennoch solte man durch Messung der Nervenleitgeschwindigkeit und ggf. sog. Visuell evozierter Potentiale mal weiter schauen. Sicher ist sicher
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

ich würde Sie gern nochmal etwas zu der obigen Sache fragen.
Inzwischen war ich in der Klinik, es wurde ein CT gemacht (unauffällig), Blutuntersuchung (ebenfalls unauffällig). Auch die neurologische Untersuchung brachte keine Auffälligkeiten. Der Neurologe vermutete wahrscheinlich Psychosomatik.

Seitdem ich das weiß haben zumindest die Taubheitsgefühle nachgelassen und das komische Augengefühl ist eigentlich auch ganz weg.

Der Neurologe sagte, MS hält er für sehr, sehr unwahrscheinlich, ebenso einen Schlaganfall. Zur Sicherheit empfahl er mir ein MRT, eigentlich will ich das aber nicht machen lassen, weil ich mich nicht noch weiter reinsteigern und die Psychosomatik verstärken will.

In den letzten Tagen hatte ich nur gelegentlich noch ein komisches Gefühl im linken Unterarm/den Fingerknochen, linken Fuß. Hin und wieder hab ich einen komischen Schwindel. Leicht schwankend. Es ist nur ganz leicht und kommt so intervall-/wellenmäßig.

Halten Sie es für wahrscheinlich, dass da irgendwas dahintersteckt, was nicht psychisch ist? Durchblutungsstörungen? Ein kleiner Schlaganfall? Wenn ja, was würde man in dem Fall tun?

Ich bin mir nun einfach total unsicher, was ich ignorieren soll und was nicht. :(
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich stimme der Beurteilung des Neurologen unbedingt zu.

Es ist sehr sehr unwahrscheinlich, dass da nun eine neurologische Erkrankung wie MS oder aber ein Schlaganfall dahinter steckt. Das hatte ich ja oben auch schon geschrieben. Nun ist in der Medizin nichts unmöglich, aber durch die jetzt durchgeführten Untersuchungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschliessen.

Selbst wenn es nun eine neurologische "Erkrankung" wäre (egal ob MS oder Schlaganfall) würde man derzeit genau die gleiche Form der Behandlung wählen : Abwarten und nichts machen. Allenfalls eben auf Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Rhyhtmusstörungen bzw. Gerinsel im Herz achten (die sie aber nicht haben, wenn das EKT sonst unauffälig ist).

Wie ich oben schrieb, glaube ich eher an eine Stressproblematik bzw. Beeinflussung der Atmung / Atemhilfsmuskulatur.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

*schäm*

leider muß ich Sie noch mal belästigen, ich hoffe, es ist das letzte Mal.
Inzwischen war ich beim HA, Blutergebnisse stehen noch aus. Ein MRT wird leider erst in 4 Wochen stattfinden. Ich weiß nicht, wie ich es so lange aushalten soll. Ich habe praktisch Dauerstress, weil ich richtig große Angst habe.

Und ich hätte so gern, dass Sie mir diese Angst etwas nehmen können.
Meine Beschwerden haben sich inzwischen geändert. Die Taubheitsgefühle an Armen, Beinen sind eigentlich komplett weg. Übrig ist folgendes: Schwindel, zeitweise unscharfes Sehen, Schwindelgefühl beim Fernsehen, Hitzewallungen bzw. Schweißausbrüche. Manche Tage sind fast normal, manche Tage richtig schlecht.
Ach ja - und gestern abend hatte ich fast schon Hyperventilation (das ist nun eigentlich wieder weg).

Können Sie mir - anhand der beschriebenen Situation - meine Angst davor, dass es schlimme Ursachen dafür gibt - etwas nehmen?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Natürlich ist das kein neurologisch "ernstes" Problem, sondern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eben durch innere Anspannung und damit verbundene Veränderung der Atmung (Brustatmung) bedingt.

Wenn sie mir mal ein Gefühl von Entspanntsein und Gesundheit beschreiben sollten. Wenn sie völlig gesund wären. Welche Farbe müsste ein Zimmer haben, das dieses Gefühl ausdrückt ? Welcher Bodenbelag wäre darin ? Wäre es hell oder dunkel ? Gehört ein Geruch oder Geräusch dazu ? Wie würden sie sich in diesem Zimmer fühlen ?

Wie verändert sich das Zimmer, wenn ihre Angst auftritt ?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
gesund/entspannt = hell, orange?, ich weiß nicht, an Geräusch fällt mir Kinderlachen ein, Alltagsgeräusche, fröhliche Musik

Angst = dunkel.

So richtig kann ich das gar nicht beantworten. Die Angst ist derzeit paraktisch permanent da. Ich kann die Gedanken nicht abschalten. Bzw. ich nehme wahr, dass mir schwindlig ist, und schon ist die Angst wieder da.

Läßt sich denn auch das unscharfe Sehen mit dem Unentspanntsein erklären?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Genau so ist es . Wenn sie angespannt bzw im Alarmzustand sind, nimmt man eben auch unscharf wahr bzw. die Gedanken kreisen ständig.

Stellen sie sich mal eine helle, weiche, warme , orangefarbene Kugel in der Mitte ihres Kopfes vor und tippen dann abwechselnd ca 10 mal auf die rechte und linke Schulter oder Oberschenkel. Damit können sie ein schönes, nicht-alarmiertes Gefühls abspeichern. Wenn sie dann an die Kugel denken bzw. diese Wechselbewegung rechts links machen, wird das Gefühl der Angst kurzzeitig etwas weniger

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