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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

Ich (w, 27 Jahre) bin seit einigen Monaten oft sehr niedergeschlagen,

Kundenfrage

Ich (w, 27 Jahre) bin seit einigen Monaten oft sehr niedergeschlagen, fühle mich grundlos traurig und kann mich über nichts freuen, auch nicht über meinen 1.5 Jahre alten Sohn, und das ist schrecklich für mich. Ich habe das bisher unterdrückt, und auch meinem Mann davon nichts gesagt, aber ich kann es mittlerweile nicht mehr unterdrücken. Dazu kommt, das wir vor ca. 8 Monaten unseren Hund einschläfern lassen mussten (12.5 Jahre), welchen ich bereits seit dem Welpenalter aufgezogen habe. Die Trauer über diesen Verlust habe ich noch nicht verwunden. Schlimm ist für mich, das ich nicht direkt sagen kann, was mich traurig macht, ich kann es nicht quantifizieren. Ich habe auch schon länger keine glücklichen Momente mehr mit meinem Mann, obwohl es die sicher gibt, und darüber sind wir beide sehr traurig. Ich weiss einfach nicht mehr weiter.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

Ihr Schilderung würde zu einer Depression passen. Das typische und tückische an einer Depression ist, dass man einfach hineinschliddert, gerade noch mitbekommt, dass es einem immer schlechter geht, aber keine Chance hat, selber den Ausweg zu finden.

Sie brauchen also Hilfe durch einen außenstehenden Menschen, am besten professionelle Hilfe. Der richtige Ansprechpartner ist ein Neurologe. Er kann Sie untersuchen und die Depression erkennen, falls meine Vermutung stimmt. Wie es dann weiter gehen soll, wird er mit Ihnen abstimmen.
Wenn es sich wie vermutet um eine Depression handelt, gewinnen Sie mit jedem Tag, den Sie eher zum Arzt gehen, auch schneller Ihr altes Leben wieder zurück.

Tun Sie den ersten Schritt und machen Sie nächste Woche einen Termin aus. Den Überweisungsschein gibt es beim Hausarzt.

Ich würde Ihnen gern noch Tipps geben, was Sie bis dahin selber machen können, aber da gibt es leider nicht viel: Viel frische Luft, genügend Bewegung und gutes Essen (kein vitaminfreies Dosenessen). Wenn Se mit Ihrem Mann sprechen, wird er Ihnen helfen, Ihren Antriebslosigkeit in diesen Punkten zu überwinden.

Alles Gute - Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung: Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
Dr. Schaaf und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Hier kommen mehrere mögliche Faktoren zusammen. Einerseits kann man darüber nachdenken, ob noch postpartal, d.h. in der Folge der Hormonumstellungen der Geburt eine depressive Störung eingetreten ist. Die hormonellen Veränderungen, Schlafmangel , Anpassungsanforderungen an die neue Lebenssituation (z.B. weniger soziale Kontakte und Hobbies) sind echt heftig und treffen viele Frauen. So häufig, dass es Selbsthilfegruppen und Fachinformationen zum Thema gibt, wie beispielsweise sehr gut hier

Hier könnte man u..a mit einer Antidepressivabehandlung auf Grundlage der Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer helfen. Auch Lichttherapie oder eben eine begleitende Psychotherapie könnte helfen.

Jeder Tierbesitzer weiss, wie ihnen derzeit das Herz blutet. Gerade in einer solchen vorbelastet depressiven Phase kann man aber gar nicht richtig trauern. Es ist eher ein Gefühl der Gefühllosigkeit und man schämt sich manchmal sogar, dass man nicht traurig sein kann und so richtig das verarbeiten kann.

Es ist aber "normal", dass es ihnen in diesem Zustand eben so geht. Wichtig wäre daher erstmal zu klären, ob sich die Depression medikamentös bessern lässt.

Danach steht dann aber eine Paartherapie / Klärung an, damit ihr Leben wieder in gemeinsame glücklichere Bahnen führt (oder aber der Konflikt offen auf den Tisch kommen kann)

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