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Dr. A. Teubner
Dr. A. Teubner, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 3331
Erfahrung:  35 Jahre Privatpraxis; Akupunktur, ganzheitl. Schmerztherapien, Naturheilverfahren
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Dr. A. Teubner ist jetzt online.

Hallo! Ich bin Mutter von heute 6 Jahre altes Kind, was leider

Kundenfrage

Hallo! Ich bin Mutter von heute 6 Jahre altes Kind, was leider mit 5 Jahren eine Pleuropneumonie hatte. Er wurde Notoperiert und anschließend wurde eine Woche später ein Bronchoskopie gemacht. Unser Kind lag 14 Tage auf Intesivstation. Die rechte Lunge war bis zu 80% mit Eiter und Wasser gefüllt. Es wurden Dranagen angelegt um es abfliessen zu lassen was aber leider nicht sehr viel half. Also wude Bronchoskopie gemacht. Die Lungenflügel waren verklebt. Heute geht es ihm viel besser. Die Lunge nimmt bis zu 97% Sauerstoff auf. Es gibt Fragen in meinem Kopf, die mir leider bis heute keine Ruhe geben. Alle Ärzte sind meistens im Zeitdrang, das mir keiner eine verständliche Antwort gegeben hatte oder auch das ich manchmal vor Sorge vergessen habe meine Fragen zustellen. Ich hoffe Sie können mir endlich diese Unruhe von mir nehmen. Meine Fragen:

1. Wie kann eine Rippenfell- und Lungenentzündung bei der Ersten Hilfe im Krankenhaus festgestellt werden, wenn das Kind (5) mit 39,1 °C Fieber ins KRH gebracht wird und dem Arzt gesagt wird, das es vor 3 h ein fiebersenkendes Mittel bekommen hat und das dieses Kind viel zu selten bei Krankheiten und Infekten Fieber hat (Fieber ist immer ein Warnzeichen für uns gewesen, das es kein normaler Infekt sein kann)?
2. Hätte man diese Diagnostik zu mindest 2 Tage später beim Kinderarzt feststellen können, da die Not OP 4 Tage nach dem Besuch in der Ersten Hilfe gemacht wurde?
3. Hätte der Fehler bei sorgfältigem Vorgehen in der Situation vermiedern werden können?

Wenn Sie mir eine Antwort senden könnten würde ich Ihnen sehr dankbar sein.

Arapoglu
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo und guten Tag,

 

ich hoffe, Ihre Frage so richtig verstanden zu haben:

 

Ausgangssituation war ein Kind mit Fieber, welches nur selten zu Fieber neigt, Sie stellten es Ihrem Kinderarzt zur Untersuchung vor.

 

Der Kinderarzt stellte noch nicht die Diagnose Pneumonie oder Pleuritis. Vier Tage später war Ihr Kind dann schwer erkrankt in der Kinik, wo die Diagnose Pneumonie mit Pleuritis gestellt wurde.

 

Nun zu Ihrer Frage.

 

Ein sehr sorgfältiger Untersucher kann eine Pneumonie in der Regel erst allerfrühestens am dritten bis vierten Erkrankungstag mit dem Stethoskop hören.

 

Eine Bronchitis ( hier sind die größeren Luftwege, die Bronchien, betroffen) hören Sie schon bei Erkrankungsbeginn.

 

Die Pleuritis, also die Beteiligung des Rippenfells, folgt meist der Pneumonie, war wahrscheinlich auch nicht vorher festzustellen.

 

Die einzige Methode, eine Lungenentzündung früher zu diagnostizieren, ist eine Röntgenaufnahme der Lunge, hier kann man etwas früher, also am zweiten bis dritten Tag, schon den Verdacht auf eine Lungenentzündung äußern.

 

Fieber als Symptom, auch in Verbindung mit Husten, ist als Begründung einer Röntgenaufnahme so nicht alleine ausreichend, da man immer Risiken und Nutzen , d.h. Strahlenbelastung und diagnostische Aussage gegeneinander abwägen muss.

 

Im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer, bei Ihrem Kind wäre der Befund möglicherweise durch Röntgendiagnostik einen Tag früher deutlich geworden.

 

Es gibt gerade auch bei Lungenentzündungen jedoch auch sehr rasche Verläufe, so daß man nicht sicher sein kann, ob ein Röntgenbild tatsächlich eine frühere Diagnose ermöglicht hätte.

 

Ich glaube nicht, daß es in Ihrem Fall an einer sorgfältigen Diagnostik und Untersuchung gemangelt hat. Es gibt leider Erkrankungen, die auch der sorgfältigste Arzt nicht aufhalten kann.

 

Ich hoffe, daß Ihr Kind jetzt ohne Schaden weiter gedeiht und Ihre Sorgen weniger werden.

 

Alles Gute und freundlichen Gruß.

Experte:  Dr. A. Teubner hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo und guten Tag,

ich freue mich mit Ihnen, dass Ihr Kind diese schwere Erkrankung praktisch folgenlos überstanden hat.

Im Nachhinein wird es sehr schwierig sein, irgendwelche Versäumnisse fest zu stellen.

Vorallem wäre hier eine genaueste Schilderung der Symptome erforderlich und Einsichtnahme in die Krankenakte etc...
Generell tippt man bei plötzlich hohem Fieber auf einen Virusinfekt.
Nur wenn Anzeichen einer Lungenbeteiligung etwa Atemnot, Husten, Auswurf etc vorhanden gewesen wären, hätte man natürlich in der Notaufnahme die Lunge abgehört und abgeklopft. Zur Routineuntersuchung gehört wegen der Schädlichkeit der Strahlenbelastung gerade bei Kindern nicht in erster Linie ein Röntgen.
Zudem ist auch nicht gesagt, dass die Lunge beim ersten Besuch in der Notaufnahme schon eitrig und mit Wasser gefüllt war; diesen Befund hätte man durch Abhören und Auskultation sicher dann schon vermutet und weiter abgeklärt.

Ohne die Beschwerdelage Ihres Kindes von damals zu kennen, kann auch nicht das Verhalten des Kinderarztes beurteilt werden.

Insofern hilft jetzt auch ein Wissen um die Art der "Notoperation" nicht weiter.

Aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen, wird es sehr schwer sein, jetzt noch irgendwelche Versäumnisse nach zu weisen, was eine Voraussetzung wäre weitere Schritte in Erwägung zu ziehen.

Ich schlage vor die Geschichte gedanklich "ad acta" zu legen, und stattdessen Dankbarkeit zu fühlen, dass Ihr Junge eine so starke Heilpotenz hat, das alles folgenlos überstanden zu haben.
Sie ersparen sich hiermit eine weitere Beschäftigung mit trüben Gedanken, Kosten und wahrscheinlich weitere Enttäuschungen.

Ihnen und Ihrer Familie alles erdenklich Gute und weiterhin
stabile Gesundheit wünschend


PS: wußte nicht, dass schon im gleichen Sinne von Dr. Bergmann geantwortet wurde