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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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Hallo, meine Schwester hat ziemlich gro e Zysten an Niere

Kundenfrage

Hallo, meine Schwester hat ziemlich große Zysten an Niere und Leber. Vor 1 Woche wurde sie mit einem Blutdruck 240 ins Krankenhaus geflogen. EKG, Blut alles ok. Sie hat ziemlich große Schmerzen an der rechten Körperseite und Bauchschmerzen. Im Krankenhaus hat man sie nach einer Woche nach Hause geschickt ohne Befund... Sind die Zysten zu behandeln??? Was können wir tun??? Kopfschmerzen hat sie auch regelmäßig. Man kann es an ihrem rechten Augenlid erkennen, das dann etwas "hängt"...
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

In aller Regel besteht kein Anlass dazu die Cysten zu behandeln. Das sind ja nur flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, die so keinen Krankheitwert haben. Ausnahmen bestätigen diese Regel. Wenn die Nieren an bestimmten Stellen durch die Lage und Grösse der Cyste "gestaut" werden, kann es zu Problemen führen. Das scheint aber bei ihr nicht der Fall gewesen zu sein, sonst wäre im Krankenhaus da was gemacht worden.

Der Bluthochdruck ihrer Schwester könnte die Kopfschmerzen verursachen (oder Kopfschmerzen auch mal Bluthochdruck). Da würde ich mir mehr Gedanken machen, ob eben eine Blutdruckproblematik besteht. Sonst müsste man auch an Migräne denken, wenn sich so ein neurologisches Symptom wie hängendes Augenlid quasi ankündigt. Wird sie darauf behandelt ?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
NA ja, nur dass die flüssigkeitsgefülltenHohlräume aber sehr große Probleme bzw. Schmerzen bereiten! Es kann doch nicht sein, daß hier nur gesagt wird "es ist halt so" und die SChmerzen werden ignoriert.... Sie kann nicht arbeiten, ist schlapp und fühlt sich sehr ehlend! Kann es nicht sein dass hier eine Leberzyste einblutet und daher die Schmnerzen kommen
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,

so wie Sie die Beschwerden Ihrer Schwester beschreiben, ist hier am ehesten vom Krankheitsbild der polyzystischen Nierenerkrankung auszugehen (deshalb finden sich sowohl Zysten in der Niere als auch in der Leber). Der Kollege liegt mit seiner Annahme leider völlig falsch, dass die Zysten und der Hochdruck sowie die Schmerzen in keinem direkten Zusammenhang stehen. Genau das Gegenteil ist der Fall:
Durch die multiplen Zysten im Nierengewebe kommt es erst zur Entstehung des hohen Blutdrucks und der Kopfschmerzen. Die starken Schmerzen im Rücken- und Flankenbereich sind ebenfalls dadurch verursacht.
Die Schmerzen Ihrer Schwester lassen sich (zumindest vorübergehen) lindern, indem die Zysten drainiert werden. Hierzu wird über eine dünne Nadel die Flüssigkeit in den Zysten abgelassen, was schnell zu einer erheblichen Erleichterung seitens der Patienten führt. Darüber hinaus stehen Medikamente zur Verfügung, die die Vasopressinproduktion, die bei Zystennierenpatienten meist erhöht ist, zu drosseln, wodurch sich ebenfalls eine Verbesserung der Symptomatik erreichen läßt.

Für SIE als Schwester ist Folgendes noch wichtig: bei der polyzystischen Erkrankung gibt es eine nicht-erbliche, aber auch eine erbliche Variante. Bei Ihrer Schwester sollte z.B. mittels einer Gewebsuntersuchung festgestellt werden, um welchen Typus es sich handelt. Sollte es sich um die erbliche Variante handeln, wäre es wichtig, dass auch Sie und die übrige Familie sich (zumindest einmal per Ultraschall)untersuchen lassen. Sollten sich Hinweise auf weitere erkrankte Familienangehörige ergeben, sollten Nierenfunktion und Blutdruck regelmäßig überprüft werden, damit frühzeitig entsprechende Therapiemaßnahmen einzuleiten.
Die polyzystische Nierenerkrankung spielt leider eine der Hauptrollen in der Entstehung des terminalen Nierenversagens (Verlust der Nierenfunktion), wird aber häufig erst sehr spät, häufig zu spät erkannt, da die Krankheit lange Zeit relativ symptomarm verläuft.

Da die Ärzte in dem besuchten Krankenhaus nicht auf die Situation reagiert haben, wäre ggf. eine Vorstellung in einer größeren Nephrologischen Abteilung oder evt. gleich in einer Uniklinik zu empfehlen, damit Sie, Ihre Schwester und Ihre übrige Familie eine adäquate Diagnostik und sofern erforderlich, gleich eine entsprechende Therapie erhalten.

Gute Besserung für Ihre Schwester!
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank, XXXXX XXXXX schon eine viel genauere Auskunft - mit der ich/wir was anfangen können. Ist das "drainieren" nicht gefährlich? (Bakterien ect.) Und das Zystengeweben wird sich ja in jedem Fall doch wieder füllen und wieder Schmerzen verursachen, oder?
Kann gerade in der Homöophatie nicht das wachsen der Zysten wenigstens zum Stillstand gebracht werden?? Die Ärzte haben irgendwie schon aufgegeben... - viel zu früh, meine Schwester ist gerade mal 47!! Sie muß mit Dialyse rechnen, basta! Sonst könne man gar nichts tun...
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

das Drainieren ist nur eine vorübergehende Lösung und wird angewendet, um schnell Entlastung und damit Schmerlinderung zu erzielen.
Da ein solcher Eingriff stets unter streng sterilen Bedingungen durchgeführt wird, ist das Infektionsrisiko insgesamt gering.
Anstatt bzw. zusätzlich zu der Drainage sollte aber die o.g. Vasopressinsuppressionstherapie durchgeführt werden, um die Symptome zu verbessern.
Darüber hinaus ist es essentiell (um die Gefahr für Schlaganfälle etc zu minimieren), den Blutdruck adäquat einzustellen. Auch hier ist der Nephrologe vor Ort der beste Ansprechpartner, da dieser sich auch mit der Hochdrucktherapie sehr gut auskennt.

Zu Ihrer Frage nach der Homöopathie: die Zystenniere (mit Befall der Leber) ist eine meist angeborene Erkrankung, d.h. durch einen Gendefekt kommt es zu einer Fehlentwicklung des Nierengewebes. Homöopathisch kann man hier keinen Einfluß nehmen, da sich die Geninformation im Gewebe nicht dahingehend verändern läßt, dass die Gewebszerstörung aufgehalten werden kann.

Dass die Ärzte im Krankenhaus Ihre Schwester aufgegeben haben, müssen Sie so nicht hinnehmen, weshalb ich noch einmal auf das Hinzuziehen eines Spezialisten hinweisen möchte. Insbesondere in einer Uniklinik kennen sich die Kollegen in der Regel sehr gut auch mit diesem Krankheitsbild aus und können z.B. die o.g. Vasopressinsuppressionstherapie durchführen. Darüber hinaus kann das Fortschreiten der Erkrankung zwar nicht vollständig aufgehalten werden, aber gebremst. Verlieren Sie also bitte nicht den Mut!
Die Nierenspezialisten vor Ort können nicht nur die Nierenrestfunktion ermitteln, sondern z.B. auch feststellen, ob tatsächlich eine Dialyse umumgänglich ist. Denn, wenn nur eine Seite bei Ihrer Schwester betroffen ist, wie Sie sagen, kann die Gegenseite die Funktion der kranken Niere übernehmen.
Das bedeutet, durch eine geeignete Therapie kann durchaus eine Dialyse vermieden werden. Hierzu wäre aber eine fundierte Diagnostik und Einschätzung durch die genannten Spezialisten wichtig.

Bitte lassen Sie sich nicht entmutigen! Noch sind nicht alle Mittel ausgeschöpft!

Gute Besserung für Ihre Schwester und Ihnen viel Kraft für die kommende Zeit!
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

Sie haben meine ausführliche Antwort gelesen, ohne bisher zu reagieren.
Gibt es Ihrerseits noch weitere Fragen? Diese beantworte ich Ihnen gerne.

Ansonsten würde ich mich freuen, wenn Sie meine Antwort durch das Anklicken von "Akzeptieren" honorieren würden.

Danke!
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

Sie haben meine ausführliche Antwort gelesen, ohne bisher zu reagieren.
Gibt es Ihrerseits noch weitere Fragen? Diese beantworte ich Ihnen gerne.

Ansonsten würde ich mich freuen, wenn Sie meine Antwort durch das Anklicken von "Akzeptieren" honorieren würden.

Danke!
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich finde die Antwort einigermaßen zufrieden stellend! Jetzt weiß ich zwar ungefähr was sie hat, aber weiß immer noch nicht ob es heilbar ist oder sie über kurz oder lang an die Dyalyse muss...
Schade auch, daß ich schon bezahlen musste ohne daß ich auf "akzeptieren" gegangen bin... Wird hier doch anders vereinbart, oder????
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,
solange Sie nicht akzeptiert haben, wird auch nichts von Ihrem Konto abgebucht.
Allerdings wäre das Akzeptieren Ihrerseits angesichts meiner sehr ausführlichen Antworten wünschenswert.
Gerne gehe ich im Anschluß daran noch dezidierter auch auf Ihre weiteren Rückfragen ein.
Vielen Dank!
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,
solange Sie nicht akzeptiert haben, wird auch nichts von Ihrem Konto abgebucht.
Allerdings wäre das Akzeptieren Ihrerseits angesichts meiner sehr ausführlichen Antworten wünschenswert.
Gerne gehe ich im Anschluß daran noch dezidierter auch auf Ihre weiteren Rückfragen ein.
Vielen Dank!

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