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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 11064
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Tag, Meine Frau hat eine Symphysitis, wir sind ratlos. Seit

Kundenfrage

Guten Tag,
Meine Frau hat eine Symphysitis, wir sind ratlos.

Seit über 6-7 Monate, Überall gewesen, Ratlosigkeit bei den Ärtzen.

Schmerztabellten und Unterstützungsgürtel helfen nicht weiter.

Was kann man tun, wo gibte einen Fachartz der sich kümmert?

Vielen Dank XXXXX XXXXX

MFG Pauls
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,
mit Schmerztabletten und Unterstützungsgürtel allein ist es leider auch nicht getan, da der Faserknorpel der Symphyse sog. bradytrophes Gewebe darstellt, also schlecht durchblutet ist. Dadurch gelangen die Schmerzmedikamente vom Blut meist nicht in ausreichender Dosierung bis zum Zielgewebe vor. Es gibt aber eine ganze Reihe anderer Möglichkeiten, um eine deutliche Schmerzlinderung zu erzielen (ich hoffe, ein Infektionsherd ist ausgeschlossen bzw. adäquat und erschöpfend behandelt):
1) physikalische Maßnahmen wie Magnetfeldtherapie; 2) lokale Infiltrationen mit Lokalanästhetika; 3)Iontophorese: wenn Ihre Frau recht schlank ist, kann mittels Strom ein Schmerzmittel (z.B. Diclofenac) direkt an die Symphyse "transportiert" werden. 4) Schmerzkatheter: über den Rückenmarkskanal wird mittels eines dünnen Schlauches (keine Operation!) kontinuierlich ein Schmerzmedikament abgegeben, was sehr wirksam die Beschwerden lindert (Ihre Frau kann trotzdem laufen, keine Betäubung der Beine!). Darüber hinaus muß man nach so einer langen Beschwerdedauer auch von einer Chronifizierung ausgehen, d.h. neben der gezielten organischen Schmerztherapie würde eine ergänzende psychosomatische Unterstützung zusätzliche Linderung versprechen.
Geeignete Ansprechpartner sind für Sie zum einen Schmerztherapeuten (meist speziell ausgebildete Anästhesisten) und Rheumatologen. Ich hoffe, diese Hinweise helfen Ihnen schon einmal weiter, stehe Ihnen jedoch für Rückfragen gern zur Verfügung!
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Abend,

 

was meinen Sie mit Infektionsherd?

 

Wurde nicht untersucht?

 

Symphysitis wurde nur durch CT untersuchung festgestellt.

 

Vielen Dank

 

Pauls

Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend Herr Pauls,
eine Symphysitis geht manchmal mit einer Entzündung einher, die unter Umständen eine Mitbeteiligung der Knochenhaut (Periost) nach sich zieht. Dies hängt aber davon ab, wodurch sich Ihre Frau die Erkrankung zugezogen hat. Ist sie gefallen oder hatte einen anderen Unfall? Oder kam es im Nachgang zu einer Op oder einem anderen ärztlichen Eingriff zu den Beschwerden?
Wenn ihre Blutwerte in Ordnung waren (Entzündungswerte ok), dann ist auch nicht von einem Infekt auszugehen. Sie sagten ja, dass Ihre Frau schon bei vielen Ärzten war, daher gehe ich sehr davon aus, dass ihre Werte geprüft wurden, wahrscheinlich sogar schon mehrmals.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

 

Noch eine Frage

 

Kann es möglich sein, dass einen Blasenenzündung mit anschl. Virusinfekt der Auslöser einer Symphsitis war?

Da die ersten Symtome da nach aufgetreten sind, weiterhin kein Sport, kein Unfall oder Op, keine Geburt.

 

Viele Grüße

Pauls

 

 

Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,
eine Blasenentzündung als Auslöser ist eher unwahrscheinlich. Wenn bei Ihrer Frau kein Trauma und kein Eingriff vorliegt, so kommen als Ursachen noch Überlastung (eher bei Leistungssportlern der Fall - da weiß ich natürlich nicht, wie aktiv Ihre Frau bisher war) oder eine rheumatische Genese in Betracht. Eine Symphysitis tritt z.B. als sog. seroNEGATIVE Arthritisform auf, d.h. Rheumafaktoren sind hier nicht nachweisbar. Hier könnte der oben erwähnte Rheumatologe Ihnen und Ihrer Frau ggf. weiterhelfen - jedoch steht zunächst die Schmerzlinderung an, weswegen ich Ihnen empfehlen würde, den Schmerztherapeuten bzw. eine Schmerzklinik als erstes aufzusuchen.

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