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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

Ich bin 41 Jahre alt, hei e Anna und bin arbeite seit 15 Jahren.

Kundenfrage

Ich bin 41 Jahre alt, heiße Anna und bin arbeite seit 15 Jahren. Ich bin im Vertrieb und ich liebe meine Arbeit! Ich bin viel unterwegs, habe mit Menschen zu tun. Ich habe in meinem Berufsleben Einiges erreicht und könnte noch mehr erreichen. Es war ein langer Weg. Ich habe Höhen und Tiefen, Erfolge und Niederlagen, Kämpfe und Siege erlebt. Und es war toll und aufregend!!! Warum ich das ganze nun als Vergangenheit ansehe?
Nun, ich bin schwanger.
Es ist meine dritte Schwangerschaft. Leider waren die ersten beiden unglücklich. Ich habe beide Male das Kind in der 12-16 Woche verloren. Es war eine schwere Zeit für mich und ich habe mich kaum fangen können. Aber irgendwie habe ich es überlebt und habe mich damit abgefunden, dass mein Glück und der Sinn meiner Existenz in Arbeit und Beruf liegt. Ich habe es genossen. Ich habe Pläne gemacht...
Aber jetzt.... Ich muss gestehen, ich freue mich nicht, dass ich schwanger bin. Nein, ich freue mich auf das Neue Leben! Ich werde das Kind über alles lieben und nach bestem Wissen und Gewissen großziehen! Aber ich sehe, dass mein aufgebautes Leben, meine geliebte Arbeit, meine Freunde... das alles ist bald weg! Es fällt in sich zusammen. Und ich habe Angst! Alles, was ich aufgebaut habe, alles, wofür ich gekämpft habe ist nun verloren. Ich werde nachdem das Kind da ist, nicht mehr die gleiche Freiheit haben. Ich werde meine Arbeit verlieren, denn meine Arbeitsstelle ist heiß begehrt. Ich werde einige Freunde verlieren, die ich nicht verlieren möchte und ich werde auf mein geliebtes Hobby - Golfen - verzichten müssen. Eigentlich ist es der Tod meines alten Lebens. Und ehrlich gesagt, ich möchte gleich sterben.... So seltsam es klingt. Denn dann traue ich halt meinem vergangenem glücklichem Leben nicht nach! Ich versuche schon jetzt mental Abschied von einigen meinen Freunden nehmen, die ich nie mehr sehen werde, denn sie leben in anderen Ländern und ganz weit weg... Ich konnte sie nur sehen, wenn ich beruflich unterwegs war. Und es ist so schwer. Ich sehe mich schon in vier Wänden gefangen ... und irgendwann fällt mir die Decke auf den Kopf... Von mentalem und intellektuellem Wachstum kann nicht mal die Rede sein. Ich werde erstmal ganz stark degradieren und auf das Kindniveau sinken... Also, ich bin depressiv, ich habe Angst, ich traue um trage mein Leben zu Grabe...
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

ich gehe mal davon aus, dass es zu dem Kind einen Vater gibt, der auch seinen Teil an der Erziehung übernehmen möchte, aber selbst wenn nicht, als Mutter von vier Kindern kann ich Ihnen versichern: Es gibt jede erdenkliche Möglichkeit, mit Kindern zu leben. Nur mit den Kindern, zum Teil mit den Kindern und auch mit den Kindern bei der Kinderfrau, während man selber in der Arbeit ist. Das geht. ALLES. Sie müssen nicht, aber Sie können, wenn sie wollen, bis zum letzten Tag jede geliebte Arbeit machen. Zugegeben: Ihre Umwelt reagiert anders auf Sie, wenn sie merken, dass Sie schwanger sind, aber dann hängt es wieder ganz von Ihnen ab: So wie Sie mit der SS umgehen, werden die anderen mit Ihnen umgehen. In der SS gibt es sowieso nur die Einschränkung, dass der Bauch dicker ist als sonst. So ein Übergewicht tragen manche Menschen jahrzehntelang mit sich rum. Man kann damit reiten, golfen, skifahren usw. Mutterschutz können Sie in Anspruch nehmen, müssen Sie aber nicht. Nach der Geburt würde ich Ihnen empfehlen, mindestens 3 Monate zu stillen, wenn sich das irgendwie mit Ihren Berufsplänen kombinieren lässt. Überhaupt hängt viel davon ab, wie Sie Kind und Job kombinieren. Da Sie offenbar in "gehobener Postion" sind, werden Sie das schaffen. Bevor Sie also depressiv werden oder Ihr Leben wegwerfen wollen, glauben Sie mir, es geht alles auch mit Kind. Als Single kann man sich das nicht vorstellen, aber ES IST SO. Ganz sicher. Ob Sie das aber wirklich wollen, kann ich nicht beurteilen. Ich bin der Meinung, es ist Ihre Entscheidung und dem Kind ist am meisten mit einer glücklichen Mutter gedient. Wen dazu gehört, dass Sie 60 Stunden die Woche arbeiten, dann ist das so. Man ist keine Rabenmutter, nur weil man seine Kinder sehr früh (auch) Dritten anvertraut. In Königshäusern ist das Standard und keiner regt sich drüber auf. Sie sollten sich aber bitte nicht wundern, wenn sich Ihre Wünsche und Vorstellungen nach der Geburt vielleicht ändern. Das kommt oft vor. Und wenn es so ist, sollten Sie auch dann Ihrem Herz folgen. Das gilt auch für die Zeit danach, also in den vielen Jahren, in denen Sie Ihr Kind heranwachsen sehen. Sie haben das Recht, Ihre Meinung jeden Tag zu ändern. Von ehemals sehr erfolgreichen Menschen kommt die Erkenntnis: Beim Zurückblicken (im Alter) hat sich noch nie jemand gewünscht, er wäre länger im Büro geblieben, aber fast jeder, er hätte mehr Zeit mit seinen Lieben verbracht. Kinder zu haben ist eine wunder-, wunderbare Sache und wenn dieses Kind bei Ihnen bleiben will und auf die Welt kommt, wird es Ihnen viel Glück bescheren.

Alles Gute - Dr. Schaaf
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

Sie haben meine Antwort gelesen. Wie soll es weiter gehen?

Gibt es weitere Fragen oder möchten Sie die Antwort akzeptieren?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung: Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
Dr. Schaaf und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich danke XXXXX XXXXX Ihre Antwort. Ich werde sie akzeptieren, obwohl sie mir etwas zu idealisiert vorkommt. Heute habe ich von dem 17-jährigen Sohn meiner Nachbarin folgendes gehört: " Meine Eltern sind für mich nur bloße Versorger, denen ich irgendwie dankbar bin, mit denen mich aber sonst nichts verbindet". Dabei hat seine Mutter ihr ganzes Leben der Erziehung des Sohnes geopfert. Sie hat ihre Arbeitsstelle vor 17 Jahren aufgegeben. Sie war mit ihm daheim bis zur Schule. Sie hat für ihn gekocht, gebügelt, gewaschen. Sie hat ihm Plätzchen gebacken und Brote für die Schule geschmiert. Sie hat ihn zu irgendwelchen Sportkursen chauffiert. Sie hat für ihn alles gemacht und ihm die ganze Mutterliebe gegeben, die sie nur hatte! Und das soll das Ergebnis sein: "Meine Eltern sind für mich nur bloße Versorger...."?! Und wie viele Halberwachsene gibt es, die ihre Eltern hassen, obwohl die Eltern alles für sie gemacht haben! Oder sehe und höre ich nicht richtig, was die Jugendlichen so von sich geben?! Wo ist die Gegenliebe eines erwachsenen Kindes?! Ich glaube nicht daran, dass alles so wunderbar und wunderschön und super gut ist. Auch deshalb macht mir die Zukunft Angst. Es ist der Tausch meines relativ stabilen, glücklichen, geregelten Lebens gegen eine große Ungewissheit mit vielen Ängsten, Problemen und Sorgen. Aber ich habe ja das irgendwo unbewusst auch selber gewollt.... sonst wäre ich nicht schwanger geworden.
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich freue mich, dass Sie sich noch mal melden. Ich tippe leider nicht so gut, darum dauert es immer bis ich lange "Briefe" geschrieben habe, dabei würde ich Ihnen so gern eine Menge erzählen.

Mutter zu sein ist jeden Tag neu und gar nicht kalkulierbar - im Gegensatz zu "Arbeit", aber ich glaube, dass gerade Frauen, die im Beruf erfolgreich sind, eine ganz besondere Beziehung zu Ihren Kindern aufbauen können. Ich habe gelernt, meinen eigenen Bedürfnissen zu folgen und sie decken sich mit denen der Kinder, wenn man sie einfach so liebt wie sie sind und von sich auch nur das erwartet und gibt, was man wirklich zu geben bereit ist. Es ist ein wenig so wie mit "echten Geschenken": Man schenkt sie, weil man selber sie schenken möchte und nicht weil man damit beim anderen etwas erreichen will.
Ich war anfangs eine sehr dumme Mutter, weil ich vieles nicht wusste und keine "Oma" fand, die mir erklärt, wie es läuft. Mein Großer weiß das und ich habe mich dafür entschuldigt. Aber letztlich hab ich das getan, was in meiner Macht stand und mehr kann keiner vom anderen erwarten.
Ja, es kann passieren, dass Kinder sich abwenden. Mit diesem Risiko lebt man von dem Moment an, wo sie auf der Welt sind. Genauso wie mit dem Risiko, dass sie krank werden oder sterben oder "versagen" nach meinen Maßstäben. Das alles ist Leben. Das alles sind Dinge, mit denen ich lernen muss umzugehen. Das kann ich positiv oder negativ sehen. Raten Sie mal, wofür ich mich entschieden habe?
Ich denke, wenn das Universum beschließt, dass Sie mit 41 doch noch Mutter werden dürfen, nach zwei Anläufen, die nicht geklappt haben, dann weiß es. was es tut. Sie sind reif dafür und es gibt keinen Grund dafür, daran zu zweifeln, dass Sie das nicht ganz toll hinbekommen werden. Ganz toll bedeutet nicht jeden Tag Sonnenschein, aber auch im Streit einen Weg zu finden, ist eine tolle Erfahrung.
Ich habe gestern eine Überschrift gelesen von einem Psychologen "Man kann seine Kinder auch einfach genießen". Für den Artikel war gestern keine Zeit, aber in dieser Überschrift liegt auch meine Überzeugung. Ich lasse die Leine so lang wie nur irgend möglich und genieße, dass sie ganz eigenständige Wesen sind.
Wenn Sie offen dafür, die positiven Seiten auch zu hören, werden in Ihrer Umgebung Menschen auftauschen, die ihre Kinder genießen und täglich glücklich sind, allein wenn sie an ihre Kinder denken. Die anderen, die Ihnen jetzt gerade über den Weg laufen, gibt es auch, aber Sie müssen nicht zu ihnen gehören. Sie können auch zu den Glücklichen gehören. Meine Mutter hat mir immer versichert, dass ich "nach den Kindern" nie mehr Größe 34 haben werde. Ich habe es geglaubt bis ich Frauen kennenlernte, die sehr wohl nach 4 Kindern die selben Hosen trugen wie vorher. Ich habe beschlossen, dass ich zu ihnen und nicht zu den "aus dem Leim gegangenen Mamas" gehören wollte - es ist möglich. Und auch wenn Sie das jetzt nicht oder nur schwer erkennen können: Sie haben die Möglichkeit ein Glück zu finden, das ihnen ohne Kind nie begegnet wäre. Ich verstehe Ihre Bedenken und Sie haben recht: Sie tauchen Sicherheit gegen Risiko, aber warum auch nicht.
Wenn Sie möchten, können wir gern noch weiter schreiben.
Wenn Sie meinen, dass Sie sich meiner Meinung nicht anschließen können, bin ich darüber auch nicht böse.
Danke XXXXX XXXXX Dass ich hier "arbeite" liegt übrigens an meinen Kindern. So kann ich ganz egoistisch beides haben: Meine Kinder und ein Einkommen. Ich habe die ersten Jahre trotz Babies 60 Stunden die Woche gearbeitet. Irgendwann wollte ich das einfach nicht mehr und heute würde ich lieber mit weniger Geld auskommen als auf eine Minute zu verzichten, wo wir nur gemeinsam fernsehen schauen. Wenn Sie einen einzigen Tipp wollen: Seien Sie offen für Ihre Wünsche und die Ihres Kindes. Nehmen Sie alles wahr, werten Sie es und treffen Sie dann eine Entscheidung, die sich für Sie richtig anfühlt. Dann ist die Gefahr, dass man hinterher sagt "Hätte ich doch.." relativ klein. Mehr Sicherheit gibt es im Leben nicht und mehr kann man im Leben nicht erreichen als ein "Nein, ich bereue nichts...". Und das ist doch gut so.

Liebe Grüße - Dr. Schaaf
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich bewundere Sie! Sie sind ein glücklicher Mensch, eine aufmerksame Mutter, aktiv im Leben, und im Frieden mit sich selbst. Es ist wichtig, im Frieden mit sich selbst zu sein, denn dann bereut man nichts und freut man sich auf das Leben.

Aber trotzdem.... Wie leben Sie mit dem Risiko, dass ihren Kindern etwas zustoßen kann?
Der Sohn einer meinen Bekannten ist nach der Schule für 2 Jahre nach Asien gegangen! Ich habe sie gefragt, wie sie damit umgeht. Sie meinte, wenn ihm was zustößt, dann habe er halt Pech gehabt. Die Einstellung hat mich etwas schockiert. Aber dann habe ich verstanden, dass diese Distanz, die sie selber geschaffen hat, ist ihr Seelenheil. Nichts anderes als das. Denn irgendwelche Kontrolle über das Geschehen hat sie nicht mehr. Sie kann nicht mehr helfen. Sie ist nicht mehr die, die immer aufpasst und versorgt.

Als ich das erste Mal das Kind verloren habe, war ich im 17. Woche schwanger. Ich war 33 Jahre alt und ich habe gedacht, ich werde so ein Verlust nie überwinden können. Ich habe irgendwelche Tabletten verschrieben bekommen, die ich ohne jegliches Maß schluckte, nur um Bewusstsein zu verschleiern. Ich kann mich nur sehr schwer an Krankenhaus, an Ärzte, überhaupt an irgendwas erinnern. Es war eine schwere Zeit. Auch die Zeit danach. Ich war sehr glücklich, dass ich dann mit 37 wieder schwanger war. Aber die war auch nicht stabil. Ich habe das Kind in der 12. Woche verloren. Ich habe den Fokus meines Lebens anderes ausgerichtet. Ich habe mich in die Arbeit gestürzt. Ich habe mit dem Golf angefangen, obwohl es wirklich ein teuerer Spaß ist. Aber es hat mir sehr geholfen, denn es ist unheimlich zeitintensiver Sport. Ich habe viele Freunde gefunden und es hat mich beruhigt und abgelenkt.

Mit der jetzigen Schwangerschaft scheint nun alles in Ordnung zu sein, obwohl es auch noch etwas zu früh ist erleichtert aufzuatmen. Aber ich spüre, dass es anderes ist, als die beiden letzten Male. Meine Ärztin sagt, es sei alles in Ordnung! Ich freue mich auch darüber.

Ich glaube, ich hatte die ganze Zeit auch die Einstellung, die Sie geschrieben haben... ich habe dem Universum die Entscheidung über "sein oder nicht sein" überlassen. Deshalb habe ich mich auch nicht verhütet. Das Universum hat sich für "Sein" entschieden. Und ich freue mich darüber, obwohl ich Zukunftsängste habe.

Ich habe auch die Angst "aus dem Leim gegangene Mama" zu werden. Ich trage normalerweise 36/38 aber fühle mich schon jetzt irgendwie aufgedunsen, obwohl ich keine Süßigkeiten mehr esse (außer vielleicht mal eine- zwei Schokopralienen am Tag), möglichst nur Biogemüse, Biomilchprodukte, kein fettes oder rohes Fleisch und Fisch... Eigentlich ernähre ich mich z.Z viel gesünder als irgendwann sonst in meinem Leben. Und das alles nur wegen dem kleinen Krümmelchen in mir. Aber trotzdem fühle ich mich schon fast mollig. Es ist ein unangenehmes Gefühl. Ich weiß noch nicht so recht, wie ich meine jetzige Größe wieder erlangen kann... Ich hasse das Hungergefühl...

Ich musste in meiner Jugendzeit eine lange Zeit hungern. Ich wog bei Körpergröße 178mm nur 45 kilo und habe ausgeschaut wie ein lebendes Skelett. Sie als Ärztin wissen ganz genau, was mit dem Körper in diesem Zustand passiert. Die Haare fallen aus, die Haut wird schrumplig, das Zahnfleisch wird blutig, die Periode ist nicht mehr da...Mein Vater hat damals 18-20 Stunden am Tag gearbeitet, um Geld zu verdienen: 8 Stunden im Werk als Schlosser und danach als privater Taxifahrer mit dem eigenen alten Auto (LADA)... Ich muss noch erwähnen, es war natürlich nicht in Deutschland. Es war in den 90-er Jahren in der "Perestroika-Zeit" in Russland. Das Geld war am nächsten Tag sowieso schon nur die Hälfte wert, deshalb kauften wir mit Bezugsmarken (sie geben nur Rechte, etwas zu kaufen, haben jedoch kein Geldwert) so schnell wie möglich Eierpulver und Milchpulver, Seife, Zucker und Salz. Fleisch gab es nicht. Fisch war unvorstellbarer Luxus!
Eines Tages fiel mein Vater mitten auf der Straße vor Erschöpfung und Entkräftung um... Gott sei dank, er lebt noch und ich bin ihm unheimlich dankbar, dass er mich und meine Mutter in der schweren Zeit gerettet hat!
Denn die Zeit war furchtbar. Der Mann meiner ehemaligen Schulfreundin war auf dem Arbeitsweg auf der Straße so brutal zusammengeschlagen, dass er in der gleichen Zeit gestorben war. Meine andere ehemalige Schulfreundin ist wegen Frustration, übermäßigen Alkoholkonsum und Aussichtslosigkeit aus dem 9.Stock eines Hochhauses gesprungen. Der Bruder meiner dritten Bekannten wurde ermordet.. Stellen Sie sich vor, es ist alles in meinem engen Bekanntenkreis passiert! Diese "Perestroika-Mafia-Zeit" war die schlimmste Zeit, die ich erlebt habe. Im Vergleich zu damals sind es paradiesische Zustände jetzt in Russland.

Als ich mein normales Gewicht wieder hatte, konnte niemals die Frauen verstehen, die irgendwelche Diäten durchmachen. Ich hasse Diäten! Es ist definitiv nichts für mich.... Deshalb weiß ich, dass ich nicht hungern werde.... Ich muss nach anderer Lösung suchen!
Ja, und was ist mit Schwangerschaftsstreifen?! Wie kriegt man dann die weg?

Ich fürchte auch um meine Arbeitsstelle. Mein Chef und meine Kollegen wissen zwar noch nichts, aber sobald ich es meinem Chef mitteile, das ich schwanger bin, habe ich die Stelle leider verloren... Es macht mir Angst, denn meine Arbeit war mein Rettungsring, um sich selbst gut zu versorgen, um den Eltern zu helfen, um von Problemen zu fliehen... Es war (!!) eine interessante Arbeit im Vertrieb. Ich konnte oft nach Russland beruflich fliegen und bei Gelegenheit übers Wochenende bei den Eltern verbringen, worüber sie sich sehr freuten. Und was wird nun passieren...?! Keine Ahnung. Es ist wie ein schwarzes Loch vor mir. Eine totale Ungewissheit. Nach der Schwangerschaft soll ich eine "gleichwertige" Arbeit bekommen, aber "gleichwertig" könnte eine Arbeit sein, wo ich die Dokumente aus dem linken in den rechten Stapel legen und irgendwelche unsinnigen "Tools" incl. Exceltabellen pflegen soll. Und zwar den ganzen Tag lang. Es ist schon was anderes, als mit den Menschen umzugehen und zu kommunizieren, sie zu überzeugen und zu präsentieren, Verträge auszuhandeln und gegen Konkurrenz gewinnen. Deshalb tut mir dieser Verlust auch so weh!

Ich weiß also ganz genau, was und wieviel ich verliere. Aber es ist mir nur ein bisschen bewusst, was ich gewinne... Und selbst das ist äußerst zweifelhaft, denn es kann ja immer noch was mit dem Kund passieren...
Aber ich hoffe, dass dieses Krümmelchen lebt und überlebt.
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich antworte heute abend, habs aber schon gelesen

mfg
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, wie lebt man mit dem Risiko, dass den Kindern etwas zustoßen könnte? Man muss damit leben und ich bin einfach glücklich über jeden Tag, an dem alles gut geht. Ich lebe nach der Devise: Gestern ist vorbei, morgen kommt erst noch, aber leben kannst Du nur heute, also tu es. Ich habe kein Problem, Fünfe gerade zu lassen, wenn auch nur ein Lächeln dabei rumkommt und ich sammle glückliche Momente, zumal ich davon überzeugt bin, dass unsere Welt nicht so heil und wunderbar bleiben wird wie sie heute ist. Unsere Kinder, so fürchte ich, werden Dinge, die für uns heut selbstverständlich sind, nicht mehr tun können /dürfen. Je mehr Glück sie jetzt in sich aufsaugen können, um so besser werden Sie später mit weniger auskommen. Ich weiß, dass ich sie vor nichts beschützen kann, vor keinem Krieg und keiner Atombombe, keiner Seuche und keinem Idioten, der sie um Suff überfährt. Aber wenn es heute nicht passiert, dann bin ich heute glücklich darüber. Sicher sind meine Kinder verwöhnt, aber sie kennen auch Grenzen und entwickeln sich prima, was ihre Persönlichkeit betrifft. Alles andere ist mir letztlich egal, das lässt sich nämlich bei Bedarf nachholen. Was ich nicht leiden kann, sind "Um-Strategien". Früh aufstehen, UM .. Viel arbeiten, UM... Auf etwas verzichten, UM... Wer so lebt, wird nur feststellen, dass an dem Tag, auf den er mit seinen ganzen Verzichten hingearbeitet hat, UM... die Welt ganz anders aussieht als er es sich gedacht hat und er eigentlich andere Wünsche hat als er haben müsste, wenn seine jahrelangen Anstrengungen richtig gewesen wären. Es ist gut, einem Ziel zu folgen, aber es ist nicht gut, heute auf etwas zu verzichten, damit morgen etwas passiert, was einem vielleicht nicht mehr wichtig ist.

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Sie haben Glück. Sie leben in gesicherten finanziellen Verhältnissen, denn Sie sind angestellt. Ich war immer davon abhängig, dass ich da bin, um Geld zu verdienen. Sie können, wenn Ihnen der Sinn danach steht, nach der Geburt ein Jahr zuhause bleiben, 4 Wochen die Mama besuchen, in der Früh um 8 über den leeren Golfplatz gehen, wenn Ihr Baby im Babyjogger einverstanden ist. Sie können nach 6 Wochen wieder arbeiten, wenn Sie das wollen, aber Sie müssen nicht. Wenn Ihnen der Ersatzjob nicht zusagt, dann nehmen Sie Elternzeit und kommen nach einem Jahr zurück mit einem völlig neuen Selbstbewusstsein, einem neuen Lebensplan und setzen sich dann durch - das haben sie schon mal geschafft, das schaffen Sie wieder. Heute haben Sie noch Angst davor, weil sie es sich nicht vorstellen können, aber es wird klappen, es wird etwas völlig Neues werden.
Andere Frauen schmeißen alles hin, weil der Traummann auftaucht. Der ist vielleicht ein paar Jahre später wieder weg, Ihr Kind wird bleiben und ist eine wunderbare Chance für einen Neuanfang. Ich konnte mir das vorher auch nicht vorstellen und ich habe lange gebraucht, um mich darauf einzulassen, aber - das sollten Sie sich vielleicht auch gönnen- ich habe Geduld mit mir und meinen Fehlern. Ich erwarte nicht von mir, dass ich alles können und wissen muss - das tun meine Kinder schon eher. Und dann habe ich noch einen Vorteil: Ich "weiß", dass das Universum, das ich an dieser Stele "den lieben Gott" nenne, jeden Menschen nur vor solche Aufgaben stellt, die er auch bewältigen kann. Darum macht mir das Ungewisse keine Angst. Natürlich können Sie sich diese Einstellung aneignen, wie jede andere Einstellung auch, die Ihnen gut tut:
- Ich möchte und werde zu denen gehören, die nach der Geburt zu ihrer alten Figur zurück finden.
- Ich möchte und werde zu denen gehören, die es lieben, ihren Kindern etwas Gutes zu tun und sei es ihnen zuzuhören, wen ich eigentlich keine Zeit habe oder ihnen das Zimmer aufzuräumen, obwohl sie es auch selbst machen könnten. Wichtig ist, dass Sie es als Liebesdienst begreifen, wenn es so gemeint ist.
- Ich will und werde zu denen gehören, die sich an ihren Kinder erfreuen, wertfrei und mit ganzem Herzen
- Ich will und werde in allem das Gute sehen nach dem Motto das Glas ist halb voll und wenn nur noch ein Schluck drin sein sollte, aber ich keinen Durst habe, dann kann ich auch den gerne abgeben.

Sie haben schon sooo viel erlebt und vieles davon war schrecklich. Jetzt können Sie eine wundervolle Erfahrung machen. Schicken Sie die Angst vor der Ungewissheit weg und entdecken Sie, was kinderlose nie bekommen können: Eine ganz besondere Liebe.

Alles Gute.
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung: Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
Dr. Schaaf und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich danke XXXXX XXXXX herzlich für Ihre Gedanken, die Sie mit mir geteilt haben, für Ihre Ratschläge, die Sie mir gegeben haben, für Ihre Meinungen und Einstellungen, die Sie haben.
Ich sehe nun auch alles ein bisschen anderes. Ich habe über Vieles nachgedacht. Ich bin zuversichtlich, dass ich alles managen kann. Ich plane, ein Jahr nach der Geburt daheim zu bleiben. Sollte ich keine zufrieden stellende Stelle bei der Firma bekommen, wo ich gerade bin, werde ich erstmal dort bleiben, aber parallel was besseres suchen. Ich habe gute Qualifikation und kann mehrere Sprachen. Ich glaube, ich werde es hinkriegen! Ich danke Ihnen!
Ihnen und Ihren Kindern wünsche ich ebenfalls alles Gute!

Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke und alles Gute. Unter meinem Namen - Dr. Ive Schaaf - findet mich jede Suchmaschine binnen Bruchteilen von Sekunden. Ich sammle nicht nur besondere Momente, sondern auch "liebe Menschen". Wenn Sie möchten, können wir gern in Kontakt bleiben. Na strowje, otschen harascho, (fast) alles andere habe ich leider vergessen.

Alles Gute und jeden Tag einen Sonnenschein - Dr. Schaaf

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„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
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