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rolandeven
rolandeven, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 102
Erfahrung:  Facharzt für Nuklearmedizin seit 1991. Schwerpunkte: Schilddrüsendiagnostik, Endokrinologie, Labormedizin, Autoimmunerkrankungen
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rolandeven ist jetzt online.

Unser Sohn ist 2,5 Jahre und hat seit ueber einem Jahr einen

Kundenfrage

Unser Sohn ist 2,5 Jahre und hat seit ueber einem Jahr einen ca. 3cm grossen Lympfknoten am Hals unterm linken Ohr.
Zunaechst haben wir dem keine grosse Beachtung geschenkt, da er immer wieder irgendwelche Infektionen hatte bzw. Zaehne bekommen hat.
Auch unser Kinderarzt hat uns immer wieder beruhigt. Nach dem der Lympfknoten nun schon ueber ein Jahr unveraendert gross sind haben wir dies nun bei einem
Kinder-Hämatologen untersuchen lassen (grosses Blutbild, Ultraschall,...). Alles
OK. Unserem Sohn geht es auch bestens.
Der Arzt hat nun zu einer OP geraten, um den Lymphknoten herauszunehmen und naeher zu untersuchen. Vorher hatte er uns als letzten Versuch zu einer ATB-Behandlung geraten, die wir nach 13 Tagen ohne Ergebnis abgebrochen haben.
Nun waere also die OP dran, wo wir uns etwas straeuben. Unserem Sohn geht es gut und hat auch keine Schmerzen am Knoten. Was Aerzte angeht ist er mittlerweile durch die ganzen Untersuchungen total traumatisiert.
Das geht schon soweit, dass er beim Ausziehen seines Bodys weint, er moechte nicht gepickst werden.
Heute war meine Frau beim Osteopathen, die uns vor einer OP abgeraten hat.
U.a. meinte Sie, dass evtl. auch die Impfungen, die man in dem Alter so macht, die Ursache sein koennten.
Man solle lieber warten und evtl. erst in einigen Jahren eine OP machen. U.U wachse sich das noch aus.
Was tun?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  rolandeven hat geantwortet vor 6 Jahren.

Lieber Forumsnutzer,

 

zunächst spricht die Grössenkonstanz über ein ganzes Jahr natürlich eher gegen einen bösartigen Prozess. Auch sind rein statistisch die meisten Lymphknotenvergrösserungen im Halsbereich gerade bei Kindern durch Infektionen bedingt, die entweder chronisch verlaufen oder auch schon abgeklungen sind.

Dennoch ist die Grösse von etwa 3cm ungewöhnlich. Folgende Untersuchungen können zur Beurteilung der Gut-oder Bösartigkeit dieses Lymphknotens gemacht werden:

 

1.) Sonographie, also Ultraschall der Halsorgane einschliesslich der Schilddrüse und der Speicheldrüsen

2.) Grosses Blutbild

3.) Bei Verdacht auf ein bösartiges Geschehen Bestimmung folgender Tumormarker (spezielle Blutwerte, die bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems anzeigen) :

 

- H3-Thymidinkinase

- Beta- 2- Mikroglobulin

 

4.) Punktionszythologie des Knotens, d.h. es wird mit einer feinen Nadel eine Probe aus dem Knoten entnommen und dann von einem Pathologen mikroskopisch auf Bösartigkeit hin untersucht.

 

Insgesamt muss nochmals betont werden, dass die meisten solcher Lymphknotenvergrösserungen gutartig sind. Keine der oben unter 1-4 genannten Methoden kann alleine eine Bösartigkeit hundertprozentig ausschliessen oder nachweisen. Alle zusammen dürften auf eine Genauigkeit von über 95% kommen.

 

Da der Knoten jedoch durch seine Grösse sicherlich auch störend wirkt und auch bei Gutartigkeit im Verlauf verkalken kann, d.h. verbleiben, würde auch ich letztlich als optimale Lösung zu einer operativen Entfernung raten.

Dies hätte auch den Vorteil, dass man dann den operierten Knoten "histologisch" untersuchen kann, was in der Regel eine genaue Differenzierung zwischen gut- und bösartig ermöglicht.

 

Osteopathische Methoden - so gut sie im Einzelfall sein mögen - helfen in diesem Falle nicht.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

Dr. med. Roland Even

 

 

rolandeven und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort. Interessant waere fuer uns nochmals eine Antwort von einem Kinderarzt zu hoeren.

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