So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Höllering.
Dr. Höllering
Dr. Höllering, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 10834
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Dr. Höllering ist jetzt online.

Mein Schwiegermami ist 80, hatte vor 2 Jahren einen Schlaganfall

Kundenfrage

Mein Schwiegermami ist 80, hatte vor 2 Jahren einen Schlaganfall (rechts Lähmung der Hand und des Beins sowie Sprachzentrum), wovon sie sich einigermassen erholen konnte. Nun plagt sie diagnosegemäss eine Trigeminusneuralgie (erstmals aufgetreten letztes Jahr ebenfalls im November). Sie sagt, Medikamente nützten nichts und versucht es nun mit Akupunktur. Da sie bei uns zu Besuch war und wir Kinder eine Schmerzattacke miterleben mussten, sagen wir uns: so geht das Leiden nicht weiter.

Ich habe nun von einer OP (mikrovaskuläre Dekompression) gelesen, die zu 90 % erfolgreich verläuft, allerdings unter Vollnarkose.

Meine wichtigste Frage: Ist eine Vollnarkose für unsere Mutter zu riskant, weil sie einen Schlaganfall hatte? Zu erwähnen ist noch, dass sie vor dem Schlaganfall in Vollnarkose ihr Bein operieren lassen musste (Schaufensterkrankheit) und vielleicht stand der nachher auftgetretene Schlaganfall auch im Zusammenhang mit der OP...

Der Hausarzt sagte ausserdem, sie dürfe im übrigen das Knie (sie hat Arthrose, auch das noch) nicht operieren, da es zu riskant sei nach dem Schlaganfall. Sie selber hat die Nase gestrichen voll von Operationen, da sie schon eine 6- und 3stündige OP der Arterien (ebenfalls verstopft wie beim Bein) hatte...
Danke XXXXX XXXXX Auskunft und freundliche Grüsse

C. Huonder
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,

die Tatsache allein, dass Ihre Schwiegermutter einen Schlaganfall hatte, spricht noch lange nicht gegen eine Operation. Die Op-Tauglichkeit setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen: u.a. sind v.a. die Herzleistung, die Lungenfunktion und die Medikamenteneinnahme wichtig, sowie der Allgemeinzustand Ihrer Schwiegermutter. Darüber hinaus ist eine operative Dekompression mit dem Einsetzen eines künstlichen Knies nicht zu vergleichen (Invasivität, Blutverlust etc).
Von den Operationen einmal abgesehen, wäre meine Frage, was Ihre Schwiegermutter für Medikamente bislang erhalten hat. Denn häufig können auch schon mit Medikamenten sehr gute Erfolge erzielt werden, so dass eine Op nicht nötig ist, vorausgesetzt, es werden die richtigen Med. eingesetzt.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
<p>Guten Abend Dr. Leinung</p><p>Es ist in einer Form natürlich beruhigend zu hören, dass sie grundsätzlich operiert werden könnte. Sie hat bislang das für Trigeminus typischste Medikament erhalten (ich weiss den Namen nicht, könnte es Phenytoin sein); es ist sehr stark und ihr wurde davon so schwindlig, dass sie mit dem Kopf gegen einen Tisch stiess. Seither hat sie Angst vor Nebenwirkungen... und hasst dieses Medikament. Mein Verdacht ist, dass sie nur sagt, sie nehme eine Pille morgens und abends und als ich die Packung anschaute, war es ein Generikum von Ponstan. Ist mir auch klar, dass dies nichts nützt;-) Es ist also so nach dem Telefon mit ihr: sie hat die starke Medikament nicht genommen, weil sie sie nicht vertrage (wegen Schwindel umgefallen).</p><p> Was soll ich denn tun, wenn sie das Medikament, das wirklich helfen würde, verweigert?!</p>
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,
falls es Phenytoin war, so hat Ihre Schwiegermutter tatsächlich ein bewährtes Medikament erhalten. Bevor jetzt jedoch gleich ein neurochirurgischer Eingriff bei ihr vorgenommen wird, könnte noch ein Therapieversuch mit einem anderen Neuroleptikum wie z.B. Carbamazepin unternommen werden. Vielleicht verträgt sie das ja besser, nimmt die Tabletten dann regelmäßiger ein und kann so eine Op umgehen. Ponstan ist hier nämlich in der Tat keine Hilfe.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Als gelernte Krankenschwester hat meine Schwiegermutter natürlich Horror vor Medikamenten wie Neuroleptika... Sie will die Akupunktur fortsetzen, also lieber alternative Behandlung als starke Medikamente nehmen. Das ist halt ihre Entscheidung.

Ich bin erleichtert, dass eine OP nicht ausgeschlossen ist. Vielleicht bleibt dies dann doch der einzige Weg.

 

Ich war sehr zufrieden mit Ihrer Fähigkeit, auf die Details einzugehen und wie Sie mir geantwortet haben.

Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gern geschehen und alles Gute für Ihre Schwiegermutter!

Ähnliche Fragen in der Kategorie Medizin