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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Meine Schwester ist wegen ihrer Krankheit (manisch depressiv)

Kundenfrage

Meine Schwester ist wegen ihrer Krankheit (manisch depressiv) seit einen monat im Spital,zuerst fast über ein Monat in einen Wiener Spital .Dort wurde sie entlassen obwohl die Familie und freunde sicher waren das es zu früh ist.Nach ca zwei Wochen wurde sie dann wieder Zwangseingewiesen da sie von der Polizei aufgefunden wurde.Jetzt ist sie im Landeskrangenhaus Klagenfurt und auch dort wurde sie schnell in die offene Stadion verlegt und die Ärzte sagen es gehe ihr gut und sie macht große vortschritte .Obwohl wir sie kennen und wissen das sie noch lange nicht so weit ist wird uns nicht zugehört .Laut dem behandelten Arzt sollen wir ihnen vertrauen schencken .Meine Schwester hat täglich ausgang geht nur einkaufen spricht von Pension und das ihr nichts geschehen kann egal was sie tut weil sie ist ja eine Irre.Noch dazu kommt das sie einen Alkoholkranken kennengelernt hat wo sie sich nun zum großteil ihrer Ausgezeit aufhällt.Ist sehr oft im Computer und raucht und trinkt Kaffe isst kau was .Hat einige von ihrer Familie Polizeilich angezeigt wegen vorwürfe wie Körberverletzung und Autodiebstahl und so weiter .Obwohl ihr Auto in Wien steht .Wir wissen nicht mehr weiter sie zieht sich immer mehr zurück und die Ärzte sagen sie kann das Spital vorraussichtlich am 14 Jänner verlassen .Sie ist ja kaum im Spital und nur unterwegs .Wir kennen sie und das ist nicht die Person die sie früher war.Sie hat ihren Job gekündigt .Will nach Klagenfurt ziehen und mit 36 Jahren in Pension gehen .Sie spricht auch meistens in der dritten Person.Und sagt selber wenn sie wieder drausen ist dann nimmt sie nur so viel von den Medikamenten die sich will.Was können wir tun wie können wir helfen ,die Ärzte sagen sie dürfen uns keine auskunft geben weil sie es nicht möcht was ich auch ok finde aber sie hören mir ja nicht einmal zu wenn ich über den zustand meiner Schwester auserhalb der Klinig erzählen möchte.Ich bin verzweifelt den so landet sie nach ihrer entlassung wieder im Spital .Vor ca 10 Jahren hatte sie auch schon einen ausbruch der Krankheit wurde aber gut behandelt und führte dann ein normales leben bis ca vor 3 Monaten.Können sie mir einen Rat geben?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Ich kann ihre Hilflosigkeit sehr gut nachvollziehen. Vermutlich kennen sie ihre Schwester sehr gut und können die Wesensveränderung der Manie noch wesentlich besser einschätzen als die derzeit behandelnden Ärzte.

Leider ist es (wohl auch nach österreichischem Recht) so, dass man als manisch-depressiver Mensch im Residualzustand (mit Restsymptomatik) solange "verrückt" leben darf, wie man sich nicht selber ganz AKUT in Gefahr bringt.

Die sich in der Psychiatrie ergebenenen sozialen Kontakte sind da leider auch nicht immer hilfreich....
In Deutschland gäbe es theoretisch die Möglichkeit einer Gesetzlichen Betreuung für Gesundheitsfragen (und wohl auch Finanzen) mit dem das Aufenthaltsbestimmungsrecht in einer Klinik notfalls leichter geregelt werden könnte. Entsprechende Bestimmungen gibt es auch in Österreich (genauen rechtlichen Namen kenne ich aber nicht). Das greift aber auch nur bei akuten Eigen- oder Fremdgefahren.

Kennen sie die Angehörigenselbsthilfe HPE für Angehörige von psychisch Kranken ? Das wäre aus meiner Sicht eine gute Anlaufstelle für ihre Hilflosigkeit.

Dann würde ich schon nochmal ihre Bedenken der Klinik mitteilen. Am besten in einem Angehörigengespräch, notfalls auch als Brief. Möglicherweise müsste man doch dafür sorgen, dass sie anders (ggf. mit atypischen Neuroleptika als Depotspritze) behandelt wird. Aber das ist eben schwierig, weil sie kein Krankheitsgefühl hat und vermutlich die Pillen gar nicht richtig schluckt.

Leider bleibt die Hilflosigkeit und Unzufriedenheit über die Situation. Hier sind aber auch die Ärzte an der Grenze der Möglichkeiten. Medizinisch wie auch juristisch.

Es tut mir leid, ihnen keine konstruktivere Antwort schreiben zu können.

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