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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 11175
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Hallo, mein Mann hat Lungenkrebs Stufe 4,weil er eine EGFR

Kundenfrage

Hallo,
mein Mann hat Lungenkrebs Stufe 4,weil er eine EGFR ? Mutation nachweisen konnte,hat er von Oktober bis März Iressa bekommen. Aber seine Atemnot ist seit Januar wieder schlechter geworden. Die CT-Bilder schauen gut aus, und jetzt ist guter Rat teuer.Weil niemandem eine Erklärung eingefallen ist, hat man einfach wieder auf Chemo mit taxol umgestellt. Jetzt hat mein Mann starke Schmerzen bekommen.Bisher hat er nur Novalgin genommen. Ich hab aus dem Krankenhaus noch Tilidin da.Kann ich das dazugeben?
Wäre das eine gute Kombination?
Kann mir jemand helfen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

das Tilidin können Sie dazu geben.
Wenn Sie das Retardpräparat zuhause haben, können Sie Ihrem Mann maximal 600 mg/Tag geben. Allerdings bezweifle ich, dass die Potenz des Tilidin reichen wird, um Ihrem Mann die Schmerzen zu nehmen, da es sich um ein vergleichsweise wirkungsarmes Opiat handelt.

Ich würde Ihnen daher Folgendes dringend empfehlen:
im Krankenhaus arbeiten in der Abteilung für Anästhesie auch Schmerztherapeuten (Anästhesisten mit Zusatzausbildung). Wenn Ihr Mann jetzt so starke Schmerzen hat, sollte die Lungenfachabteilung bitte ein sog. Schmerzkonsil anfordern, damit Ihr Mann optimal eingestellt wird. Ggf. können Sie auch direkt in der Schmerzambulanz des Hauses anrufen und direkt einen Termin vereinbaren (wenn Sie Unterstützung benötigen, sagen Sie bitte Bescheid).
Alternativ ist das auch im ambulanten/niedergelassenen Bereich möglich, aber meist schwieriger und dauert länger.

Eine optimale Schmerztherapie ist entscheidend für die Erhaltung der Lebensqualität. Leider stelle ich im klinischen Alltag immer wieder fest, dass die schmerztherapeutischen Möglichkeiten nicht voll ausgeschöpft werden, obwohl genügend Präparate zur Verfügung stehen.

Alles Gute für Sie und Ihren Mann!

Für Rückfragen können Sie mich gern kontaktieren.
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

Sie haben meine Antwort gelesen, jedoch bislang nicht reagiert.

Haben Sie noch offene Fragen? Diese beantworte ich Ihnen gerne.

Ansonsten würde ich mich freuen, wenn Sie meine Antwort durch das Anklicken von "Akzeptieren" honorieren würden,

danke!
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

Sie haben meine Antwort gelesen, jedoch bislang nicht reagiert.

Haben Sie noch offene Fragen? Diese beantworte ich Ihnen gerne.

Ansonsten würde ich mich freuen, wenn Sie meine Antwort durch das Anklicken von "Akzeptieren" honorieren würden,

danke!
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Werter Herr Dr. Leinung,
Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich weiß auch ,daß man am besten zum Schmertherapeuten geht, aber weil die HA meinte ich soll doch in die Klinik gehen, wo er gerade behandelt wird, bin ich dann erst mal dorthingegangen. Da gibt es aber keine Schmerztherapeuten.
Es war eine Katastrophe. Er ist am 26.4.2011 verstorben.
Viele Grüße M. Burger-Breisinger
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Burger-Breisinger,

bitte verzeihen Sie, dass ich erst heute auf Ihre Mail antworte, aber erst jetzt finde ich die nötige Ruhe dazu.

Ihre Nachricht über den Verlust Ihres Mannes und die Umstände seines Todes hat mich sehr betroffen gemacht!

Es kann Ihnen nur ansatzweise nachempfunden werden, was Sie gemeinsam mit Ihm haben durchleiden müssen und wie schwer es für Sie sein muß, den weiteren Lebensweg nun allein und ohne ihn zu gehen.

Es ging mir sehr nahe, von Ihnen zu hören, dass für Ihren Mann eine wirksame Schmerztherapie nicht möglich gemacht werden konnte. Leider sind noch immer viele Kliniken nicht mit solchen Spezialisten ausgestattet, was es den Patienten schwer macht, auf würdige und schmerzfreie Weise heimzugehen.

Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie in der kommenden schweren Zeit einen starken Rückhalt in Ihrer Familie finden, die Sie hoffentlich die traurigen Erfahrungen der vergangenen Wochen und Monate besser verarbeiten läßt.

In aufrichtiger Anteilnahme,

Ihr
Dr. Leinung