So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Schaaf.
Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
52810516
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Dr. Schaaf ist jetzt online.

Mein 6j hriger Sohn z hlt seit einiger Zeit (nur) beim Vorlesen

Kundenfrage

Mein 6jähriger Sohn zählt seit einiger Zeit (nur) beim Vorlesen von Geschichten Zahlen (in richtiger Reihenfolge) leise bis halblaut vor sich hin. Dabei hört und achtet er aber auf die vorgelesene Geschichte. Wird er auf das Zählen angesprochen, ist ihm das unangenehm. Wie ist dieses Verhalten zu bewerten?<br /><br />Grundsituation: Scheidungskind mit seinem Zwillingsbruder seit 5 Jahren; leben bei Mutter;auffälliges Kind ist mindestens hin - und hergerissen zwischen Mutter und Vater; Tendenz eher zu Vater
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,

er wird seinen Grund haben... und ihn Ihnen nicht unbedingt verraten.
Vielleicht ist ihm beim Vorlesen ein bisschen langweilig, jedenfalls hat er dann Zeit, das zählen zu üben, was ihm gerade Spaß macht. Später nennt man das Multitasking.
Vielleicht hat er sich ein Spiel ausgedacht.
Vielleicht will er nur wissen, wie lang die Geschichte ist.
Vielleicht will er schauen, wie weit er zählen kann bis Sie sich das erste Mal versprechen.
Vielleicht will er wissen, ob er schon so weit zählen kann wie die Geschichte dauert.

Bewerten würde ich die Situation als nicht schlimm, nicht beunruhigend, eher spannend, denn vermutlich werden Sie herausfinden, warum er zählt. Daran ändert auch die Grundsituation nichts.

Was bringt Sie dazu, hinter dem Verhalten etwas Beunruhigendes zu vermuten?

Mit freundlichen Grüßen - Dr. Schaaf
Dr. Schaaf und 2 weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Mein Motiv, hinter dem Verhalten etwas Beunruhigendes zu vermuten, liegt in der Trennungs- und Wohnsituation und der damit verbundenen Unzufriedenheit von meinem Sohn begründet. Außerdem besteht noch eine weitere Auffälligkeit von ihm (die Nicht-Kontrolle der Blase in der Nacht), die allerdings noch ärztlich überprüft bzw. geklärt werden muss, ob organisch oder psychisch begründet.
So vermute ich, dass diese Auffälligkeit (Zählen) Ausbruch seiner inneren Unzufriedenheit und Unruhe sein könnte.
Ist dies auszuschließen?
Wie sollte mein Verhalten sein?

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Thielen
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Mein Motiv, hinter dem Verhalten etwas Beunruhigendes zu vermuten, liegt in der Trennungs- und Wohnsituation und der damit verbundenen Unzufriedenheit von meinem Sohn begründet. Außerdem besteht noch eine weitere Auffälligkeit von ihm (die Nicht-Kontrolle der Blase in der Nacht), die allerdings noch ärztlich überprüft bzw. geklärt werden muss, ob organisch oder psychisch begründet.
So vermute ich, dass diese Auffälligkeit (Zählen) Ausdruck seiner inneren Unzufriedenheit und Unruhe sein könnte.
Ist dies auszuschließen?
Wie sollte mein Verhalten sein?

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Thielen
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
In einer Trennungssituation neigt man dazu, die Dinge nicht so gelassen und zuversichtlich zu betrachten wie in einer stabilen Beziehung. Ihr Sohn ist ja auch recht großem Stress ausgesetzt, aber ich denke, Geduld und Zuversicht sind jetzt am ehesten angesagt. Sollte das Ganze mehr als etwa 3 Monate anhalten, wäre es gut, wenn es Ihnen gelingt, von Ihrem Sohn eine Erklärung zu bekommen. Dazu muss man unter Umständen ein wenig tricksen, aber das schaffen Sie schon. Bis dahin würde ich mit ihm zwischendurch "Mathe spielen". Ihr Sohn scheint momentan Spaß an Zahlen zu haben, Nutzen Sie die Gunst der Stunde, zählen Sie mit ihm bis ultimo, rechnen Sie mit ihm, zeigen ihm Zahlenspiele (1er, 2er, 3er Reihe, Hundertertabelle, Uno, Monopoly - er macht die Bank usw.).

Ihre Bedenken gegenüber der Mama werden Sie schon bald nicht mehr so streng beurteilen, wenn Ihnen daran gelegen ist, langfristig friedlich miteinander umzugehen. Und wenn Sie einen einzigen Tipp möchten: Kinder brauchen Gewissheit, Berechenbarkeit. Ob die Verhältnisse gut oder schlecht sind, ist zweitrangig. Stabil müssen sie sein. Seien Sie ein zuverlässiger Partner, dann tun Sie Ihrem Kind was Gutes. Und wenn Sie dazu beitragen können, dass Ihrer Frau das auch gelingt, dann ist das noch besser.

Mit freundlichen Grüßen - Dr. Schaaf

Ähnliche Fragen in der Kategorie Medizin