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kronex
kronex, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 26
Erfahrung:  Innere Medizin
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Wenn man seit einigen Monaten einen PSA-Wert von 16-22 hat,

Kundenfrage

Wenn man seit einigen Monaten einen PSA-Wert von 16-22 hat, ist hier eine Ausschabung einer Total-OP vorzuziehen? Und darf man seinem Urologen diese Frage stellen? Unter einer total OP verstehe ich, das entfernen der Prostata.Vor ca. 2Jahren hatte ich noch den wert von 6-8.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  kronex hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo erstmals,

das prostataspezifische Antigen ist ein sehr guter Marker, der entweder tumoröse Veränderungen der Prostata bzw. auch Entzündungen bzw. post-entzündliche Veränderungen der Prostata anzeigen. Ich bin kein Fan der 3-monatigen Messungen dieses Parameters, da dies schlichthin nicht wirklich zielführend ist. Bei den Gewebeentnahmen hat man nichts entdeckt und auch keine Stellung zu Entzündungen genommen?
Es gibt in der Probe bereits Untersuchungen, die besser die Vorgänge in der Prostata reflektieren als die Biopsie. Die Biopsie deckt leider nicht die Vorgänge der ganzen Prostata ab und deshalb kann so eine bösartige Geschwulst nicht ausgeschlossen werden. In diversen Zentren wird eine Ultraschall Untersuchung mit Kontrastmittel-Injektion intravenös durchgeführt, die die Prozesse im Gewebe besser reflektieren. Ich selbst habe beide Varianten erlebt und würde definitiv zur Ultraschall-Untersuchung tendieren und Ihnen diese vor einer Total-OP definitiv empfehlen.
Falls bei Ihnen ein Anhalt für einen Tumor bereits vorhanden ist, ist eine Total-OP unumgänglich. Ein lokal begrenzter Tumor kann operativ sehr gut entfernt werden und bei einer Ausschabung eventuell subtotal entfernt werden. Zudem sieht man bei der Ausschabung nicht wirklich viel und man ligiert das Gewebe zwar, aber Tumorzellen könnten so zudem in die Blase eingebracht werden und sich dort gegebenenfalls absiedeln. Diese Methode würde ich definitiv nicht empfehlen. Wenn das PSA von einer massiv vergrößerten Prostata kommt, kann man die Methode sehr wohl empfehlen.
Ich empfehle Ihnen zumindest eine 2. Meinung einzuholen und ich stehe Ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

mit freundlichen Grüßen
Andreas
kronex, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 26
Erfahrung: Innere Medizin
kronex und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
meine Prostata ist in der Tat stark vergrößert! Aber ganz wichtig ist mir noch, kann ich meine Frage der total OP meinen Urologen stellen und ist diese Frage eines Patienten normal? Oder muß ich mit einer schroffen Antwort rechnen?
Experte:  pm hat geantwortet vor 6 Jahren.

Eine Total-Operation wird AUSSCHLIESSLICH bei NACHGEWIESENEM Prostatakrebs gemacht. Kommt also bei Ihnen überhaupt nicht in Betracht.

 

1. man kann die Prostata versuchen zu verkleinern mit Finasterid oder Dutasterid. Der PSA-Wert sollte sich darunter innerhalb eines halben Jahres mindestens halbieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit einer Bösartigkeit relativ gering (Studie Prof. Weidner, Gießen)

2. sollte dann der PSA-Wert immer noch zu hoch sein, kann eine neuerliche Biopsie in der verkleinerten Prostata deutlich leichter potentielle Krebsherde finden

3. ist die weitere Bipsie ebenfalls negativ ist eine Prostata-OP durch die Harnröhre zu überlegen - wie das geht können Sie bei Youtube sehen, wenn Sie nach TURP suchen.

 

 

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