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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

Meine Frau hatte letzten Herbst ihre vierte schwere Lungenembolie.

Kundenfrage

Meine Frau hatte letzten Herbst ihre vierte schwere Lungenembolie trotz regelmässiger Einnahme seit 8 Jahren von Mrcoumar. Sie prüft auch regelmässig den Gerinnungsfaktor und registriert diesen.
Nun ist wieder eine Embolie im entstehen. Die Aerztin hat nun eine Operation empfohlen, meine Frau ist im Unispital Zürich angemeldet. Aus ihrem intensivierteren Engagement schliessen wir eine sehr grosse Dringlichkeit heraus.
Uns quälen viele Fragen. Was wird da im Detail gemacht? Es gibt keinen Schweizer Arzt, welcher diese Operation durchführen kann, es wird jemand aus Deutschland beigezogen.

Wir nehmen an, dass der Brustkasten geöffnet wird.
Wie kann eine "Verstopfung" in einem "schwammigen" Gewebe operativ entfernt werden?
Muss das Herz während der Operation abgeschaltet werden?
Wird da ein Teil der Lunge ausgeschnitten?
Wie lange wird der Eingriff etwa dauern, 2 Stunden oder eher 10?

Meine Frau wird dieses Jahr 61. Hat sie Chancen, in einem halben Jahr oder später, wieder ihren Beeruf als Zahnprothetikerin ausüben zu können?

Wir werden hoffentlich noch kommende Woche zu einer Besprechung eingeladen, doch haben wir keine Ruhe, darum frage ich jetzt Sie.

Ich danke, XXXXX XXXXX mir antworten, Karel Hess
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Hier ist es ausgesprochen schwierig, eine Antwort zu geben. Aus eigener familiärer Erfahrung bei einem sehr nahen Angehörigen vor vielen Jahren kann ich allenfalls annehmen, dass man nicht direkt die Lunge operieren will und dort ein Gerinsel entfernen will (das wäre ja eine eingetretene Embolie) und diese Operation (früher nach einem Herrn Trendelenburg ) benannt, ist wirklich heroisch riskant.

Eher setzt man heute eine Art "Netz"bzw. Schirmfilter in die V. cava ein, das dann Gerinsel von der vermuteten Thrombosestelle (Herz, Bein- oder Beckenvenen) aufhalten soll in die Lunge "zu schiessen". Das ist ein vergleichsweise "kleiner" Eingriff, da ja diese Patienten auch gar nicht gut op-belastbar sind.

Über das Für und Wider einer solchen Maßnahme gibt es unterschiedliche Meinungen. Bei dem Lebensgefährten meiner Mutter hat es extrem gut geholfen, er hat die Embolie (damals im Rahmen eines schweren Multiorganversagen) gut überstanden und weiter Sport gemacht.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Über das Schirmfilter wurde diskutiert und die Aerztin, fand, das sei nicht angebracht. Das könnte auch ein Arzt aus der Schweiz durchführen.

Meine Frau hat neue Schmerzen in der Brust. Sie hat ein unheimliches, beängstigendes Gefühl. Sie hat neue Embolien, dies hat man im Spital festgestellt.

 

Den Gerinnungsfaktor kontrolliert sie täglich präzise, mit einem, im Spital synchronisierten, Gerät.

 

Trotz optimaler Gerinnung ist die letzte Embolie eingetreten.

 

Ich fürchte, meine Frau hat die riskante Operation vor sich.

Wenn den diese mit Erfolg durchstanden wird, wie lange wird der Genesungsprozess dauern?

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Dann wüsste ich aber nicht, was genau operiert werden soll. Der Embolus ist ja nicht direkt in der Lunge (davon gehe ich jedenfalls nicht aus). Wissen Sie denn, wo die Emboliequelle liegt ?

Es kommt natürlich ganz auf die Grösse des Eingrifs an. Aber üblicherweise muss man zwischen 1 und 3 Moaten Erholungszeit einreichnen.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie inzwischen neuere Informationen aus der Klinik ?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Lieber Dr Hippokrates

Meine Fragen haben Sie nicht beantwortet. Ich hatte Fragen zur Lungenoperation. Das einzige, was ich erfuhr ist, das die Opteration heroisch riskant ist. Die meisten Antworten habe ich über Google gefunden.

Jetzt weiss ich, dass eine Herz-Lungen-Maschine eingesetzt wird. Ich weiss, dass die Embolien wahrscheinlich manuell quasi zerdrückt werden und so der Durchfluss wieder möglich wird. Ich weiss jetzt, dass durch zu lange "nicht Durchblutung" die Lunge partiell und dauerhaft nicht mehr funktionieren wird. Das wollte ich durch Sie erfahren, nun habe ich es selbst erarbeitet. Es sind natürlich noch etliche Details für mich sehr wichtig.

Ich muss dieses Thema sehr delikat mit meiner Frau ansprechen. Sie meidet es häufig. Sie hat nun wieder eine Arbeit für einen Kunden angenommen, damit sie nicht immer " im Kereis herum" studiert. Ich möchte aber genug darüber wissen, damit ich ihr unnötige Aufregung ersparen kann. Meine Frau nimmt auch Medikamente gegen Hrzflimmern, Herzrythmusstörungen und gegen Schlafstörungen.
Regt sie sich auf, spinnt das Herz, rast das Herz, hat sie zu wenig Sauerstoff. Ihre Mutter ist im Mai 2000 mit 74 Jahren an einer Lungenembolie gestorben.

Ich habe nun diverse Lexika durchsucht und über Google habe ich einige Antworten gefunden, von Ihnen nicht. Soll ich jetzt Ihre Komentare als Antwort akzeptieren?
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Hess, da mein Spezialgebiet die Venen und somit notgedrungen auch die Lungenembolien sind, habe ich interessehalber Ihren Beitrag gelesen. Ich vermute, dass das, was Sie im Internet gefunden haben, nicht auf Ihre Frau zutrifft. Die Situation bei Ihrer Frau ist sehr außergewöhnlich und somit kann sie kaum im Internet beschrieben sein. Der Eingriff, von dem Sie gelesen haben, ist ein Notfalleingriff bei frischer Lungenembolie, die nach menschlichem Ermessen zum Tod führt, wenn nicht binnen Minuten gehandelt wird. Aber auch dieser Eingriff führt so oft zum Tode, dass man ihn nicht als geplanten Eingriff in Erwägung ziehen darf - so wie Dr. Hippocrates es auch schon gesagt hat. Noch ein Wort zu unserem Problem der Beratung: Sie werden unsere Worte immer auf sich beziehen, auch wenn wir uns eigentlich nur auf "ein Krankheitsbild" beziehen. Wir müssen daher sehr viel vorsichtiger sein als ein abstrakter Text, vor allem bei Prognosen. Das führt dann unter Umständen dazu, dass sich das Ganze "zieht" bzw. die erste Antwort nicht so ausführlich ist, wie man sie sich wünschen würde. Bitte haben Sie dafür Verständnis.
Ich würde Ihnen vorschlagen, dass Sie sich nach dem Beratungsgespräch nochmals melden, denn ich gehe davon aus, dass man Ihnen eine OP vorschlagen wird, die so nur bei Ihrer Frau gemacht wird (und bei sonst niemandem). Lassen Sie sich den Eingriff schildern und wir werden Ihnen gern weitere Informationen dazu geben. Ich wünsche Ihnen, dass der Tag für Sie und Ihre Frau so gut wird, wie er nur werden kann und natürlich brauchen Sie keine unsere Antworten zu akzeptieren, wenn sie Ihnen letztlich nicht helfen. Wir machen diesen "Job" primär aus Überzeugung. Dass wir davon auch leben, will ich nicht abstreiten. Mit freundlichen Grüßen - Dr. Schaaf