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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Guten Abend, mein Name ist J rgen G nter aus Halle. Bei meiner

Kundenfrage

Guten Abend, mein Name ist Jürgen Günter aus Halle.
Bei meiner Tochter Angelina (geb.12.02.2008) wurde auf der Intensivstation durch die Fehlplatzierung einer Magensonde ein 14-tägiger Aufenthalt u.a. mit Intubation, vielen Medikamenten (Morphin etc.) ausgelöst.
Meine Frage, da mir sonst jeder Arzt keine wirkliche Antwort geben möchte oder kann, kann durch eine fehlplatzierte Magensonde, über die reichlich Nahrung aspiriert wird und die die Lunge verletzt hat ein Pneumothorax und ein Pneumomediastinum entstehen ????
Ich danke XXXXX XXXXX die Antwort im voraus.
Mit freundlichem Gruß

Jürgen Günter
email:[email protected]
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

"Eigentlich" soll und kann eine Fehlplatzierung einer Magensonde nicht vorkommen, da sie ja überprüft werden muss. Dennoch ist auch so ein Fehler möglich, gerade wenn eine schwere Grunderkrankung oder intensivmedizinische Problematik die Behandlung erschwerte. Das kann dann auch dazu führen, dass eine Fehlpunktion, d.h. Anstechen durch einen Katheter (zentraler Venenkatheter ?) oder die Magensonde im Extremfall zu einem Pneu (mothorax) führen könnte. Häufig entsteht aber der Pneumothorax aber eben auch spontan so dass es schwer abzugrenzen ist.

Aber grundsätzlich halte ich schon einen ärztlichen Fehler hier für durchaus wahrscheinlich.

Gute Besserung für ihre Tochter !
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX schnelle Antwort.
Der med. Behandlungsfehler wurde bereits durch den Haftpflichversicherer des Krankenhauses eingeräumt und man hat eine Schmerzensgeldzahlung in Höhe v. 2000 € von sich aus angeboten. Wir haben allerdings versucht deutlich zu machen, dass es uns hier nicht primär um eine Zahlung für unsere Tochter geht, was offensichtlich niemand versteht.....
Wir wollen für unsere Tochter die Sicherheit haben, dass sie bei dem Auftreten von etwaigen Spätfolgen nicht "im Regen " steht. Die ganzen Medikamente wie Kortison , Morphin etc. können ja auch diverse Nachwirkungen haben bzw. der Umstand das unsere Tochter jedes mal bei einer "kleinen" Erkältung eine Bronchitis zu kurieren hat (hier muß dann fasst immer mit Budenobronch inhaliertwerden).
Kein Arzt bisher hat sich getraut zu sagen, dass es durchaus sein kann, dass Angelina immer wieder Probleme mit der Luft(Lunge) haben könnte.....

Wie sehen Sie das aus Ihrer Sicht ?
Die Fehlbehandlung ist gegeben !!!
Kann ausgeschlossen werden, dass es keine, in kausalem Zusammenhang, stehende gesundheitlichen Schäden geben wird ?

MfG Jürgen Günter
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das ist eine sehr schwierige Frage. Ausschliessen kann man NICHTS. Dabei sehe ich allerdings die Komplikationen bzw. möglichen Folgen weniger im Pneumothorax als möglicherweise einer sog. Schocklunge (ARDS). Hier wäre aber auch wichtig zu wissen, wegen welcher Grunderkrankung ihre Tochter ursprünglich überhaupt in der Klinik war.
Ich weiss nicht, ob sich eine entsprechende Komplikation eingestellt hat, es ist aber eben eine mögliche intensivmedizinische Folge...

Die Medikamente Kortison oder Morphin werden keine Spätfolgen verursachen. Insgesamt würde ich auch nicht davon ausgehen, dass sich Folgen negativer Art ergeben müssen. Ob nun eine Bronchitis (bzw. etwaige sog. Obstruktion) ursächlich auf die Probleme in der Klinik zurückgeführt werden könnten wird sehr schwer zu belegen sein. Hier wäre aber sicher zu empfehlen, sog. Lungenfunktionsuntersuchungen durch einen Pneumologen durchführen zu lassen. Einfach um eine etwaige jetzige Einschränkung objektivieren zu können.
Dennoch würde ich ihnen gefühlsmässig raten, nicht auf die Schmerzensgeldzahlung einzugehen sondern vielmehr sich von einem Fachanwalt beraten zu lassen. Natürlich geht es nicht um Geld. Aber sie sollten eben nicht mit einer Abfindung etwaige Folgen ausschliessen lassen. Das ist schon ein ziemlich kompliziertes Gebiet...
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Bei der Aufnahme am 12.02.2008 , 16.47 Uhr lauteten die Diagnosen: Neugeborenes der 38+4 SSW, GG 3670g Atemnotsyndrom Grad I Neugeboreneninfektion Pneumomediastinum arterielle Hypotonie;katecholaminpflichtig Unserer Tochter wurde am 12.02.2008 ein Nabelaterienkatheder(NAK), ein Nabelvenenkatheder(NVK) und eine Magensonde (MS) gelegt. Sie wurde erstmals am selben Tag um 16:53 geröntgt mit dem Befund: NVK tief im rechten Vorhof, so dass der Katheder um ca. 3 cm zurückgezogen werden sollte. Im Beckenbereich fehlliegender NAK, der die Aorta nicht erreicht. Magensonde liegt korrekt. Am 14.02.2008 wurde unserer Tochter um 14:00 eine neue Magensonde gelegt ! Um 15:15 im Verlauf der Behandlung und Durchführung weiterer Röntgenaufnahmen wurde die Fehllage der Magensonde, deren Spitze sich auf den rechten Herzrand projeziert, festgestellt. Die Sonde wurde dann gezogen... Durch die Fehllage der Magensonde ist das klassische Bild eines Pneumomediastinums provoziert worden, zusätzlich ist eine mittel- und posterobasale Unterlappenatelektase hinzugekommen. Die Fehllage der MS hat zu einem Einbringen von Nahrung und nachfolgend zu einer Aspirationspneumonie geführt. Angelina musste deshalb auch antibiotisch behandelt werden. Darüber hinaus musste sie auch vom 15.02.-18.02.2008 zusätzlich beatmet werden! Durch die Fehllage der MS und der sich daraus ergebenden Notwendigkeit, musste unsere Tochter mehrfach, mindestens 9 mal im Zeitraum vom 14.02.-25.02.2008 geröntgt werden (das soll ja auch nicgt wirklich gesund sein ...) . Im Rahmen der weiteren Vorsorgeuntersuchungen durch die Kinderärztin wurde ein ASD 2 und eine Pulmonalklappenstenose diagnostiziert und durch einen Kinderkardiologen bestätigt. Merkwürdig ist nur, dass der Kardiologe von einem angeborenen ASD 2 gesprochen hat. Wie kann das bei so vielen Röntgenaufnahmen nicht bemerkt werden???? Oder kann es durchaus einen Zusammenhang mit dem NVK, welcher zu tief im rechten Vorhof war geben ??? Das Loch in der Herzwand muss ja irgend wo her kommen..... MfG Jürgen Günter
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Bei einem so kleinen "Wurm" ist es medizinisch verdammt schwierig, immer alles richtig zu machen. Das soll keine Rechtfertigung sein, nur eine Erklärung.

Wie ich schon annahm, bestand schon ein Atemproblem (Atemnotsyndrom), was zur Intensivbehandlung Anlass gab (so ohne Grund macht man das ja auch nicht).
Der ASD 2 bzw. die Pulmonalklappenstenose ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit NICHT Folge der Behandlung. Das ist angeboren , muss aber im Röntgen nicht zu sehen sein.

Bitte bedenken Sie, dass es hier um Milimeter in der Behandlung geht, die die richtige oder falsche Lage ausmachen können. Leider ist bei ihrer Tochter nun eine Fülle von Problemen aufgetreten bzw. schon vorher vorhanden. Letztlich ging es um das Überleben.

Ich kann das ein wenig nachempfinden, da ich selber einen (von 2 Söhnen) mit einigen Problemen um die Geburt hatte.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sollten sich erstmal keine weiteren Rückfragen ergeben, würde ich mich über das Akzeptieren meiner Antworten auch freuen :-)

Vielen Dank !

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