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rolandeven, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 102
Erfahrung:  Facharzt für Nuklearmedizin seit 1991. Schwerpunkte: Schilddrüsendiagnostik, Endokrinologie, Labormedizin, Autoimmunerkrankungen
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Ich habe nach Vorfu - Beschwerden einen Orthop den konsulti

Kundenfrage

Ich habe nach Vorfuß - Beschwerden einen Orthopäden konsultiert, nach Einlagenversorgung und einer MRT Untersuchung konnte die Ursache nicht gefunden werden. Der Befund sind Spreitzfüsse. Ich habe aber auch Taubheitsgefühle in den Zehen und weiterhin Schmerzen im Vorfuß. Meine Frage deshalb kann ein Neurologe hier helfen? Können auf Dauer Nervenschädigungen auftreten und müssen diese behandelt werden? Danke!
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  rolandeven hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

sie haben zwa ihr Geschlecht und Alter nicht genannt, aber auch bei jüngeren Menschen kann es schon einmal zu sog.

 

Ermüdungsfrakturen

 

im Bereich der Fusswurzel - und Mittelfussknochen kommen.

 

Begünstigt werden solche - meist nur als Haarrisse - im Knochen vorliegende Brüche durch

 

- stehende Berufe

- Osteoporose

- Schilddrüsen- bzw. Nebenschilddrüsenfehlfunktion

- fehlende weibliche Hormone z.B. in den Wechseljahren

- genetische Veranlaguing

 

Oft sieht man solche feinen Haarrisse im Röntgenbild und auch im MRT nicht nachweisbar, da diese Untersuchungen im Wesentlichen nur die Struktur der Knochen darstellen können.

 

Aufklärung geben kann die 3 Phasen-Skelett-Szintigraphie.

 

Dabei wird von einem Facharzt für Nuklearmedizin eine schwach radioaktive Substanz in die Vene gesapritzt und man kann dann den Knochenstoffwechsel nachweisen. Das können das Röntgenbild und MRT nicht bzw. allenfalls sehr eingeschränkt ( MRT ) leisten.

 

Bei einem auch nur feinen Haarriss ist der Knochenstoffwechsel im Szintigramm erhöht.

 

Auch andere Erkrankungen, z.B. Entzündungen der Fusswurzel, Arthrosen, rheumatische Gelenkveränderungen etc. können dabei anhand des jeweiligen Knochenstoffwechsels erkannt werden.

 

Da sich das o.g. Mittel, in allen Knochen anreichert, kann ohne zusätzliche Strahlenbelastung und ohne zusätzlichen Aufwand das gesamte Knochen- und Gelenksystem in einer Untersuchung mit überprüft werden, z.B. auch auf osteoporotische oder degenerative Veränderungen etc.

 

Die Untersuchung ist ungefährlich, ambulant durchführbar und stellt eine normale Kassenleistung ohne Zuzahlung dar.

 

Eine Überweisung zum Facharzt für Nuklearmedizin erhalten Sie von Ihrem Hausarzt oder Orthopäden.

 

Adressen von Fachärzten für Nuklearmedizin in Ihrer Umgebung finden Sie auf der Homepage der für Ihr Bundesland zuständigen Ärztekammer.

 

 

Mit herzlichem Gruß und den besten Wünschen !

 

 

Dr. med. Roland Even

 

Bitte honorieren Sie meine Antwort durch "AKZEPTIEREN", wenn sie Ihnen geholfen hat, danke !

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Danke für Ihre Antwort!

Ich bin männlich und 44 Jahre.

Eine Blutuntersuchung bezüglich Rheuma war negativ. Osteoprose wurde nicht diagnostiziert. Röntgenbilder zeigten eine gute Knochenstellung, Gelenke usw.
Beide Füsse sind betroffen und zeigen typische Symtome eines Morton Neurom.
Konnte aber nicht festgestellt werden. Der Orthopäde ist hier ehr hilflos und sieht keinen Anlass zu einer OP.

Was kann getan werden bei Ermüdungsfrakturen.

Aber nochmals zu meiner ursprünglichen Frage.

Kann ein Neurologe hier helfen und können langfristig Nervenstörungen entstehen?

Experte:  rolandeven hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

ich fange nochmal bei der Ermüdungsfraktur an:

 

Therapiemöglichkeietn:

 

- Vitamin D - Gabe

- Reizstrom-Therapie

- evtl. Magnetfeldtherapie ( ist wissenscahftlich nachgewiesen als heilungsfördernd bei Frakturen und Infraktionen ( Haarrissen) .

 

 

Darüberhinaus müssen aber auch Calciumstoffwechselstörungen wie sie z.B. bei Schilddrüsen- oder Nebenschilddrüsen-Funktionsstörungen auftreten, ausgeschlossen werden.

 

Dies kann durch Laboruntersuchungen erfolgen:

 

- Calcium im Serum

- Parathormon ( Nebenschilddrüsenhormon )

- Calcitonin ( wird von der Schilddrüse produziert )

- alkalische Knochenphosphatase ( Enzym zum Knochenaufbau )

- Cross-Links in Serum und Urin ( exakter Begriff: Pyridinolin und Desoxypyridinolin )

Abbauprodukte des Knochenstoffwechsels.

 

Die Cross-Links können eine beginnende Osteoporose schon viel früher anzeigen als eine Knochendichtemessung !

 

Die Diagnose "Morton Neurom" ist eine Ausschlussdiagnose, d.h. es müssen zunächst alle anderen Ursachen ausgeschlossen sein.

 

Ein Neurologe könnte hier z.B. die Nervenleitgeschwindigkeit messen und eine Elektromyographie ( Messung der elektrischen Muskelleitfähigkeit ). Da beim Morton Neurom die Nerven entweder entzündlich oder durch mechanische Überlastung oder Einklemmung geschwollen sind, sollten diese Messungen relativ eindeutige Hinweise geben.

 

Letzte Sicherheit würde man erhalten, wenn der Neurologe nach Lokalisation des betroffenen Nervens diesen direkt durch Injektion eines Lokalanästhetikums ausschaltet.

 

Bei zutreffender Diagnose " Morton Neurom " sollten die Beschwerden dann sofort verschwinden.

 

Da aber auch das Morton Neurom wohl durch Überlastung des betroffenen Fusses zustande kommt,also durch Stress, sollte eben auch die Ermüdungs - oder auch Stressfraktur genannt ausgeschlossen werden.

 

Fazit:

 

1. Skelettszintigraphie Stress- Ermüdungsfraktur

 

Morton Neurom nach Ausschluss von 1

 

2. Labor wie oben beschrieben

3. Neurologische Untersuchung

- Messung der elektrischen Nerven- und Muskelleitfähigkeit

- evtl. diagnostische Ruhigstellung des verdächtigen Nerven durch direkte Injektion

von Lokalanästhetikum

 

Das Morton Neurom tritt allerdings nicht so oft beidseitig auf.

 

Mit herzlichem Gruß !

 

Dr. med. Roland Even

 

 

rolandeven, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 102
Erfahrung: Facharzt für Nuklearmedizin seit 1991. Schwerpunkte: Schilddrüsendiagnostik, Endokrinologie, Labormedizin, Autoimmunerkrankungen
rolandeven und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  weborthopaede hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,
ich habe da wirklich eine andere Meinung.

Sie haben ein MRT des Fusses durchführen lassen , aber es wird noch imemr über einen Ermüdungsbruch diskutiert?

Wenn auch nur der leiseste Verdacht auf einen solchen Bruch gegeben wäre, dann würde es im MRT BLINKEN!

Wenn der Verdacht auf ein Morton Neurinom besteht bringt das MRT nicht immer Klarheit und es ist eine klinische Diagnose.
In der Tat kann man an der betroffenen Stelle mal eine Infiltration mit einem Lokalen Betäubungsmittel und Kortsion vornehmen.
Jedoch ist die Therapie der Wahl oft eine chirurgische, so wie die Diagnose eine klinische ist.

Die Beschwerden klingen wie gesagt, sehr nach dem Morton. Die Taubheitsgefühle sprechen ja auch für einen Nervenschaden. Jedoch wird auch bei der OP dieser Nervenknoten entfernt und es verbleibt schon mal ein Taubheitsgefühl ohne weitere Störungen.

Haben Sie noch Fragen, falls ja, lassen Sie es mich wissen. Sonst besprechen Sie das mit dem Orthopäden vor Ort und gute Besserung. Diese Antwort ist keine persönliche Empfehlung und ersetzt nicht den Besuch beim Arzt. Wenn Sie zufrieden sind, wäre es nett, wenn Sie mit "akzeptieren" honorieren

Verändert von weborthopaede am 23.02.2011 um 22:21 Uhr EST