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Dr. Höllering
Dr. Höllering, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 10834
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe sehr unspezifische

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe sehr unspezifische Symptome und bin daher über Ihren Rat wie ich weiter vorgehen soll sehr dankbar.

Ich hatte vor ca. 3 Wochen an einem Wochenende in Paris ein One Night Stand mit einer Osteuropäischen Austauschstudentin. Ich muss mir bei Ihr wohl einen Virus oder etwas ähnliches eingefangen haben. Sie hatte auch einen leichten Husten. Am nächsten Tag lag ich Abends mit 39,5 Fieber im Bett. Ich hatte Gliederschmerzen war recht schwach und hatte auch sehr trockene Schleimhäute (kein entzündlicher Schleim). Leider hatte ich sehr wenig Zeit mich zu schonen. Als das Fieber zwei Tage später verschwunden war kam ein gelblich/grüner Auswurf kombiniert mit sehr extremen Hustenanfällen und Halsschmerzen (sehr tief unten im Hals) dazu.

Zuerst dachte ich mir eine normale virale Infektion geholt zu haben, auf der sich zwei Tage später dann etwas bakterielles hinzu manifestiert hat. Nun mache ich mir allerdings aus folgenden Gründen Sorgen:

1. Normaler Weise dauern Erkältungen etc. bei mir maximal 1.5 Wochen. Nun ist das Ganze schon 3 Wochen her und ich habe immer noch eine Heiserkeit, kratzen im Hals und vor allem einen extremen Husten der nur marginal Besser wird. Besonders störend ist der Hustenreiz, bei dem ich regelmäßig Schleim abhuste und der besonders Abends und Nachts zu extremen Hustenattaken führt (sehr anstrengend, gestörter Nachtschlaf)..

2. Seit 3-4 Tagen habe ich nun Schmerzen ca. handbreit unter dem rechten Schulterblatt, sowie lateral rechts in der Nähe des Brustkorbes. Die Schmerzen treten sowohl bei Ein- und Ausahtmung, als auch bei motorischer Bewegung des Rückens und rechten Armes auf.

3. zusätzlich bin ich Kurzahtmig und wenig belastbar. (Sehr störend, da ich dringend auf Prüfungen lernen muss)

Deshalb folgende Frage: Da ein normaler Virusinfekt schon längst weg sein müste (habe mich in den Weihnachtsferien auch sehr geschont) was könnte es sonst sein? Bzw. welchen Facharzt soll ich aufsuchen? Besonders beunruhigt mich der Husten, die Kurzahtmigkeit und die Schmerzen im Rücken bzw. thorakal, lateral und dorsal.

Kann es sein das ich in Folge des Hustens eine Rippenfellentzündung bekommen habe? Könnte eine Tuberkulose eine Alternativdiagnose sein? Was wäre außer einer Virusinfektion noch denkbar?

Ich wäre Ihnen sehr dankbar für Ihren Hinweis welchen Facharzt ich aufsuchen sollte bzw. um welche Krankheiten es sich möglicher Weise handeln könnte.

Da ich aufgrund meiner bevorstehenden Prüfungen wenig Zeit habe möchte ich gern Zielgerichtet zum richtigen Facharzt gehen ohne von Ponzius zu Pilatus zu rennen. Einen guten Hausarzt habe ich leider nicht.

Recht herzlichen Dank für Ihren Rat...

Beste Grüße..

G. Puskas
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Puskas,
Infektionen der oberen Atemwege können manchmal recht hartnäckig sein. In Ihrem Falle läßt sich am ehesten eine Bronchitis mit (wie Sie schon richtig vermutet haben) einer pleuritischen Mitbeteiligung (Entzündung des Rippenfells).
Ein Zusammenhang mit Ihrem ONS ist aufgrund der kurzen Inkubationszeit unwahrscheinlich.
Der geeignete Facharzt für Sie wäre der Pneumologe/Lungenfacharzt. Dieser kann ein Röntgenbild anfertigen (lassen), Sie gezielt untersuchen und Ihnen Präparate zur Inhalation (gut wäre ein Kombinationspräparat aus einem Kortikosteroid und einem bronchialerweiternden Mittel/ß2 Sympathomimetikum) und oralen Einnahme (Antibiotikum)verschreiben kann. Bei produktivem Husten sollte der dieser nicht unterdrückt werden, daher böte sich ein Schleimlöser an (bitte viel trinken, sonst wirkt er nicht). Für die Nacht können Sie z.B. Thymiansaft einnehmen, der lindert den Hustenreiz, damit Sie besser schlafen können.
Darüber hinaus kann im Verlauf eventuell auch der Besuch eines HNO-Arztes sinnvoll sein, das können Sie aber individuell vom weiteren Beschwerdeverlauf abhängig machen.
Gute Besserung!
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Dr. Leinung,

haben Sie herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich werde Ihrem Rat folgen und einen Pneumologen aufsuchen.

Kurz noch folgende Frage: Gehe ich recht in der Annahme das sie eine offene Tuberkulose mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen würden? Wie wahrscheinlich schätzen sie die Rippenfellentzündung ein?

Besten Dank und freundliche Grüße...

G. Puskas
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,
gern geschehen.
Die Rippenfellentzündung/-reizung halte ich für sehr wahrscheinlich. Mit dem Besserwerden des Hustens verringern sich auch die Beschwerden im Thorax. Halten Sie sich warm und wenden Sie in der Nacht kampfer- und mentholhaltige Gelwickel an, das fördert die Durchblutung, wirkt desinfizierend und unterstützt die Bronchialtoilette.
Bzgl. der Tuberkulose: Ihre Angst ist verständlich, zumal diese Infektionskrankheit wieder im Kommen ist. Ich halte es jedoch für SEHR unwahrscheinlich, zumal die Inkubationszeit hier mindestens 2 Wochen beträgt. Sie können aber Ihren Verdacht ruhig auch noch einmal mit dem Pneumologen besprechen. Er kann bei Ihnen einen Hauttest auf Tbc durchführen, wenn Sie das möchten und er es für ratsam hält.
Gute Besserung!

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