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kronex
kronex, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 26
Erfahrung:  Innere Medizin
52554492
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kronex ist jetzt online.

Mein Mann steht vor eine schwere Entscheidung. Zuerst zu seine

Kundenfrage

Mein Mann steht vor eine schwere Entscheidung. Zuerst zu seine Erkrankung.
Prostatektomie mit LAE, radikal laparoskopisch am 12.05.09
Prostatakarzinom pT3a pno(0/37) cMO LO VO Gleason 4#4 R1 Ab 1.08.2009 36 Strahlentherapie.
PSA am 21.01.2010 00,4
27.04.2010 00,4
19.07.2010 00.6
11.10.2010 0,11
Es soll jetzt mit Hormonenzugtherapie begonnen werden. Bitte helfen Sie uns. Soll mein Mann mit der Therapie anfangen, oder soll er warten. Mein Mann ist 55 Jahre alt.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  kronex hat geantwortet vor 6 Jahren.
Meine Frage zuerst: Wo steht Ihr Mann in Behandlung?
Radikal laparoskopisch habe ich noch nie gehört. In dem Zentrum, in dem ich studiert habe und wo ich assistiert habe, gab es offene Prostatektomien bzw. roboter-assistiert. Beide Techniken sind vergleichbar, aber bei einem pT3a Tumor würde ich die offene Operation bevorzugen.
http://extranet.medical-tribune.de/volltext/PDF/2008/MTD_Onko/07_MTDOnko/MTDOnko_07_S06.pdf
Ich habe Ihnen hier eine sehr gute Lektüre gesucht.
Casodex-Langzeittherapie ist bei den heutigen Therapiestrategien ein wesentlicher Schritt.
R1 bedeutet immer Residualvolumen des Tumors. Hat man nach den 36 Zyklen Strahlentherapien das Ganze nochmals re-evaluiert?
Eine Hormontherapie sorgt für den totalen Androgenentzug. Der Tumor wachst meistens in den androgen-sensitiven Bereichen der Prostata.

Habe hier nochmals eine Studie aus einer Auflage "Der Urologe" aus dem Jahre 2008 gefunden. Eine generelle Empfehlung für eine Hormontherapie wird nicht gegeben.
K. Miller et alias: Adjuvante und neoadjuvante medikamentöse Therapie beim Prostatakarzinom
"Randomisierte Studien zur adjuvanten LHRH-Analogatherapie beim lokal fortgeschrittenen, lymphknotennegativen PCA liegen nicht vor. Die EPC-Studie untersuchte den Effekt von adjuvantem Bicalutamid 150 mg. Für lokal fortgeschrittene
Tumoren konnte nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 7,4 Jahren ein Vorteil im progressionsfreien Überleben (klinisch) gezeigt werden, beim Gesamtüberleben
zeigte sich kein signifikanter Unterschied. Ein ähnliches Ergebnis zeigte die Studie mit Flutamid 750 mg: verbessertes progressionsfreies Überleben (PSA) – aber kein Unterschied im Gesamtüberleben nach einem medianen Follow-up von 6,1 Jahren.
Die vorliegenden Daten legen keine generelle Empfehlung für eine adjuvante Hormontherapie bei lokal fortgeschrittenem PCA nahe. Auch beim Lymphknoten
positiven Karzinom erlauben die Messing-Daten letztlich keinen Vergleich zwischen
adjuvanter und früher progressgesteuerter Behandlung. Aufgrund der Daten
zum klinisch progressionsfreien Überleben mit adjuvantem Bicalutamid ist eine solche Behandlung bei Hochrisikopatienten mit lokal fortgeschrittenem Karzinom
erwägenswert.
Es gibt keine vergleichenden Daten zur Frage der Dauer der adjuvanten Hormontherapie. Die Mindestdauer im EPC-Programm betrug 2 Jahre, in der Messsing-Studie hatten die Patienten eine lebenslange Hormontherapie.

Ich weiß von meinen Kollegen in Innsbruck (bin beruflich inzwischen in Deutschland), die gute Erfahrungen mit Casodex gemacht haben und das konsequent bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem PCA einsetzen.
Schlussendlich wird die Entscheidung aber nach wie vor bei Ihnen liegen. Ich würde es definitiv machen, da es kaum Nebenwirkungen gibt und wenig Qualitätsverlust bedeutet.

mit freundlichen Grüßen
Andreas
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Andreas,
mein Mann wurde in Ingolstadt mit Da Vinci System nerverhalten operiert. Unsere Frage ist aber ob mit einen so niedrigen PSA- wert von o,13 jetzt schon mit eine Hormonenzugbehandlung begonnen soll? Was kann mein Mann falsch machen, wenn er noch 3 Monate bis zur nächste Untersuchung wartet?
mit freundlichen Grüßen
Baumann