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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, als Parkinson-Patientin leide

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
als Parkinson-Patientin leide ich unter schmerzhaften Muskelverspannungen.
Ich bekomme Massagen und Parapack-Packungen 2x wöchentlich.
Die Neurologin verschreibt einmal im Quartal 10x Massage (KG) und 10 Para-Pack.
Mehr "erlaubt" die Krankenkasse nicht, meine Physiotherapeutin ist anderer Meinung, sie behauptet bei neurologischen Erkrankungen muß Massage und Parapack fortlaufend gegeben werden, um meine Arbeitsfähigfähigkeit erhalten zu können. Das würde die Krankenkasse dann übernehmen.
Auch der Hausarzt erklärte mir, dass er für das Verschreiben von Parapack von der Krankenkasse regresspflichtig gemacht wurde und es deshalb nicht mehr verschreibt.
Ein Angestellter meiner Krankenkasse antwortete mir, dass nur der Arzt bestimmt was der Patient verordnet bekommt.
Dies alles verunsichert mich sehr und deshalb bitte Sie um Ihre Meinung .
Vielen Dank XXXXX XXXXX Grüße
Ingrid Keusch
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Sie sind in dem typischen Dilemma zwischen Aussagen der Krankenkasse und der Ärzte.

Grundsätzlich wird ihnen weder der Hausarzt noch der Neurologe über eine bestimmte Richtgrösse hinaus Physikalische Therapie in Form von Massagen verschreiben.

Natürlich sagt die Krankenkasse, dass ein Arzt alles das verordnet, was medizinisch notwendig ist. Und dass die Krankenkasse auch alles bezahlt. Aber die Krankenkasse zahlt ja nicht direkt die einzelnen Kosten, sondern zahlt für alle Versicherten in einen Gesamttopf (Pool).
Was ihre Kasse machen müsste (aber nicht machen wird) wäre eine schriftliche Erklärung, dass sie auf eine Wirtschaftlichkeitsprüfung bei dem verordnenden Arzt verzichtet.

Das Problem ist : Die Ärzte werden von den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung überprüft bzw. das Verordnungsverhalten über ALLE Ärzte verglichen. Wenn ein Arzt zuviel Leistungen abgibt also verordnet, dann kann er das gerne machen. Er wird aber dann dafür selber zur Kasse gebeten.

Dies gilt insbesondere dann, wenn die medizinische Indikation = Notwendigkeit fragwürdig ist. Massagen und Parapack-Anwendungen gehören zu den fraglich angenehmen, medizinisch aber bei Parkinson nun nicht nach den Leitlinien vorgeschriebenen Anwendungen. Dies würde ganz sicher zu Problemen bei einer Überprüfung führen. Vielmehr müsste man über Krankengymnastik ihnen Anleitungen für Eigenübungen statt passive Anwendungen geben.

Natürlich hat auch die Physiotherapeutin ein Stück Recht. Aber ich würde ihr (leider) nicht zustimmen, dass nun Massagen unentbehrlich für den Erhalt ihrer Arbeitsfähigkeit sind. Förderlich sicher. Aber nicht medizinisch "zwingend". Und nur diese Leistungen zahlen die Kassen bzw. werden die Ärzte verordnen.

Fazit : Lassen sie sich schriftlich von der Krankenkasse ein entsprechende Bescheinigung geben, dass die Wirtschaftlichkeitsprüfung ausgesetzt wird. Oder aber besprechen sie, ob im Rahmen des Kostenerstattungsverfahrens auch ein Privatrezept des Arztes nachträglich von der Kasse bezahlt wird. Auch diese Option gibt es.

Ansonsten werden ich Sie eben leider auch frustrieren müssen, was mir sehr leid tut.


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