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Ortho-Doc Nowi
Ortho-Doc Nowi, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2059
Erfahrung:  Arzt f. Orthopädie, 36 J. Praxis; Unfallchir., Sportmed.,
48582017
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Ortho-Doc Nowi ist jetzt online.

Wie l uft ein Gesundheitsgutachten ab und was kostet so ein

Kundenfrage

Wie läuft ein Gesundheitsgutachten ab und was kostet so ein Gutachten. Kurze zusammenfassung: Ich leide seit 20 Jahren an einer Knochenkrankheit, Ursache nicht bekannt, angeblich unheilbar, ist ein gutartiger Tumor der aber auch bösartig werden kann aber nicht muss. Kann im ganzen Körper Knochenteile plötzlich befallen. Habe schon 4 große Op. hinter mir, mit sehr langen Reha aufenthalten. zuerst hieß sie juvenille idiopathische Osteoporose, Gorham Stout Symdrom und jetzt Morbus Paget. Es geht um einen nachehelichen Unterhalt der gezahlt werden soll, nach dem Gutachten. Oberschenkel war hohl und der wurde 3 mal aufgefüllt mit eigen Transplantation, mir wurden schon eine Grippe rechts unter der Brust entfernt und mehrmals Knochenmark aus beiden Becken. Beide Wadenbeinknochen entfernt. Am linken Oberarm ist mir ein Hummerusnagel eingesetzt worden, da er dort auch sehr pörös ist. Mit 30 cm Platte, 14 Schrauben und Zement. Dazu kommt noch ein Beckenbruch im Jan. 2010, der noch nicht ganz richtig verheilt ist und starke Arthose (soll laut Arzt mal ein künstliches Hüpfgelenk bekommen).
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  docapplepie hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo!
Haben Sie einen guten Anwalt? grundsätzlich sollten Sie das Gutachten über das Gericht einfordern, das den Unterhalt festsetzt. Man wird von Ihnen eine Vorauszahlung verlangen, aber wenn das Gericht das Gutachten anfordert, ist es mehr wert, als wenn Sie selbst schon mit dem Gutachten in der Hand bei Gericht auftauchen. Rechnen Sie mal mit etwa 1200-1800 Euro, kann auch mehr werden, wenn die Aktenlage 500 Seiten übersteigt oder Röntgen dazu kommt.. MfG P. T.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich bin bei einem guten Anwalt. Es läuft schon über das Gericht. Die Scheidung ist schon vollzogen. Es geht um den Nachehelichen Unterhalt.

Wie läuft so ein Gutachten ab? Wer verlangt eine Vorauszahlung, das Gericht oder der Gutachter?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich bin bei einem guten Anwalt. Es läuft schon über das Gericht. Die Scheidung ist schon vollzogen. Es geht um den Nachehelichen Unterhalt.

Wie läuft so ein Gutachten ab? Wer verlangt eine Vorauszahlung, das Gericht oder der Gutachter?

 

Wie verhät man sich bei einem Gutachter? Wenn mir der Gutachter unangenehm ist, kann ich dann sofort gehen? Was für folgen könnten auf mich zu kommen? Wird das Gutachten dann extrem teurer, falls ein anderer Gutachter gesucht werden muss? Wie sieht es aus, wenn noch keine Unterlagen beim Arzt angefodert hat, muss ich dann trotzdem die Untersuchung machen lassen, oder kann ich darauf bestehen erst später wenn er sich die Unterlagen angeschaut hat?

Experte:  Ortho-Doc Nowi hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag,

die ganze Sache läuft nach meiner Erfahrung als Gutachter so ab: Das Gericht bestellt einen Gutachter, da der Richter kein medizinischer Experte ist und sich sonst keine Meinung bilden kann.

 

Das Gericht fordert vor dem Gutachten medizinische Unterlagen der Sie behandelnden Ärzte und Krankenhäuser, Radiologen, Hausarzt u.s.w. an und fügt Sie den Gerichtsakten bei.

 

Meistens wird Sie der Richter vorher fragen, ob Sie mit dem vorgeschlagenen Gutachter einverstanden sind. Ihr Rechtsanwalt kann auch einen Gutachter vorschlagen. Das Gericht setzt die Vorauszahlung fest.

 

Der Gutachter (Facharzt für Orthopädie) ist wie ein vereidigter Sachverständiger auf Objektivität und Unabhängigkeit verpflichet. Bei grober Fahrlässigkeit würde er sich strafbar machen. Er erstellt ein schriftliches Gutachten nach entsprechender körperlicher Untersuchung und ggf. zusätzlichen Röntgenaufnahmen, sofern keine ausreichenden aus jüngerer Zeit vorliegen. Für die Erstellung des Gutachtens wird ihm durchschnittlich 2 bis 3 Monate Zeit gegeben.

 

Wenn Sie mit dem Ergebnis des Gutachtens nicht einverstanden sind, können Sie ein privates Gegengutachten anfertigen lassen, das Sie natürlich erst einmal selbst bezahlen müssen. Gegebenenfalls wird das Gericht danach im Zweifel noch ein drittes, ein sog. Obergutachten anfertigen lassen. Der Gutachter kann auch persönlich vor Gericht geladen und zu dem Gutachten näher befragt werden.

 

Zu Ihrer Frage, ob Sie "sofort gehen" können, wenn Ihnen der Gutachter unangenehm ist, ist folgendes zu sagen: Der Gutachter bekommt, bevor er Ihnen einen Termin zur Untersuchung gibt, die Gerichts- und med. Akten zugeschickt, sodass er sich vorher nach Akteneinsicht ein Bild machen kann. Sie werden Ihn dann zum ersten Mal bei der Untersuchung sehen. Wenn Sie ihn dann sofort ablehnen, ohne untersucht worden zu sein, würde das ein schlechtes Bild auf Sie werfen und Sie müssten wahrscheinlich die Kosten für die Akteneinsicht und den Zeitaufwand und die Fahrtkosten für den Gutachter bezahlen. Das Gericht würde dann wahrscheinlich einen anderen Gutachter bestellen. Sie müssten jedoch vor Gericht schon gravierende Gründe haben, warum Sie den Gutachter, über dessen Wahl Sie vorher einverstanden waren, abgelehnt haben. Nur eine "Antipathie" persönlicher Natur wird dafür sicher nicht ausreichen. Welche anderen juristischen Konsequenzen das hat, darüber kann Ihnen nur ein Rechtsanwalt Auskunft geben, da wir hier als Mediziner aus standes-rechtlichen Gründen nicht befugt sind, Sie hierüber zu beraten. Das darf letztlich nur ein Rechtsanwalt!

 

Die Kosten, nach denen sich die Honorierung des Gutachters richten sind in dem Gesetz für Zeugen und Sachverständige nachzulesen, das in der Buchhandlung erhältlich ist. Häufig haben Gutachter mit den Sozialgerichten einen Pauschalbetrag vereinbart, der sich zwischen 500 und 1000 Euro bewegt. Der Stundenlohn eines Gutachters bewegt sich durchschnittlich um die 70 Euro, dazu kommen noch ggf. die Röntgenaufnahmen und die Schreibgebühren (gering). Selbst bei dicken Akten werden Sie kaum über 1200 Euro kommen. 1800 Euro wie mein Kollege geschrieben hat, ist schon sehr hoch angesetzt.

Ich hoffe Ihnen hiermit geholfen zu haben.

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Bitte nicht vergessen mit "Akzeptieren" zu honorieren, danke

Gerne helfe ich weiter, wenn noch Fragen bestehen.

 

 

 



Verändert von Ortho-Doc Nowi am 12.01.2011 um 13:38 Uhr EST
Ortho-Doc Nowi, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2059
Erfahrung: Arzt f. Orthopädie, 36 J. Praxis; Unfallchir., Sportmed.,
Ortho-Doc Nowi und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  docapplepie hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo!
Bis auf die Sache mit dem Geld (hier denke ich, wird es aufgrund der von Ihnen geschilderten Vorläufe tatsächlich eher mehr als 1000, bis hin zu 2000 Euro werden) finde ich, dass der Sachverhalt vom Kollegen so schön und umfassend dargestellt ist, dass Sie unbedingt bei ihm auf "akzeptieren" klicken sollten. MfG und viel Erfolg ;-)) P. T.
PS: Die Vorauszahlung legt das Gericht nach Rücksprache mit dem Gutachter fest und verlangt dann von Ihnen die Einzahlung auf ein Gerichtskonto. Wenn der Gutachter im verlauf merkt, dass es doch teurer wird, muss er mit dem Gericht verhandeln, die dann wieder von Ihnen mehr Geld verlangen. Die Abrechnung erfolgt ebenfalls gegenüber dem Gericht und das zuviel vorausgezahlte Geld zahlt das Gericht Ihnen wieder aus.

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