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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 11441
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

betreffs Extrasystolen Guten Tag Mein Sohn (24 Jahre)

Kundenfrage

betreffs: Extrasystolen
Guten Tag

Mein Sohn (24 Jahre) hat unaufhörlich ventrikuläre Extrasystolen, die so heftig sind, dass eine Computertomografie kein Ergebnis gegeben hat. Selbst mit dem Betablocker, Concor 25 mg, ist keine Besserung aufgetreten. Mit dem Belastungstest sind jedoch die Extrasystolen weg. Auch die Blutanalysen sind gut. Mein Sohn hat keine Beschwerden. Der sehr unregelmässige Puls wurde durch Zufall entdeckt, als er Blutspender werden wollte. Mein Sohn hat recht wenig Bewegung und sitzt während seiner Freizeit stundenlang fast nur vor dem Computer und bis in die Nacht hinein (zwischen 12 bis 1 Uhr). obschon er morgens um 7 Uhr aufstehen muss, um zur Arbeit zu gehen, wo er viel zu tun hat. Seine Konzentration ist nicht die Beste. Er schwitzt viel. Ausserdem ist er chaotisch, im Zimmer sowie in seinen administrativen Schreibereien, z.B.. Rechnung bezahlen, Rechnungen in die Krankenkassen schicken. Seine Medikamente (Betablocker) vergisst er auch immer wieder oder er hat vergessen ob er sie genommen hat oder nicht. Ich habe das Gefühl, dass die Ursachen der Extrasystolen an Bewegungs-und Schlafmangel sowie am Nikotin liegen. Mein Sohn raucht zwar nicht so viel, 10 Zigaretten am Tag. Aber wenn er am Wochenende ausgeht, raucht er weit mehr und dann hat er morgens Reizhusten und er spuckt immer wieder. Alkoholprobleme sind keine vorhanden. Mein Sohn nimmt meine Ratschäge (mehr Bewegung. mehr Schlaf, ein totaler Check Up in einer Klinik) nicht ernst, weil er die Extrasystolen nicht spürt, was selbst sein Kardiologe nicht versteht. Ich schreibe aus Luxembourg.
Herlichen Dank für ihre Antwort. Andrée EWERT
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,
Ihren Schilderungen nach zu urteilen, handelt es sich bei den Extrasystolen (VES) Ihres Sohnes, die unter Belastung verschwinden (sog. overdrive Suppression) um VES ohne Krankheitswert. Da bei ihm bereits eine Ablation versucht wurde, gehe ich davon aus, dass eine eingehende Diagnostik mit Echokardiographie etc. erfolgt ist, bei der offenkundig keine strukturelle Herzerkrankung festgestellt wurde, wofür auch die Beschwerdefreiheit Ihres Sohnes spricht.
Bei ansonsten gesunden Patienten haben VES keinen wirklichen Krankheitswert (deswegen wäre auch die Betablockertherapie äußerst kritisch zu überdenken) und zudem eine gute Prognose, d.h. sie verschwinden entweder von allein oder aber haben zumindest keinen negativen Einfluß auf die Herzleistung (unabhängig davon, wie oft sie auftreten).
Es wäre zwar gesünder, wenn Ihr Sohn das Rauchen sein ließe und mehr Sport treiben würde, anstatt nur vor dem Computer zu sitzen, aber zwingen können Sie ihn sicher nicht - und Auswirkungen auf die Herzleistung würden sich erst in vielen Jahren zeigen, wenn sich eine Gefäßverkalkung ausbildet und die Sauerstoffversorgung beeinträchtigt.
Da Sie keine explizite Frage gestellt haben, bin ich mir nicht sicher, ob ich Ihnen eine für Sie adäquate Antwort geben konnte, ich hoffe aber, Ihnen zumindest ein wenig Ihre Sorgen habe nehmen können. Ansonsten können Sie gerne Rückfragen stellen.
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

da Sie meine Antwort gelesen, aber noch nicht reagiert haben, teilen Sie mir bitte mit, ob Ihrerseits noch offene Fragen bestehen. Diese beantworte ich Ihnen gerne. Ansonsten honorieren Sie meine Antwort bitte durch das Anklicken von "Akzeptieren".
Vielen Dank!
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,
Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie daher, dies noch nachzuholen und somit meine medizinische Beratung zu honorieren - nicht nur wegen der Fairness, sondern weil dies auch Gegenstand der AGB ist, die Sie akzeptiert haben. Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie auf das grüne "AKZEPTIEREN" - Feld unter meiner Antwort klicken. Danke!
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo, Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie daher - falls Ihrerseits keine Rückfragen bestehen - , dies noch nachzuholen und somit meine medizinische Beratung zu honorieren.
Vielen Dank!
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo, Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie daher - falls Ihrerseits keine Rückfragen bestehen - , dies noch nachzuholen und somit meine medizinische Beratung zu honorieren. Vielen Dank!
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,
falls Sie Rückfragen haben, können Sie diese jederzeit kostenfrei stellen. Eine Rückmeldung von Ihnen, was Ihnen bei meiner Antwort fehlt, wäre überdies recht fair. Diese Lücke kann ich gern schließen. Jedoch völlig kommentarlos NICHT zu akzeptieren, ist - wie Sie sicher nachvollziehen können- schwer verständlich.
Danke XXXXX XXXXX Rückmeldung im Voraus!
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
<p>Frau Dr Leihmann. Danke für Ihre Antwort. Ich habe leider vergessen Ihnen mitzuteilen, dass die linke Herzpumpe bis zu 12o ml geschwollen ist mit einer Masse von 65 g/m2. Der Arzt kann leider keine Diagnostik darüber stellen, weil die Computerfotografie nicht funktioniert wegen den dauernenden 5o% Extrasystolen.</p><p>Kann die Schwellung etwas mit den Extrasystolen zu tun haben und können die Extraystolen mit innerlichem Stress zu tun haben?</p><p> </p>
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Liebe Frau Leinung. Ich danke XXXXX XXXXXür ihren Bericht. Ich habe leider vergessen, dass die linke Herzkammer meines Sohnen geschwollen ist bis ui 12o ml mit eine Masse von 65 g/m2. Leider kann keine Diagnostik erstellt werden, da eine Computerfotografie wegen den 5o % und dauernden Extrasystolen nicht funktioniert
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Ewert,
vielen Dank XXXXX XXXXX Rückmeldung und die zusätzlichen Informationen!
Ich hoffe sehr, ich kann Sie ein wenig beruhigen, denn auch die von Ihnen ergänzten Werte sind absolut im Normbereich. Denn ein (Schlag-)volumen von 120 ml mit einer linken Herzkammer-Masse von 65 g/m2 ist bei einem untrainierten Menschen VÖLLIG in Ordnung. Es werten Werte bis 130 g/m2 an linksventrikulärer (linke Herzkammer) Muskelmasse mit bis zu 300 ml transportiertem Blutvolumen als gesund angesehen, also toleriert.
Aufgrund der von Ihnen angegebenen Werte ist Ihr Sohn nach wie vor völlig gesund!! Warum überhaupt eine Ablation versucht und Ihrem Sohn Betablocker verschrieben wurden, ist mehr als kritisch zu hinterfragen!!
Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und würde mich über eine Rückmeldung freuen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

An Dr Leinung,

Ich danke XXXXX XXXXX für Ihre Erklärungen, die mir einen guten Durchblick gegeben haben. Der Karliologe von Luxembourg und die von der Universitätsklinik von Nanzig haben die 2 Ablationen vorgenommen, um die Betablocker zu verhindern. Sie wollten eigentlich präventiv vorgehen. Meinem Sohn wurde erklärt, dass jetzt keinerlei Gefahr bestehe, doch dass im Alter das Risiko höher ist, eine Herzkrankheit zu bekommen. Er hat auch seine Bedenken, was die Medikamente anbelangt. Eine Frage haben sie mir nicht beantwortet. Könnten die Extrasystolen von seelischer Natur oder von innerer Nervosität kommen? Mit dieser Antwort ist das Thema endgültig abgeschlossen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,
das Auftreten von Extrasystolen ist eine ganz normale Erscheinung und kommt bei so gut wie jedem Menschen vor. In gewissen Lebensabschnitten (Pubertät, 2. und 3. Lebensjahrzehnt) kann es zu einem gehäuften Auftreten der Extrasystolen kommen, ohne dass ein Krankheitswert besteht oder dass man genau weiß, woran das gehäufte Auftreten geknüpft ist. Meist verschwinden die Extraschläge von allein wieder, OHNE dass eine Therapie notwendig ist. Eine psychische Ursache wird hier eher nicht vermutet (wobei psychische Ursachen immer schwer zu verifizieren und damit letztlich nie auszuschließen sind), sondern eher ein Ungleichgewicht im Elektrolyt- oder Hormonhaushalt.
Da die von Ihnen genannten Herzparameter in Ordnung sind, Ihr Sohn kein gesteigertes Interesse an den Medikamenten hat und es aus medizinischer Sicht auch nicht erforderlich ist, die Betablocker einzunehmen (und es im übrigen auch nicht stimmt, dass Ihr Sohn allein durch das gehäufte Auftreten der Extrasystolen einem größeren Risiko für spätere Herzerkrankungen ausgesetzt ist), würde ich Ihnen empfehlen, die Medikamente wegzulassen, Ihren Sohn eher zu einer gesünderen Lebensweise mit mehr Sport und ausgewogener Ernährung zu bewegen und einfach abzuwarten. In den allermeisten Fällen erledigt sich die Angelegenheit von selbst und macht auch später keine Probleme mehr.