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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Sehr geehrte Doktoren und Fach rzte, seit l ngerer Zeit

Kundenfrage

Sehr geehrte Doktoren und Fachärzte,

seit längerer Zeit stecke ich in einem Teufelskreis. Ich gehe nicht gern in unbekannte Städte, Orte und in große Einkaufscenter. Ich verspüre dann einen ständigen Druck auf der Blase und habe das Bedürfnis dringend auf Toilette gehen zu müssen. Doch jetzt beginnt der Teufelskreis, dass ich in unbekannten Gegendend nicht weiß wo sich eine Toiltette befindet, werde ich panisch und verspüre noch einen größeren Druck auf die Blase. Jetzt ist es mitlerweile so, dass ich fremde Orte meide oder so verrückt bin mich erst nach einer Toilette erkundige, um dann etwas ruhiger meine Einkäufe oder ähnliches tätigen zu können. Bin ich in meiner gewohnten Umgebung habe ich nicht diesen Druck auf der Blase. Wie kann ich diesen Teufelskreis durchbrechen und wieder in Ruhe durch die Stadt gehen und nicht ständig Ausschauh nach einer Toiletteneinrichtung zu halten? Kerstin S. Cottbus
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Ihre Problematik ist häufig, aber eher der Psychosomatik als der Urologie zuzuordnen. Nun gibt es sicher Urologen, die sich auch aufgrund einer zusätzlichen psychosomatischen Qualifikation mit dieser Angststörung beschäftigen.

Eigentlich wären sie aber bei einem Facharzt für Psychotherapeutische Medizin bzw. einem ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten (z.B. mit Verhaltenstherapieausrichtung) besser aufgehoben.

Wie sie selber schon schreiben, ist es ein Teufelskreis (der Angst). Im Rahmen einer sog Agoraphobie haben sie Angst vor fremden (offenen bzw. unbekannten) Plätzen, die sich dann konkret in der Angst keine Toilette mehr erreichen zu können zeigt. Natürlich ist das vegetative Nervensystem in dieser Stressreaktion angespannt und man nimmt auch die entsprechenden körperlichen Symptome dann stärker wahr. Die Blase selber ist aber in aller Regel "gesund".

Wie sie auch richtig erkennen, sind es zunächst die Gedanken, die die Anspannung machen und dann die körperlichen Beschwerden. Letztlich aber auch egal, weil es ein Teufelskreis ist.

In einer Psychotherapie können sie u.a. durch Erlernen von Entspannungsverfahren und eine Angstbewältigungstherapie diesen Teufelskreis rasch durchbrechen. Das bedeutet aber auch, sich der Angst zu stellen (sog. Expositionsbehandlung) bzw. eine Neubewertung der Gedanken und Ängste vorzunehmen.

Könnten sie mir dieses unangenehme Gefühl als Bild beschreiben ?
Wenn das Gefühl ein Gewicht hätte,wäre es schwer oder leicht ?
Rund oder eckig ?
Hart oder weich ?
Warm oder kalt ?
welche Farbe passt dazu ?
Bewegt sich die Form ?
webpsychiater und 2 weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Es fällt mir jetzt schwer, ihnen dieses Gefühl zu beschreiben, wenn ich es nicht in diesem Moment erlebe. Es wird mir warm ich fühle mich schwer, habe das Gefühl nur noch zu rennen (sprich auf Toilette). Ich denke es ist ein bewegendes Bild. Die Farbe könnte ich jetzt nicht beschreiben.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Mir geht es darum, das Gefühl aus der Wort- und Grübelebene in die Bildform zu übersetzten. Das ist aber wahrscheinlich leider online etwas schwierig.

Wichtiger aber ist allgemein, dass ihnen Psychotherapie gut helfen würde. Vorrübergehend vielleicht auch eine Medikation mit Medikamenten, die man bei Angst (und Depressionen) einsetzt. Wichtig ist , dass das Gehirn raus aus dieser inneren Alarm- und Angstsituation kommt. Dafür wären eben die Entspannungsverfahren gut.

Sonst ist es schwierig, weil sie ja dauernd alle möglichen und unmöglichen Signale "abscannen" müssen, was unglaulich viel Kraft und Energie kostet.