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Dr. Höllering
Dr. Höllering, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 10834
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Höllering ist jetzt online.

Ich bin seit Jahren in st ndiger Prostatafr herkennungsuntersuchung.

Kundenfrage

Ich bin seit Jahren in ständiger Prostatafrüherkennungsuntersuchung. Jetzt wurde bei einer Diopsie ein Karzinom festgestellt. Welche Methode würden Sie empfehlen (Operation, Bestrahlung, örtliche Bestrahlung, Protonen.Scanning)

mit freundlichen Grüssen
Siegbert Engelmann
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag Herr Engelmann,

das für Sie geeignete Verfahren hängt von mehreren Faktoren ab:

zunächst wäre es wichtig zu wissen, wie hoch Ihr PSA - Wert ist und wie dieser sich innerhalb der vergangenen zwei Jahre entwickelt hat.

Darüber hinaus beeinflußt der sog. Gleason-Score maßgeblich die Art der Therapie.

Aufgrund der erwähnten Daten gibt es seitens der urolgischen Fachgesellschaften klare studienbasierte Empfehlungen, welches Verfahren das für Sie am besten geeignete ist.

Wenn Sie mir also zu den genannten Parametern noch mehr Informationen geben könnten, kann ich Ihnen eine genauere Antwort auf Ihre Frage geben.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Mein PSA-Wert hat sich in den letzten 3 Jahren von 9,2 über 12,5 auf 18,5 erhöht. Bei der vor 4 Wochen gemachten Diopsie wurden an mehreren nebeneinanderliegenden Stellen positive Befunde ermittelt (Wert 10). Ich habe keine Beschwerden beim Wasser lassen usw.

Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend Herr Engelmann,

vielen Dank für die weiterführenden Informationen!

Unter diesen Voraussetzungen ist für eine adäquate Therapieplanung das sog. Staging von großer Wichtigkeit. Hierzu gehört neben den Tast-, Ultraschall- und ggf. CT-Untersuchungen (lokale Ausdehnung des Tumors: hat er die Kapsel bereits überschritten, sind Lymphknoten betroffen?) auch eine Skelettszintigraphie, um nach etwaigen Knochenherden zu fahnden (bei Ihren Werten sehr wichtig!).

Je nachdem, welche Befunde hier erhoben werden, fällt dann die Therapieempfehlung aus:

Eine sog. Brachytherapie, also das Einsetzen von kleinen radioaktiven Strahlern in die Prostata kommt bei Ihnen (aufgrund Ihrer Werte) nicht in Frage;
dafür aber die radikale operative Prostataentfernung. Alternative Verfahren wie Vereisung (Kryotherapie) oder Verkochung (Hyperthermie) sind Ihnen nicht zu empfehlen, da vom Ergebnis her nicht überzeugend.

Je nach Ausprägung der Erkrankung kann eine begleitende Strahlentherapie und lokale Lymphknotenentfernung erforderlich sein.

Sollten sich Knochenherde finden, wird darüber hinaus eine Hormontherapie durchgeführt.

Die Therapie wird also individuell geplant. Sofern noch keine Staginguntersuchungen gelaufen sind, sprechen Sie diese mit Ihrem behandelnden Arzt en detail durch. Je gründlicher die Vorbereitung, umso effektiver und erfolgreicher die Therapie.

Ich wünsche Ihnen alles Gute für den weiteren Verlauf und für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung!

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