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Dr. Höllering
Dr. Höllering, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 9871
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Dr. Höllering ist jetzt online.

Hallo, guten Abend, ich war zu einem Herzecho beim Internisten.

Kundenfrage

Hallo, guten Abend,

ich war zu einem Herzecho beim Internisten. Ich habe nun den Befund hier vor mir liegen. Er lautet in aller Kürze:
Hypertonie art.
Mitralinsuffizienz I
Trikuspidalinsuffizienz I
Linksherzinsuffizienz.

Ich will mich hier nicht verrückt machen, aber besonders vertrauenerweckend klingt das nicht. Meine Hausärztin, mit der ich über den Befund reden wollte, ist z.Zt. krank und bei der Internistin ist mir erstmal garnichts eingefallen. Was die bloßen Begriffe beinhalten, habe ich versucht, zu recherchieren, aber was heißt das im täglichen Leben? Ich arbeite, mache auch Sport, merke aber, wie sehr mich das alles anstrengt. Ich habe auch einiges an Gewicht zugenommen, obwohl ich sehr auf meine Ernährung achte.
Ich habe vorerst Micardis 40 plus verordnet bekommen und nehme abends noch seit ewigen Zeiten 1,25 mg Bisoprolol. Das soll erstmal nicht abgesetzt werden.

MfG Sylvia B.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend Sylvia,

eine Mitralinsuffizienz (MI) Grad I ist ebenso wie eine Trikuspidalinsuff. (TI) ersten Grades als nicht besorgniserregend einzustufen. Häufig werden Insuffizienzen im Echo nicht immer richtig eingeschätzt. Dies liegt z.B. manchmal an der Anlotung (wie der Schall aufs Herz trifft).
In der klinischen Praxis ist es mir oft begegnet, dass Patienten, die mit einer MI oder TI vordiagnostiziert waren, diese in der Nachuntersuchung plötzlich nicht mehr hatten.

Was die Linksherzinsuffizienz angeht, so wäre hier das klinische Bild entscheidend, also ob Sie klinische Symptome zeigen (bekommen Sie z.B. schwer Luft in Ruhe oder unter Belastung?). Ein alleiniger Echobefund ohne jegliche Klinik ist in der Regel ebenfalls vernachlässigbar.

Wichtig wäre es in der Tat, das Gewicht zu reduzieren, das entlastet das Herz. Die Blutdrucktabletten sollten Sie weiternehmen, so dass Ihr Zielblutdruck bei 130/80 mmHg liegt.

Beantwortet das soweit Ihre Frage? Sonst können Sie gerne Rückfragen stellen.
Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Sylvia,

da Sie meine Antwort gelesen, aber noch nicht reagiert haben, teilen Sie mir bitte mit, ob Ihrerseits noch offene Fragen bestehen. Diese beantworte ich Ihnen gerne.
Ansonsten honorieren Sie meine Antwort bitte durch das Anklicken von "Akzeptieren".

Vielen Dank!
Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Sylvia,

da Sie meine Antwort gelesen, aber noch nicht reagiert haben, teilen Sie mir bitte mit, ob Ihrerseits noch offene Fragen bestehen. Diese beantworte ich Ihnen gerne.
Ansonsten honorieren Sie meine Antwort bitte durch das Anklicken von "Akzeptieren".

Vielen Dank!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend, ich hatte leider gestern bei der Stellung meiner 2. Frage Probleme mit der Vodafone-Leitung, daher habe ich dann aufgegeben. Nun also meine 2. Frage: Sie sagen, ich möge mein Gewicht reduzieren, um mein herz zu entlasten, ich bin 50 Jahre alt und wiege bei 1,65m 68 kg. Wieviel sollte ich denn idealerweise verlieren? Und dann ist da noch die Frage, wie krieg' ich das hin? Ich bin im Yogakurs und gehe mit meiner Sportgruppe z.Zt. 1x pro Woche in ein Fitness-Studio. Wir machen alle einen Reha-Kurs zum Muskelaufbautraining., d.h. 50 Mal in 18 Monaten.
Ja und zu den klinischen Symptomen: dem Echo war ein Belastungs-EKG vorausgegangen, bei dem bei sonst guten Parametern die Kurzatmigkeit auffiel. So kam es überhaupt erst zum Echo.
Ansonsten bin ich froh, dass es nicht so gefährlich ist, wie's klingt.

MfG Sylvia B.
Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Sylvia,

danke XXXXX XXXXX Rückmeldung!
Gerne beantworte ich Ihnen auch diese Frage, würde mich jedoch freuen, wenn Sie zunächst meine vorherige Antwort akzeptieren würden. Leider ist diese Vorsichtsmaßnahme nötig geworden, da sich mittlerweile zu viele Gratisnutznießer in diesem Forum aufhalten.
Ich danke XXXXX XXXXX Ihr Verständnis!
Eine ausführliche 2. Antwort erhalten Sie dann in Kürze.
Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,
vielen Dank für Ihr Vertrauen!

Muskelaufbautrainingt ist für Sie leider nicht das Richtige. Besser wäre moderates Ausdauertraining (z.B. Schwimmen, Aquajogging, Radfahren, Nordic Walking). Je schwerer Sie sind, desto mehr muß Ihr Herz arbeiten.

Sie fragten nach dem idealen Gewicht:
Ihr BMI beträgt derzeit 25. In Ihrem Alter sind Sie damit zwar normalgewichtig, dennoch wäre eine Reduktion um nur 4 Kilo (ergäbe einen BMI von 23,5) für Ihr Herz bereits eine deutliche Entlastung.

Nach der Menopause (es sei denn, Sie nehmen Hormontabletten ein, dann würde das anschließend Gesagte nur bedingt gelten) verbraucht Ihr Körper nicht mehr so viel Energie, weshalb das Abnehmen in diesem Alter in der Regel langsamer geht. Wenn Sie jedoch konsequent unterhalb Ihres Tagesbedarfs essen (200 kcal eingesparte Kalorien pro Tag reichen hier schon aus), können Sie dauerhaft Ihr Gewicht reduzieren und dadurch Ihrem Herzen etwas Gutes tun.
Der Ausdauersport tut sein Übriges.

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