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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 11585
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Sehr geehrter Arzt, meine Mutter (51 Jahre) liegt seit

Kundenfrage

Sehr geehrter Arzt,

meine Mutter (51 Jahre) liegt seit gestern im künstlichen Koma. Sie hat mehrere Vorerkrankungen: vor kurzem akute Niereninsuff. mit Dehydration; Panzytopenie; Alkoholabusus; Psoriasis, Ulkus Bein. Aktuell Entzündung im Fuß. Wegen dieser Entzündung habe ich sie ins Krankenhaus gebracht, wo sie gestern Krampfanfälle bekam (schön öfter vorgekommen, bisher aber immer wieder in Ordnung gekommen. Medikamente nimmt sie keine). NAchdem sie mehrfach gekrampft hat, wurde sie ins Koma gelegt. Ihr Hb liegt bei 6,? ("sechs Komma irgendwas"). Vorgestern hat sie Blutkonserven bekommen (wird immer mal wieder gemacht). Gestern Morgen war ihr Hb bei 9. Sie bekommt jetzt auf Intensivstation 3 Blutkonserven, weil dieser so abgefallen ist.

Untersuchungen wie Punktion Rückenmark (vor einiger Zeit) war unauffällig, CT unauffällig. Kreislauf im Moment stabil.

Ich mache mir große Sorgen um meine Mutter. Können Sie mir sagen, warum man Menschen ins Koma legt? Heißt das, dass sie sterben muss? Was ist Ihre Einschätzung (ich weiß, Sie können eigentlich nichts einschätzen...)? Die Ärzte wollen nun gucken, wo das Blut hingeht. Diese Erkrankung hat sie aber schon seit vielen Jahren und bisher ist noch nichts bei allen Untersuchungen heraus gekommen... Haben Sie einen Rat, was ich tun kann?

Lieben Dank für Ihre Hilfe!

C. Will
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,
Ihren Schilderungen nach zu urteilen, litt Ihre Mutter bereits vor Ihrer Einlieferung ins Krankenhaus an einer Vielzahl Erkrankungen mit diversen Organbeeinträchtigungen (Niere, Leber, Haut, Gehirn). Die Krampfanfälle sind sicherlich ebenso Ausdruck bzw. Folge Ihres Alkoholproblems wie Ihre Blutarmut. Bei Alkoholpatienten findet sich oft eine Blutarmut, weil das Gerinnungssystem durch die Leberschädigung beeinträchtigt ist und die Patienten dadurch häufig unbemerkt aber kontinuierlich kleine Blutportionen verlieren.
Künstliches Koma hört sich immer so schlimm an. Letztlich ist es eine Narkose, wie bei einer Operation, nur dass diese Narkose etwas länger dauert. Diese setzt man insbesondere dann ein, wenn man den Patienten künstlich beatmen muß (wach würde der Patient dies nicht tolerieren), oder wenn spezielle intensivmedizinische Verfahren notwendig sind (z.B. Kühlen des Körpers nach Wiederbelebung - bei Ihrer Mutter nicht der Fall). Bei Ihrer Mutter könnten folgende Dinge zur Narkoseentscheidung beigetragen haben: 1) die Krampfneigung: in Narkose kann mit den geeigneten Medikamenten die Krampfschwelle soweit erhöht werden, dass Krämpfe ausbleiben. 2) Schutz vor dem Verschlucken: bei Alkoholpatienten kommt es des öfteren zu unkontrollierten Blutungen im Magen/Halsbereich. Um das Einatmen des Blutes zu vermeiden (was schnell tödlich endet), werden diese Patienten künstlich beatmet. 3) Das Ulcus am Bein könnte eine generalisierte Entzündung im Körper (Sepsis) verursacht haben, weshalb eine Narkose ebenfalls Sinn macht, um Ihre Mutter intensivmedizinisch einwandfrei betreuen zu können.
Anhand dieser Gründe sehen Sie, dass die tiefe Narkose allein kein Grund ist, dass Ihre Mutter bald sterben muss. Sie ist zwar sehr krank, die Narkose dient aber als Vorsichts- und intensivmedizinische Maßnahme dazu, Ihre Mutter einer adäquaten Therapie zuzuführen.
Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Herr Dr. med Leinung,

ich danke XXXXX XXXXXür Ihre Antwort.

Es war tatsächlich eine Entzündung im Bein, die vorgestern mit Antibiotikum behandelt wurde. Ob das jetzt weitergegeben wird, weiß ich aber nicht.

Ich hoffe sehr, dass meine Mutter nochmal annähernd gesund wird!

Mit freundlichem Gruß

C. Will
Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Frau Will,
ich hoffe, dass die eingeleiteten Maßnahmen die Infektion erfolgreich bekämpfen und Ihre Mutter das alles gut übersteht! Trotz Ihrer Sorgen wünsche ich Ihnen ein hoffentlich schönes Weihnachtsfest mit Ihrer Familie!
Alles Gute für Sie und gute Besserung für Ihre Mutter!