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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren,ich w hle diesen Weg, weil

Kundenfrage

Seit einiger Zeit fühle ich mich geistig und körperlich erschöpft. Ich arbeite seit 1999 im Direktvertrieb (Außendienst und Innendienst). Seit ca. 1,5 Jahren werde ich zunehmend demotivierter. Seit einiger Zeit wache ich Nachts auf und habe Herzrasen. Dann gehen mir wieder alle möglichen Dinge durch den Kopf und ich kann nicht mehr schlafen. Am nächsten Tag ist es dann immer wieder eine wahnsinnige Überwindung, überhaupt an die Arbeit zu gehen. Ich arbeite zwischen 56 und 60 Stunden in der Woche (regulär) und habe in letzter Zeit das Gefühl, dass ich mich immer mehr in mich zurückziehe. Ich bin früher Radrennen gefahren, habe Gitarre gespielt und bin gerne mit anderen Menschen zusammen gewesen. Seit über einem Jahr gehen mir jetzt Menschen auf die Nerven und ich muß mich immer öfter zusammenreisen, damit ich nicht meiner Kundschaft gegenüber gereizt reagiere. Meine Hobbys sind mir mittlerweile völlig egal und meine Freunde ziehen sich auch zurück, weil mit mir ja nichts mehr anzufangen ist. Ich vergesse ständig alles mögliche und hänge Tagträumen hinterher. Abend bin ich dann immer froh, wenn ich meine Wohnungstür hinter mir schließen kann, den Fernseher anmache und irgendwas leckeres esse. Außerdem trinke ich fast jeden Abend ein Bier um runterkommen zu können. Vor zwei Wochen hatte ich eine Woche Urlaub um mich zu erholen. Das hat auch überhaupt nicht geklappt. Ich fühle mich total gehetzt und will alles gleichzeitig machen. Dabei bekomme ich nichtmal eine Sache geregelt. Vor anderen Menschen habe ich manchmal sogar Panik. Ich verstehe mich grad selbst überhaupt nicht. Was kann das denn sein. Hoffentlich kein Burn Out??!! Das wäre meine größte Angst. Vielen Dank für Ihre Antwort.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !
Sie schildern ja ein Ungleichgewicht zwischen Belastungen und Entspannungsmöglichkeiten bzw. - fähigkeiten. Wenn man im Urlaub oder Wochenende nicht mehr die Baterien aufladen kann, ist dies schon ein Alarmzeichen, genauso wie der nicht-erholsame Schlaf.

Psychotherapeutisch nennt man das dann eine Anpassungsstörung mit gemischten Merkmalen. Ob man das nun "Burn-out" nennt ? Das ist ein so schlecht definierter "Laienbegriff", da wäre ich mal vorsichtig...

Ich beschreibe es lieber wie folgt : Stellen sie sich ein Schwimmbecken vor. Über den Tag sammeln sich da emotionale Be-LAST-ungen bzw. Stress wie Schwebeteilchen am Boden. Eigentlich müsste jetzt im (Traum-)Schlaf eine Art Putzroboter (REM-Schlaf) ausreichend lange und ausreichend tief abtauchen und da saubermachen. Irgendwann reicht der Schlaf aber nicht für die Last, der Müll sammelt sich an und wird bei jeder Gelegenheit aufgewirbelt. Bei Stress, Ärger und Konflikten wirbelt es dann als Gefühlsausbrüchen oder Aggressionen, man kann nicht mehr flexibel reagieren. Irgendwann rotiert der Putzroboter auch tagsüber weiter in einem Zwischenstadium von Nicht-ganz-wach und aufgedreht. Häufig auch als Sorgenmühle bzw. Hamsterrad....

Hier kann man versuchen, zunächst mehr Freiräume zu schaffen. Wieder Hobbies und Kontakte aufnehmen. Dann den Schlaf verbessern über eine bessere Schlafhygiene, ggf aber auch dem Schlafhormon Melatonin (30 min vor dem Schlaf als Circadin oder Antidepressivum Valdoxan, sonst über Internetapotheken).
Sie sollten versuchen, 30 bis 60 Min an der frischen Luft zu verbringen. Idealerweise bei Sport, Gartenarbeit oder so... (ich weiss.....).
Dann wäre auch das Erlernen eines Entspannungsverfahrens wie die Progressive Muskelentspannung sinnvoll.
Persönlich gut finde ich ein ungewöhnliches, aber schnell wirksames Verfahren (siehe www.emoflex.de), das ich zur Stressbewältigung sehr empfehelen kann (aber nicht allgemein verfügbar).

Wenn dies nicht reicht, wäre auch die Gabe eines Antidepressivum wie Johanniskraut oder ein SSRI zu überlegen bzw. im Rahmen einer Verhaltenstherapie der Sache weiter auf den Grund zu gehen.

Gute Besserung !

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Kann ich ihnen mit einer weiteren Rückfrage weiterhelfen ? Sonst würde ich mich über das Akzeptieren der Antwort freuen. Vielen Dank !

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