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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Zu folgendem neurologischen Befund zu Beginn des (neurolog.)Konsils

Kundenfrage

Zu folgendem neurologischen Befund "zu Beginn des (neurolog.)Konsils wirkt Herr P. ausgesprochjen nervös. Er kann seine Hände nicht ruhig halten, reibt diese und steckt sie zwischen die Oberschenkel. Auch der Kopf ist ständig in Bewegung. Im Verlauf des Gespräches werden die Bewegungen weniger. Währendder gesamten neurologischen Untersuchung sind diese dann komplett verschwunden und auch bei der Abschlussbesprechung treten sie nicht wiedre auf. Hirnnervenstatus unauffällig. Im Bereich der Extremitäten keine Paresen oder Koordinationsstörungen. Zielsichere Zeigeversuche. Normaler Tonus. Muskeleigenreflexe symmetrisch schwach auslösbar. Keine pathologischen Reflexe. Keine Sensibilitätsstörung.Unauffälliges Gangbild. Zehen- und Ferssengang möglich, auch Rennen problemlos. - Die Bewegungsauffälligkeiten bestehen sei tdem 12. Lebensjahr. Frühgeburt mit ca.1000g
Ist mit diesem Befund eine organische Bewegungsstörung ausgeschlossen oder kann die neurolog. Diagnose "Unwillkürliche Bewegungen von Kopf und Händen im Rahmen von Nervosität akzeptiert werden? Für einen fachärztlichen neurolog. Befund halte ich den vstehenden für ziemlich mager. Sehen sie dies auch so?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Aus neurologischer Sicht ist der Befund schon korrekt. Es wurde Motorik, Gefühl, Koordination und Reflexe geprüft und dabei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine "organische" Störung ausgeschlossen. Wobei man dabei eigentlich nur eine isolierte (herdförmige) Störung im Zentralen Nervensystem erfassen kann.

Aus der Schilderung heraus wäre interssant zu wissen, ob in der frühkindlichen und schulischen Entwicklung Auffälligkeiten im Sinne von Entwicklungsstörungen oder sog. soft-signs (minimale Abweichungen der Motorik oder Reflexe) oder aber Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen bestanden. Gerade bei Frühchen ist ja eine besondere Reizoffenheit und möglicherweise auch zusätzlich "traumatische" Erfahrungen eine mögliche Ursache für Unruhe.

Das müsste sich nicht zwangsläufig in einem neurologischem Befund widerspiegeln.

Ob die neurologische Diagnose also "richtig" ist, mag ich nicht zu beurteilen. Nervosität ist sicher keine "neurologische" Diagnose. Eigentlich hätte man vielleicht sagen müssen : In der fachgerecht durchgeführten neurologischen Untersuchung ergab sich kein Hinweis auf Abweichungen der Mototik im Sinne eine bekannten Bewegungs- oder Koordinationsstörung.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Von einem neurologischen Befund hätte ich mir - selbst mit neurologischer Ausbildung psychiatrisch tätig - eine eingehendere Beschreibung der offensichtlichen Hypermotorik erwünscht, da Kopfbewegungen so nichtssagend sind, in ihrer phänomenologischen Beschreibung erst diagnostisch aufschlussreich sind. So halte ich eine Tic-Störung noch nicht für ausgeschlossen.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Eine Ticstörung ist sicher nicht ausgeschlossen, aber offenbar in der Untersuchungssituation nicht aufgefallen. Grobe Tics würden aber einem Neuologen schon auffallen. Blinzel-Tics etc. können natürlich in der Besonderheit der Untersuchungssituation unterdrückt sein. Aber eine Ticstörung allein würde nun kaum beim Patienten Leidensdruck ausmachen, bei anderen Menschen aber nicht auffallen.
Ich arbeite selber schwerpunktmässig mit ADHS-Erwachsenen. Tics- oder auch eine inkomplette Tourette-Symptomatik zeigen sich ja gerade nicht durch eine Auffälligkeit im neurologischen Untersuchungsstatus der Grundprüfungen.

Hypermototorik wiederum kann zig Ursachen haben, die man in der neurologischen Untersuchung nicht erkennt. Wie sie schon sagen die phänomenologische Beschreibung und auch der Verlauf über die Gesamtentwicklung wird da weiter führen.

Gerade eine mangelhafte Ausreifung des Gehirns im Rahmen von Frühgeburtlichkeit ist ein nicht seltenes Problem. Und man kann darüber diskutieren, ob man das dann als organische Bewegungsproblematik darstellt. Die Abhängigkeit von der Situation bzw. emotionalen Einflüssen spricht aber eher für eine psychische (bzw. dissoziative) Komponente bzw. Bewegungsstörung. Die ja auch durch Besonderheiten der Vernetzung im Gehirn erklärbar (aber nicht zwingend messbar) sein kann.
webpsychiater und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ihre Ausführungen sind für mich nicht ganz stringent und plausibel, dennoch möchte ich Ihnen das Honorar von CHF 50,00 nicht vorenthalten.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Dann hätten sie doch nachfragen sollen. Ich verstehe eine negative Bewertung nicht so ganz . Was genau erscheint Ihnen nicht plausibel ?

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