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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 11064
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Ich, weiblich, 36 Jahre, hatte vor 4 Wochen eine Herzbeutelentz ndung

Kundenfrage

Ich, weiblich, 36 Jahre, hatte vor 4 Wochen eine Herzbeutelentzündung und war desswegen 4 Tage im Spital.
Ich bekam Medikamente (Clavamos und Voltaren) für eine Woche und körperliche Schonung verschrieben. Das habe ich gemacht.Jedoch fühlte ich mich nie richtig fit. Nun sind am Mittwoch wieder die selben Symtome (Schmerzen beim tief Luftholen, Kieferschmerzen) aufgetreten. Der Hausarzt verschrieb mit Grippetableten und der Herzspezialist in Wels meinte ich hatte Pech, ich habe halt zwei mal einen Virus erwischt der sich irgendwo hinschlägt. Es hätte genau so gut den Schleimbeutel im Knie erwischen können. (Ist ja auch fast kein Unterschied ob es ums Knie oder ums Herz geht).
Mich beunruhigt das jeder nur die Schmerzen bekäpft, aber keiner richtig weiß wo es herkommt und warum. Derzeit nehme ich Parkemed sonst nichts. Ich denke diese Behandlung ist nicht ausreichend. Mein nächster Arzttermin ist erst in 2 Wochen.
Konnen sie mir da helfen? Bitte um ein kurzes Rückmail.
Mit Freundliche Grüßen
Schedlberger Alexandra
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag Frau Schedlberger,
eine Herzbeutelentzündung (Perikarditis) ist leider eine Erkrankung, deren Ursache manchmal schwer zu fassen ist (es kommen Viren, Bakterien, Rheuma, Tuberkulose, aber sogar auch Allergien in Betracht), was deren Behandlung dadurch erschwert und für deren Heilung ein wenig Geduld erforderlich ist. Am wichtigsten wäre das Klären der Frage, ob bei Ihnen wirklich eine rheumatische Genese dahintersteckt und worauf sich diese Verdachtsdiagnose stützt (haben Sie außer dem Antibiotikum und Voltaren auch Kortison erhalten?). Sollte tatsächlich eine rheumatische Erkrankung (ein Virus würde man so NICHT behandeln) die Ursache sein, ist Parkemed in der Tat nicht ausreichend. Bei wiederholten rheumatischen Schüben wäre eine Kortikosteroidtherapie angebracht, die in der Akutphase höher dosiert und im Intervall niedrigdosiert weitergeführt werden sollte. Außerdem sind engmaschige kardiologische Kontrollen sehr wichtig, um zu sehen, ob sich die Herzleistung verändert und sich ein Erguß im Herzbeutel bildet. Die Empfehlung zur körperlichen Schonung besteht weiterhin. Vielleicht sollten Sie sich vor Ort an einen Rheumatologen wenden, der eng mit einem Kardiologen zusammenarbeitet, denn im dortigen Spital bzw. unter der aktuellen Betreuung scheinen Sie - offen gesprochen - nicht optimal aufgehoben zu sein.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Herr Dr. med. Leinung,

 

wenn ich sie richtig verstanden habe, schließen sie aus meiner Medikation, daß die Entzündung rheumatischer Ursache ist. Das ist mir neu. Kortison habe ich meines Wissen nach nicht erhalten - höchstens als Infusion im Krankenhaus. Leider habe ich noch keinen Endbefund vom Krankenhaus, aber auch dort ist wiederholt von einer eventuell nicht beachteten Verkühlung gesprochen worden, die ich aber nicht hatte. Flüssigkeit wurde in der Akutfase am Anfang meiner Erkrankung festgestellt und ist laut Internistenuntersuchung vom Freitag dieser Woche auch weiterhin "wenig" vorhanden. Sind Sie der gleichen Meinung dieses Arztes, daß es sich um eine neuerliche Erkrankung mit zufällig den selben Symptomen handelt, oder eher um die ursprüngliche Entzündung? Wie kann ich einen chronischen Verlauf abwehren? Wie dringend sind diese Behandlungen oder soll ich tatsächlich 2Wochen bis zum nächsten Termin beim Kardiologen warten? Mit welchen Argumenten soll ich meinem Hausarzt begründen, daß die Behandlung derzeit unzureichend ist und ich einen anderen Spezialisten (Rheumatologen) benötige (Wartezeit wahrscheindlich ebenfalls 2-3 Wochen) oder soll ich um eine Einweisung ins Krankenhaus bitten, falls die Zeit drängt?

Mit freundlichen Grüßen

Schedlberger Alexandra

Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Schedlberger,
ich melde mich im Laufe des Abends noch einmal bei Ihnen, spätestens morgen früh. Vielen Dank für Ihre Geduld!
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag Frau Schedlberger,
wenn Sie mit einem Antibiotikum und einem sog. nichtsteroidalen Antiphlogistikum (NSAR) (Voltaren) behandelt wurden, ist davon auszugehen, dass Ihre Ärzte den Verdacht auf ein rheumatisches Geschehen hatten, sonst hätte die Therapie anders aussehen müssen (und sonst hätte Ihr Arzt nicht die Bemerkung mit dem Knie gemacht).
Wie gesagt ist es häufig schwierig, die genaue Ursache einer Perikarditis herauszufinden, wegen der vielen möglichen auslösenden Faktoren. Meine Empfehlung wäre aber, dass Sie sich gezielt wegen des rheumatischen Verdachts mit Ihren behandelnden Ärzten unterhalten und diese auf die Möglichkeit einer Kortisontherapie ansprechen (aus der Ferne ist verständlicherweise schwer zu sagen, ob dies bei Ihnen sinnvoll wäre, da ich Ihre aktuellen echokardiographischen Werte nicht kenne).
Darüber hinaus ist die körperliche Schonung das A und O. Im Krankenhaus brauchen Sie sich nicht behandeln zu lassen, das geht auch ambulant. Wichtig ist aber eine regelmäßige kardiologische Untersuchung mit Abhören des Herzens, EKG und dem Durchführen eines Herzultraschalls (alle 1-2 Wochen).
Ihrem Hausarzt können Sie einfach erklären, was Sie herausgefunden haben und dass Sie dem Verdacht auf Rheuma nachgehen möchten. Eine Chronifizierung können Sie durch die genannten Maßnahmen umgehen (Schonung, weiterhin NSAR plus einen Magenschutz, z.B. Omeprazol und dann ggf. die erwähnten Kortikosteroide).
Machen Sie sich jetzt aber bitte zunächst keine allzu großen Sorgen. Meist heilt die Entzündung folgenlos aus, und der Kardiologe könnte sofort einschreiten, falls er etwas Auffälliges entdeckt.
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Frau Schedlberger,

Sie haben meine Antwort gelesen, bislang aber noch nicht reagiert. Gibt es weitere Fragen? Diese beantworte ich Ihnen gerne. Ansonsten würde ich mich freuen, wenn Sie meine Antwort durch das Anklicken von "Akzeptieren" honorieren würden. Danke!
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Frau Schedlberger,
sofern es Ihrerseits keine weiteren Fragen mehr gibt, würde ich mich über das Akzeptieren meiner Antwort freuen.
Herzlichen Dank!
PS: Rückfragen sind jederzeit kostenfrei im selben Fenster möglich.
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo, Frau Schedlberger!

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