So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an webpsychiater.
webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
53212237
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Hallo, ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder

Kundenfrage

Hallo,

ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder (8 und 6 Jahre alt).

Ich leide seit letztem Juli unter starken Panikattacken. Meist kommen diese beim Autofahren. Danach geht bin ich total erschöpft. Manchmal ist es sogar so, dass ich gar nicht erst losfahren kann.
Hinzu kommt, dass ich täglich unter Schmerzen leide. Auch hier muss ich versuchen ruhig zu bleiben. Ich habe mich von meinem Hausarzt bereits durchchecken lassen. Körperlich bin ich total gesund.
Um meine Panikattacken besser unter Kontrolle zu haben, hat mir mein Arzt empfohlen LASEA einzunehmen. Dadurch geht es etwas, nur die Schmerzen bleiben.

Durch diesen Zustand ist leider meine ganze Familie und mein Umfeld mit betroffen. Was kann ich nur dagegen tun, dass es mir wieder besser geht.
Vielen Dank !
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
BBen sie schon eine Psychotherapie ?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nein leider noch nicht, es ist sehr schwierig überhaupt einen Termin zur Vorstellung zu bekommen. Das versuche ich schon seit ca. 3 Monaten. <br /><br />INFO :     Ich bin nur noch bis 15.00 Uhr online. <br /><br />Vielen Dank für Ihre Bemühungen !
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Oh ja, das weiss ich . Psychotherapeuten haben lange Wartezeiten. Lassen sie sich bitte etwaige Absagen schriftlich geben, dann kann man ggf. auch Therapeutinnen kontaktieren, die keine Kassenzulassung haben.

Ihre Symptomatik klingt nach einer leider schon chronifizierten Angststörung mit somatischen Begleitsymptomen (Schmerzen). Schmerzen sind eigentlich bei Angsterkrankungen nicht so häufig, können aber als Überreaktion der Muskelanspannung bei einem stark erhöhten Anspannungsniveau auftreten. Manchmal hilft daher auch ein Ansatz über Atemtherapie bzw. Körpertherapie , was weit schneller terminlich zu organisieren wäre.

Überhaupt würde man ihnen das Erlernen eines Entspannungsverfahrens wie Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training empfehlen.

Medikamentös bin ich persönlich nicht so ein grosser Fan von LASEA. Man könnte ggf. den Behandlungseffekt ggf. durch ein Antidepressivum mit Wirkung bei Schmerzen und Angst (beispielsweise Cymbalta mit dem Wirkstoff Duloxetin) ergänzen oder optimieren.

Eigentlich benötigen sie aber natürlich eine Verhaltenstherapie, d.h. eine gute Psychotherapie. Aufgrund der langen Dauer der Symptomatik und der deutlichen Einschränkungen im Alltag wäre ggf. auch eine teilstationäre = tagesklinische Behandlung oder sogar eine vollstationäre Behandlung in einer Rehabiliationsklinik für Angststörungen angezeigt. Haben Sie darüber schon einmal mit dem Arzt gesprochen ?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich werde mich auf jeden Fall weiterhin um einen Therapieplatz bemühen. Auch den Tip für eine Atemtherapie werde ich weiterverfolgen. Ich bin ja berufstätig, deshalb ist es eher schwierig in eine Tagesklinik zu gehen.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sie könnten noch folgende Strategie zur Stabilisierung ausprobieren :

Einmal angenommen, sie wären angstfrei und hätten maximalen Handlungsspiel-Raum. Können sie sich an dieses (alte) Gefühl von Sicherheit erinnern ?

Wenn dieses Gefühl wie ein Zimmer wäre, welche Farbe hätte die Zimmerwand ?
Welcher Fußbodenbelag wäre darin ?
Was für ein Licht ?
Wäre es warm oder eher kalt?
Welcher Geruch oder welches Geräusch gehört dazu ?

Wie würden Sie sich jetzt fühlen ?

Beschreiben sie dieses (bessere) Gefühl mal auch als Bild ?
Welche Farbe hätte das Gefühl ?
Wäre es rund oder eckig ?
Schwer oder leicht ?
Bewegt es sich ?

Nun stellen sie sich diese Form in dem ZImmer vor und machen mal 10 Augenbewegungen von rechts nach links (oder tippen auf die rechte und linke Schulter abwechselnd).

Mit dieser Übung können sie leichter wieder ein Gefühl von Sicherheit bekommen. Es reicht, wenn sie an die Form und das Zimmer denken und ein paar Augenbewegungen machen.

Wie müsste die Form aussehen, um ihre reale Situation der Angst zu beschreiben ?
webpsychiater und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich kann mich an eine angstfreie Zeit schwer erinnern.

Aber ich kann es mir vorstellen. Ich würde mich befreit fühlen und ungemein leicht. Wie bei einem Spaziergang bei Sonnenschein am Meer, nicht allein sondern mit meiner Familie (Mann und Kinder)

Das Zimmer wäre hellgrün mit Teppich und warmen Licht, es wäre warm und würde nach Blumen duften.

Ich würde mich runum wohl fühlen, ohne Schmerzen und Ängste.

Das Bild wäre grün, mit hellblau und rosa, es wäre rund. wie ein Sonnenuntergang.

Meine Angst zu beschreiben fällt mir schwer. Sie ist erdrückend.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich kann mich an eine angstfreie Zeit schwer erinnern.

Aber ich kann es mir vorstellen. Ich würde mich befreit fühlen und ungemein leicht. Wie bei einem Spaziergang bei Sonnenschein am Meer, nicht allein sondern mit meiner Familie (Mann und Kinder)

Das Zimmer wäre hellgrün mit Teppich und warmen Licht, es wäre warm und würde nach Blumen duften.

Ich würde mich runum wohl fühlen, ohne Schmerzen und Ängste.

Das Bild wäre grün, mit hellblau und rosa, es wäre rund. wie ein Sonnenuntergang.

Meine Angst zu beschreiben fällt mir schwer. Sie ist erdrückend.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich wollt nochmals DANKE sagen, auch wenn ich es eigentlich nicht wahr haben wollte, ist mir klar geworden, dass ich wohl doch eine Therapie machen muss.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gern geschehen !