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pm
pm, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 358
Erfahrung:  Arzt mit breitem Wissen
27221237
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pm ist jetzt online.

Ich bekomme die Zoladex 3-Monatsspritze seit Mai 2008. S mtliche

Kundenfrage

Ich bekomme die Zoladex 3-Monatsspritze seit Mai 2008. Sämtliche Nebenwirkungen, wie z. B. Knochenschmerzen habe ich durchgemacht+ einigermaßen übestanden. Lediglich die Schweißausbrüche bekomme ich regelmäßig ca.alle 4 Stunden auch und besonders stark in der Nacht. Ich habe dagegen schon folgende Medikamente auf ärztl. Verordnung eingenommen:
- Salvysat(Bürger); - Androcur; - Seroxat; -Feminon; - Sormodren uind Atarax. Nichts hat bisher auch nur ansatzweise geholfen. Androcur hat die Schweißausbrüche noch verschlimmert.
Hat jemand noch irgendeinen Rat? Ich weiß mir nicht mehr zu helfen.
Herzlicher Gruß
Martin Engelberg [email protected]
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  pm hat geantwortet vor 6 Jahren.
Als erstes: eine Dauerhormontherapie ist nicht mehr zeitgemäß seit Studien EINDEUTIG zegen konnten, dass zwischenzeitliches Pausieren der Therapie (intermittierende Androgenblockade) KEINE Nachteile für den Patienten hat, nur Vorteile wegen der Erholung der Testosteronproduktion. Es wird aber höchste Zeit bei Ihnen - nach spätestens 3 Jahren sind die Hoden so sehr geschädigt, das eine Erholung nicht mehr wahrscheinlich ist.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Was soll ich denn jetzt machen? Soll ich etwa mit meinem behandelnden Internisten in dem von Ihnen geschilderten Sinne verhandeln und einmal mit der Zoladeyx-Spritze aussetzen? Wenn ja, für welchen Zeitraum? und was mache ich ,wenn der PSA-Wert zwischenzeitlich wieder ansteigt? Derzeit liegt mein PSA-Wert bei 0,07 (20.11.2009),
0,06 (21.05.2010) und 0,105 (19.11.2010).
Hiewrauf hätte ich gerne noch eine zusätzliche Antwort.
Danke.
Mit freundlichem Gruß
Martin Engelberg
Experte:  pm hat geantwortet vor 6 Jahren.

Man(n) setzt solange mit der Therapie aus, bis

 

1. sich der Testosteron-Wert erholt hat

2. der Urspungs-PSA-Wert zu beginn der Hormontherapie

3. oder 10-20 erreicht wird

 

Das hängt aber auch ein wenig von der Anstiegsdynamik ab. Bei langsamen, linearen Anstiegen wartet man länger, bei schnellen, exponentiellen Anstiegen startet man früher wieder.

 

Ich sehe nämlich bei Ihnen schon einen ersten PSA-Anstieg UNTER Therapie, das ist ein kritisches Zeichen einer ersten Resistenzentwicklung und genau DIE will man vermeiden. Denn der nächste Schritt wäre eine Chemotherapie.

 

Die "intermittierende Androgenblockade"

Bei der intermittierenden Androgenblockade wird die Behandlung nach einigen Monaten abgesetzt. In dem folgenden therapiefreien Intervall wird regelmäßig der PSA-Spiegel als Maß für die Wachstumsaktivität des Tumors kontrolliert. Steigt der PSA-Wert in der therapiefreien Zeit an, so beginnt man erneut mit der Therapie. Ein Vorteil dieser Methode ist sicherlich, dass der Patient in den therapiefreien Intervallen nicht unter den Nebenwirkungen des Hormonentzugs leidet. Außerdem lässt sich mit der intermittierenden Androgenblockade das Schrumpfen der Hoden vermeiden, das unter einer langfristig andauernden Androgenblockade auftreten kann.

 

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/prostatakrebs/article/582553/prostata-ca-pausen-androgenblockade.html

Prostatakarzinome können hormonunabhängig werden

Manche Prostatakarzinome werden früher, andere zu einem späteren Zeitpunkt hormonunabhänig (hormonrefraktär) und die Erkrankung schreitet trotz der endokrinen Therapie fort. In vielen Fällen kann dann der Wechsel zu einer anderen antihormonellen Therapie nochmals erfolgreich Einfluss auf das Tumorwachstum nehmen. Bei manchen Patienten sinkt nach dem Absetzen der Hormontherapie vorübergehend der PSA-Spiegel ab (Antiandrogen-Entzugssyndrom), ein Effekt, der jedoch eine vorübergehende Erscheinung ist.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Experte,

ich habe nun auf Ihren Rat hin und in Absprache mit meinem behandelnden Arzt die 12. Zoladex-Spritze,die mir am 19. 02. verabreicht werden sollte, nicht erhalten und eine 6wöchige Kontrolluntersuchung des PSA-Wertes vereinbart.

Ergebnis:

18.02. PSA 0,04 / PSA frei 0,07

01.04. PSA 0,208 / PSA frei0,079

 

Allerdings hat sich in Bezug auf die Schwitzattacken nichts geändert.

Ist überhaupt absehbar, ob und wenn ja, wann das Schwitzen abnimmt?????

Mit freundlichem Gruß

Martin Engelberg