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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Sehr geehrte rzte, ich hoffe Sie k nnen mir helfen. Hatte

Kundenfrage

Sehr geehrte Ärzte,

ich hoffe Sie können mir helfen. Hatte im Jänner 2011 eine Fehlgeburt in der 21 SSW. Das wäre mittlerweile die sechste Fehlgeburt!
Jetzt leide unter Panickattacken, hab Herzrasen, druck in der Brust und Magengegend, Muskelzukungen, Druck in den Augen, traue mich nicht die Strasse zu berqueren, Erstickungsgefühl, Müdigkeit, Zittern usw.
Wie kann ich diese Symptome, selber in den Griff bekommen zB. wenn ich in der Arbeit bin, auf der Strasse, bei Freunden? Ich weis nämlich nicht weiter, so ein Leben ist unerträglich!
Bitte um Hilfe!
mit freundlichen Grüßen
S. Tomic
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Von den beschriebenen Symptomen muss man an eine Panikstörung mit Agoraphobie (= Vermeidung von Orten und Situationen) denken, von der Schilderung der Anlässe aber auch an eine Posttraumatische Belastungsstörung, d.h. eine durch traumatische Erlebnisse ausgelöste Symptomatik.

Das könnte zumindest eine Erklärung bzw. zumindest Hinweis sein, warum nun die Psychotherapie offenbar nicht half bisher.
Nun ist es etwas optimisch anzunehmen, dass sie sich allein besser oder wirksamer helfen können, als dies eine professionelle Therapie vermag.

Da Sie aber gezielt danach fragen, möchte ich Ihnen ein Verfahren empfehlen, dass sie auch selber anwenden können. Dazu werden Ängste bzw. Gefühle (auch der Sicherheit und Gesundheit) in innere Bilder übersetzt und dann über Augenbewegungen (oder Klopfen) wie im Traumschlaf verarbeitet.

Wenn sie sich beispielsweise einen Zustand von Gesundheit (vor den Ängsten) bzw. "besser als erwartet" vorstellen sollten und mir dieses Gefühl als ein Zimmer beschreiben sollten :
Welche Farbe hätte die Wand ?
Was für ein Bodenbelag wäre im Raum ?
Wäre es hell oder dunkel?
Warm oder kühl ?
Gehört ein Geräusch oder Geruch dazu ?

Wie würden sie sich in diesem Raum fühlen ?
Wäre dieses Gefühl schwer oder leicht ?
Rund oder eckig ?
Welche Farbe passt dazu ?
Bewegt sich die Form ?

Stellen sie sich mal diese Form in dem Zimmer vor und machen 10 mal Augenbewegungen von rechts nach links oder tippen abwechselnd auf die rechte und linke Schulter.

Wie würde sich die Form bzw. das ZImmer verändern müssen, um ihre Angst bzw. gegenwärtige Gefühlslage zu beschreiben ?
webpsychiater und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

 

danke für die rasche Antwort!

Es ist mir klar das es ohne professionele Hilfe nicht funktionieren kann, dieses Problem zu bewältigen.

Sobald ich eine Panickattacke bekomme, kann ich mich an gar nichts mehr konzentrieren, da ist die Angst zu sterben da, ohnmächtig zu werden, glaube die Angst vor Angst sogar

.

Meine Gedanken sind total dunkel und kalt, aber ich kann nicht konkret sagen dieses oder jenes denke ich mir jetzt, da alles irgendwie doch so weit weg ist. (hab die Übung ausprobiert)

Zusätzlich habe ich vergessen zu erwähnen das ich auch dieses Kribbeln am ganzen Körper hab, was das ganze noch mehr erschwert.

Nur welche Therapie soll ich versuchen, was wäre das richtige für mich, bin unfähig mich zu entspannen (kann nicht mal bei massage am Bauch liegen, da ich das Gefühl hab zu ersticken)Vielleicht sollte ich sexuellen Missbrauch auch erwähen von meinem 12-ten bis 19- Lebensjahr.

Wie ich es alleine in den Griff bekomm war die Frage wegen Firma, soll doch nicht jeder mitbekommen wie schlimm das ganze ist. Ich werde den Gedanken nicht los, das ich Sterben könnte an meinen symptomen und hab natürlich Angst vom Tod.. ich glaube es gibt nichts mehr vor was ich keine Angst hab. Somit tue ich mir schwer gewisse Sachen bzw. etwas schönes, entspannendes vorzustellen.

Gefühle zu zeigen ist für mich unmöglich.

Danke für Ihr Verständnis und hoffe erneut auf eine rasche Antwort.

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ganz ehrlich ?

Sie benötigen eine längere stationäre Psychotherapie mit Schwerpunkt Traumatherapie (komplexe Posttraumatische Belastungsstörung bzw. Dissoziative Störungen). Natürlich geht das Kribbeln auch zu den Angstsymptomen. Aber sie werden mit einer herkömmlichen Psychotherapie der Angst (Verhaltenstheapie) nicht weit kommen. Weil es traumatische Grunderfahrungen gibt. Sie müssten erstmal über Immaginationsverfahren lernen, sowas wie einen Inneren Sicheren Ort zu entwickeln (schauen sie dazu auch mal auf www.emoflex.de und dort Innerer Raum). Dann sich mit den Traumata bzw. der Angst auseinandersetzen.

Sie werden zwar nicht an der Angst bzw. den Symptomen versterben, aber es würde sich dauernd so anfühlen, als ob. So wie eine ständige Folterandrohung. Das ist dann ein Leben ohne Lebensqualiität. Natürlich kann man das aber schon qualifiziert behandeln.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Danke für Ihre ehrliche Meinung!

 

hoffe das man es auch anders und nicht stationär behandeln muss.

mit freundlichen Grüßen

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Natürlich kann man auch versuchen, eine ambulante Therapie zu machen. Nur dürfte das schon deshalb schweirig sein, weil der "Stress" im Alltag zu einer Daueralarmierung führen wird. Und es ja schon bei den Panikattacken schwer ist, überhaupt regelmässig die Therapie aufzusuchen. Zudem muss der Therapeut überhaupt erstmal den Unterschied zwischen Angst und Trauma (erlernt oder erschreckt) erkennen.