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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Bei meiner Tochter wurde nach einem VU am 20.03. eine R ckenmarkskontussion

Kundenfrage

Bei meiner Tochter wurde nach einem VU am 20.03. eine "Rückenmarkskontussion BWK 7 bis 14 und eine Dysästhesie" festgestellt. Sie kann nur die Zehen leicht bewegen, die Beine nicht. Die Untersuchungen (CT usw.) ergaben keinen Hinweis auf Bruch, Schwellung etc. Sie hat die Klinik auf eigene Verantwortung verlassen und will sich ambulant weiter behandeln lassen. Halten Sie das für möglich oder ist die stationäre Behandlung unabdingbar.
Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Antwort!
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Sie schreiben ja quasi, dass ihre Tochter eine (inkompletten) und hoffentlich wieder rückgängig zu machenden Querschnitt hat. Also die Muskelfunktion und offenbar auch das Gefühl in den Beinen ganz erheblich gestört ist. Hier wäre dann auch wichtig zu wissen, wie die Blasen- und Darmfunktion ist. Oder habe ich da jetzt etwas aus der Schilderung falsch verstanden, wenn sie schreiben, dass gerade mal eine leichte Bewegung in den Zehen möglich ist ?

Ich finde das nicht zu verantworten, hier auf eine ambulante Behandlung zu setzen. Die Art und das Ausmaß der Schädigung ist doch gar nicht abschätzbar und eigentlich wäre zunächst auch zu klären, ob die Wirbelsäule wirklich stabil ist bzw. ob die neurologische Symptomatik jetzt durch eine Schwellung nch der Kontusio zu erklären ist oder aber ein anderes Problem vorliegt.

Dann würde ich auf eine neurologische Frührehabiliation zur Re-Mobilisierung setzen. So aber nach Hause ? Wie soll denn da überhaupt die Pflege erfolgen ?

Es kann ja sein, dass sich (hoffentlich) eine alleinige Besserung ergibt, aber eine "Behandlung" im eigentlichen Sinne zu Haus wird doch gar nicht möglich sein.

Was ist denn die Begründung für ihre Tochter sich so unvernünftig zu verhalten und offenbar gegen ärztlichen Rat die Klinik zu verlassen ?
webpsychiater und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Danke für Ihre Antwort! In der Klinik sprach man von einem "unklaren Querschnitt", da keine Untersuchung einen Hinweis auf eine Schädigung ergeben hat. Lediglich beim emg wurde eine Unregelmäßigkeit festgestellt. Es wurde ein Blasenkatheder gelegt, jetzt ist die Blasenfunktion normal, die Darmfunktion war nicht eingeschränkt.

Sie hat die Klinik verlassen, weil sie dort psychisch am Ende war und in ihre gewohnte Umgebung wollte. Sie stellt sich eine ambulante Reha vor, bei der sie abends wieder nach Hause kann.

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Puhhhhhhhhhhh !

Das finde ich ziemlich riskant. Ihre Tochter hat eine potentiell sehr schlimme Schädigung, noch dazu als Unfallfolge. Neurologisch ist die Symptomatik unklar. Es kann eine Kontusion sein, es könnte im schlimmsten Fall aber auch eine Komplette Zerstörung des Rückenmarks sein, oder aber eine psychische Problematik. Letztlich eben völlig offen.
Ich würde hier nicht ruhig schlafen können, solange ich nicht eine Erklärung hätte (beispielsweise mit Kernspintomographie der Wirbelsäule, um Ödeme im Rückenmarkskanal besser zu sehen). Und ich würde zumindest eine deutliche Befundbesserung sehen wollen.

Es geht ja auch um die Zukunft und um etwaige versicherungsrechtliche Dinge, berufliche Rehabilitation etc. Im schlimmsten Fall auch noch Hilfsmittelversorgung. Sie werden wohl kaum einen Rollstuhl zu Haus haben, die Wohnung wird nicht behindertengerecht sein.

Wie sollte denn eine ambulante "Reha" aussehen ? Das wäre einmal bis maximal 2 mal eine ambulante Krankengymnastik in der Woche. Oder gibt es bei ihnen ein ambulantes neurologisches Rehabilitationszentrum ?

Möglich mag ja viel sein (zumal sonst die Neurologie Patienten eh nach wenigen Tagen wieder entlässt). Aber hier ist die Diagnostik nicht abgeschlossen und eigentlich eine Frührehabilitation in einer neurologischen Rehabilitationsklinik angesagt.