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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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Meine Frau leidet unter Angst-und Panikatacken.Dabei hat sie

Kundenfrage

Meine Frau leidet unter Angst-und Panikatacken.Dabei hat sie ein Dauerluftnotgefühl und meint zu ersticken.Zur Zeit liegt meine Frau in einer psych.Klinik.Die Ärzte haben schon Valium,Lexotanil,Lyrica etc.versucht aber nichts hilft.Was ist kurzfristig eine Hilfe?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Die von den Ärzten eingesetzten Medikamente sind (jedenfalls Valium und Lexotanil) sog. Benzodiazepine, die eine akute angstlösende Wirkung haben sollen. Sie sind aber für eine Dauerbehandlung nicht geeignet. Wenn diese Medikamente AKUT nicht helfen, wird es aber zumindest pharmakologisch keine wirksameren Alternativen geben. Als Kurzzeitmedikamente sind dies schon die wirksamsten Präparate !

Vielmehr stellts ich dann die Frage, ob die Diagnose Angststörung stimmt.

Die Angst zu Ersticken ist nicht nur bei einer Panikstörung, sondern auch bei Persönlichkeitsstörungen (z.B. mit histrionischen Merkmalen) oder aber bei traumatischen Störungen (zb. nach Missbrauchs- oder Gewalterfahrungen) zu finden.

Die Behandlung von Angst- und Trauma wäre immer auch oder vor allem eine psychotherapeutische Therapie. Pharmakologisch kann man versuchen, dies mit sog. Antidepressiva vom Typ der SSRI und eben Medikamenten wie Lyrica oder ggf. Buspar zu unterstützen. Ich wäre aber eher skeptisch, was den Therapieeffekt der Pharmakotherapie angeht.

In der Psychotherapie müsste sie zunächst über Atemtherapie lernen, die innere Anspannung bzw. Fehlatmung (flache Brustatmung mit Hyperventilation, statt entspannte Bauchatmung) zu korrigieren. Dies könnte eine Krankengymnastin oder Körpertherapeutin anleiten. Auch Rückatmung in einen Beutel kann akut helfen.

Dann wäre das Erlernen eines Entspannungsverfahrens wie Progressive Muskelentspannung wichtig, kombiniert mit einer Verhaltenstherapie gegen Angststörungen, damit sie lernt den Teufelskreis der Angst zu durchbrechen bzw. die eigentlich normalen Symptome der Angst nicht weiter fehlzubewerten und damit zu verstärken.

Ich selber würde versuchen, sie mit einem etwas ungewöhnlichen Verfahren mit inneren Bilder aus dem Alarmzustand der Panik zu holen. Dabei übersetzt man das Enge- und Luftnotgefühl in ein abstraktes Bild , das dann über Augenbewegungen wie im Traumschlaf einer Verarbeitung zugänglich wird (siehe auch www.emoflex.de und dort Innerer Raum). Dies ist aber kein Verfahren, was nun allgemein angewandt wird.

Wie lange leidet ihre Frau schon unter Angstattacken ? Was hat in der Vergangenheit geholfen ?