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kronex
kronex, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 26
Erfahrung:  Innere Medizin
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kronex ist jetzt online.

Bei meinem Partner wurde Prostatakrebs festgestellt, PSA Wert

Kundenfrage

Bei meinem Partner wurde Prostatakrebs festgestellt, PSA Wert 4,9, nach Biopsie danach Hobelung,das ist jetzt 11 Wochen her, ständige Beschwerden wie Unterleibsschmerzen, sehr häufige Blasenentleerung wobei es dann immer sofort sein muß, kein anhalten möglich. Nachfolgende Kontrolluntersuchungen relativ in Ordnung nur wurde bei der letzten Sonografie (am 29.11.010) eine Stelle in der Prostata festgestellt, die eventuell nicht durchblutet ist,
sagt der Urologe. Ansonsten immer die gleiche Antwort, ...sie müssen Geduld haben, die
Beschwerden sind nach solchem Eingriff normal. Nur wenn Gewebe nicht durchblutet wird kann es doch zu einem Absterben kommen und der Körper wird vergiftet ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  kronex hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

eine Hobelung wird generell nicht bei einem Prostatakrebs durchgeführt. Viel mehr führt man eine transurethrale Resektion der Prostata (TURP) generell bei einer Vergrößerung der Prostata (so genannte Prostatahyperplasie) durch.
Nach einer Hobelung darf man nicht mit einer sofortigen Verbesserung der Symptomatik (d.h. geringe Harnmengen, häufiger Harndrang, nächtliches Wasserlassen, etc.) rechnen. Viel mehr kommt es über Wochen zu einer konsequenten Besserung, aber ein Ausgangsniveau mit normaler Miktion kann man eigentlich nicht erwartet.
Ein bösartiger Tumor der Prostata wird zumeist durch eine totale Entfernung der Prostata bzw. durch Strahlentherapie behandelt. Eine Hobelung kommt da aufgrund Verstreuung von Tumorgewebe als Komplikation nicht zum Einsatz.
Ein Absterben von Gewebe ist eigentlich keine Vergiftung des Körpers. Der Körper baut die Proteine nach und nach ab und ist damit kaum beschäftigt. Aber eine nicht-Durchblutung von Gewebe würde die Schmerzen sehr wohl erklären.

Ich hoffe ich konnte Ihnen behilflich sein und stehe für Rückfragen jederzeit zur Verfügung.
mit freundlichen Grüßen
Andreas
kronex und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich bedanke XXXXX XXXXXür Ihre Antwort und möchte zu meiner ersten Frage noch ergänzen.

Mein Partner (61) und ich hatten uns nach Informationen im Internet auf eine fast noch neue Methode "HIFU" (fokussierter Ultraschall) zur Behandlung des Prostatakarzinoms entschlossen, deshalb auch im Vorfeld die Hobelung. Sein behandelnder Urologe in Hannover aber hat davon abgeraten und auf erhöhte Risiken danach hingewiesen, dafür eine engmaschige Kontrolle vorgeschlagen.

Die Beschwerden sind aber belastend und man hofft ja, dass es mal besser wird.

Wenn bei jedem Arztbesuch nur vertröstet wird, das dauert und wird schon werden, befriedigt das natürlich nicht. mein Partner ist nun schon soweit, dass er von einer totalen Entfernung seiner Prostata spricht, er möchte wieder eine gewisse Normalität seiner Lebensqualität.

Diese ????? -Stelle der Prostata, welche nach Vermutung des Arztes nicht mehr durchblutet sein könnte, beunruhigt uns natürlich, was kann da im schlimmsten Fall passieren , ist eine OP doch durchführbar und sinnvoll, wieso ist der letzte PSA-Wert(vor 6 Wochen)

nur noch 0,578, ist das befallene Gewebe durch die TUR-P mit entfernt worden ?

MfG

Christine Rische

Experte:  kronex hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,

Eine Hobelung vor Operation des Karzinom würde mich als behandelnder Arzt auch etwas skeptisch stimmen. Prinzipiell versucht man tumorbefallenes Gewebe immer total zu entfernen, damit man eine Verschleppung vermeiden kann. Ich kann mir vorstellen bzw. es ist bekannt, dass das ProstataCa meistens lateral (seitlich) wächst und durch die Hobelung NICHT beeinträchtigt wird in diesem Fall. Die HIFU ist mit Sicherheit eine sehr interessante Methode und eine neue Entwicklung, die mit Sicherheit Zukunft hat.
Die oben beschriebenen Beschwerden sind natürlich schwer mit Lebensqualität zu vereinbaren. Hat Ihr Mann noch einen alpha-Blocker als Medikation? (z.B. Tamsulosin 0,4 mg) Dieser könnte die Symptome etwas lindern.
Eine totale Entfernung der Prostata ist mit Sicherheit der Standard im Rahmen eines ProstataCa. Natürlich muss man immer die Histologie (Gleason Score) begutachten und dann kritisch abwägen, welche Therapie zum gegebenen Zeitpunkt indiziert ist.
Eine nicht durchblutete Stelle spricht eigentlich nicht für ein bösartiges Gewebe. Der Tumor ist normal sehr gut durchblutet und man kann das gut mit Ultraschall + Kontrastmittel differenzieren (an der Med. Univ. Innsbruck wurde diese Technik zur Detektion von ProstataCa eingeführt). Ich denke es dürfte eine Fibrose (narbige Veränderung) nach dieser Hitzebehandlung sein.
Der PSA MUSS nach so einer Behandlung fallen. Ein PSA von über 3,25 zeigt entweder eine Entzündung bzw. postentzündliche Geschehen im Gewebe an oder eben einen Tumor. Bei einer totalen Prostatektomie muss das PSA nahezu 0,0 liegen. Bei einem Gewebe, das in situ bleibt, darf das PSA be 0,5 liegen. Ich empfehle Ihnen jedoch in diesem Fall konsequente PSA-Kontrollen, um möglicherweise ein Rezidiv frühzeitig zu detektieren.
Ich würde eine eventuell notwendige OP abhängig machen a) vom PSA - Wert bzw. b) von der anhaltenden Symptomatik (wie oben beschrieben).

mit freundlichen Grüßen
Andreas